Umfragen vor Wahlen und Abstimmungen – was soll das eigentlich?

Überall werden Umfragen zu Wahlen und Abstimmungen durchgeführt. Die Resultate werden jeweils mit Brimborium veröffentlicht und als „Wahrheiten“ dargestellt. Die für die kommenden Abstimmungen letzte mehr oder weniger „staatliche“ Umfrage hat ergeben, dass eine Initiative wohl abgelehnt wird. Zur gleichen Zeit kam eine Umfrage eines grossen Medienunternehmens (mit klick in deren online Produkten) zum Schluss, dass diese wohl angenommen wird.

Noch spektakulärer sind die Angaben danach im Detail – immer wieder extrem begeistert bin ich vom „Fehlerwert“ – der soll diesmal bei plus/minus 2.7% liegen bei der einen Umfrage. Die andere Umfrage ist aber deutlich weiter neben den plus/minus 2.7%……woher kann die Behauptung kommen?

Auch in Amerika haben wir gesehen, was diese Umfragen am Ende wert sind. Das alles ist aber nicht die Frage die ich mir stelle. Die für mich interessante Frage ist, was habe ich überhaupt davon? Gar nichts, oder? Ich mache mir zu Wahlen und Abstimmungen meine Gedanken und entscheide mich für eine Option. Was die anderen denken – aber hallo, wir sind direkt demokratisch, das ist mir doch erst mal total egal.

Aus diesem Grund bin ich auch überzeugt davon, dass diese Umfrage vor allem Abstimmungen (vielleicht auch Wahlen…ja, auch Wahlen wohl) mehr beeinflussen als viele andere Funktionen. Die Linken werden durch gute Umfrageresultate der Rechten motiviert und umgekehrt. Damit dürften sich also alle Rechten Umfrageteilnehmer einen Bärendienst erweisen wenn die tatsächlich angeben, die rechte Meinung zu vertreten an der Urne. Sinnvoller wäre es, die Resultate umgekehrt anzugeben um die eigene Meinung zu stärken!

Ich bin mir sicher, dass dies auch sehr oft geschieht – und noch viel öfter bin ich überzeugt, dass eine Nachbefragung nicht die Resultate ergeben würde wie während der Umfrage. Ich glaube, ich würde in einer solchen Umfrage immer (ausser in für mich ganz klaren Fällen) auf ein „noch nicht entschieden“ tendieren. Das entspricht auch der Wahrheit – natürlich bilde auch ich sehr rasch eine erste Meinung, aber nach einigem Studium ist genau diese Meinung auch schon oft gekippt. Ich bin wie alle viele anderen Menschen auch beeinflussbar und „akzeptiere“ auf den ersten Blick die populistischen und einfachen Meinung auch.

Fazit: Ein aufwändiges Verfahren um etwas unsicheres heraus zu finden was am Ende keinem hilft. Im Sinne einer Job-Versicherung verstehe ich die Firmen, praktischen Nutzen ergeben diese Umfragen aus meiner Sicht keinen. Am Wahl- oder Abstimmungstag wird gezählt, danach weiss man was Sache ist – alles vorher ist ein Lesen aus der Glaskugel – wer an diese Medien glaubt ist auch mit Umfragen gut beraten. Für alle anderen, lästige Nebengeräusche ohne Wert.

Smartwatch Fossil Q Marshall erste Berührung..

Da ich Smartphones in der Zwischenzeit aus den „lustigen Gadgets“ gestrichen habe – das heisst, Dinge die man einfach ausprobieren muss – musste etwas neues her. Für mich hat ja Gadget auch den Charakter „irgendwie unnötig“. Bei der Suche bin ich an den Smartwatches hängen geblieben. Die iWatch kam nicht in Frage, die Eingrenzung auf und nur auf das Apple-Ökosystem ist aus meiner Sicht nicht tragbar (bei der Uhr jetzt im wahrsten Sinne des Wortes :-)).

So hat sich ergeben, dass die Android Wear Uhren in die engere Auswahl kamen. Die TAG Heuer Connected ist hier aus meiner Sicht das Mass der Dinge (die mechanische Qualität dürfte im Smartwatchbereich seinesgleichen suchen…), leider steht da auch ein Preis im Raum, der für reine Experimente nicht mehr tauglich ist. Motorola macht eine recht schöne, aber irgendwie zu elegant für meinen Geschmack. Da bin ich zuerst auf die Michal Kors gestossen, bald darauf schon auf die Fossil Q Marshall – eine Uhr für einen Mann, und doch eine Smartwatch.

Der Preis ist bereits normal erstanden für Experimente geeignet (ca. CHF 350.–) und dank guter Freunde die dort arbeiten ist das Teil zum Schnäppchen mutiert (VIELEN DANK nochmals an dieser Stelle…!).

Nun, eigentlich müsste ich sagen, die Uhr ist durchgefallen bevor sie richtig lief. Sie erfüllt nämlich meinen Grundsatz „wenn ich die Anleitung brauche ist etwas schief“! Von vorne; Auspacken, aufladen, einschalten, rum drücken. So muss das ja irgendwie gehen. Geht auch, die obligatorische Frage nach der Sprache konnte ich beantworten. Danach – Bluetooth, Pairing mit dem Mobile, problemlos. Hmm, nun hängt alles zusammen, aber nicht läuft zusammen…..nicht mal die Zeit wird synchronisiert..!?!? Wahrscheinlich braucht es eine App und weil das Ding Fossil Q heisst drängt sich die gleichnamige App geradezu auf.

App runter laden, starten, Schuhgrösse, Links- oder Rechtsträger oder andere wichtige Informationen bei Fossil abspeichern und weiter gehts. Top, das Modell „Q Marshall“ steht in der Liste, also klick drauf. Diese Uhr wird von dieser App nicht unterstützt, bitte verwenden sie die native Android Wear App. Grundsätzlich ist dies der absolut richtige Ansatz – allerdings hätte ich mir von Fossil gewünscht, dass ihre App mir das sagt bevor ich per Registration die Hosen runter gelassen habe. Ist ein Detail, aber nun gut. Fairerweise muss ich nun zurück kehren zum Thema „Anleitung lesen“.

Die erste Anweisung in der Anleitung sagt „Bitte laden sie die Android Wear App runter“ – bevor ich die Uhr auspacken soll. So gesehen haben die alles richtig gemacht und wer so blöd ist wie ich kriegt jetzt halt den Newsletter :-). Wenn man es dann allerdings falsch gemacht hat zickt das Teil ein bisschen. Q-App wieder runter, Pairing weg, Android Wear App auch nochmals runter, neu drauf und tätä, geht!

Die Uhr selbst – cool. Optisch toll, was die Qualität angeht mindestens das Geld wert.Der Bildschirm spiegelt ein bisschen, allerdings gibt es schon Helligkeitseinstellungen welche erlauben den Screen immer zu lesen. Ob das allerdings gut ist für die Batterie – wohl kaum. Was schon etwas stört ist, dass das Metallband regelrecht quietscht am Handgelenk – mal schauen, ich muss noch das Band kürzen lassen, vielleicht haben die Leute im Shop ja eine Idee wie man das weg kriegt, sonst muss ich selbst mit Silikonspray mal dahinter. Das hätte ich wahrscheinlich bei TAG Heuer nicht erlebt – und das läge nicht nur daran, dass die Uhr mit Silikonband geliefert wird ;-).

Ein bisschen muss man sich schon an Android Wear gewöhnen. Es kann so herrlich wenig und einige Dinge sind „einfach so da“ dass ich schon verwirrt bin. Eigentlich ist das etwas, was man von Apple erwartet – aber zumindest ich scheinbar nur dort. Dass Google das genau so gut auch kann ist für mich eine neue Erkenntis – und nach etwas Eingewöhnung eine freudige Überraschung.

Eine erster „Testtag“ – ein Sonntag mit knapp 4 Stunden Wanderung – hat die Uhr problemlos überstanden, der Akku war am Abend noch knapp 70% geladen. Mal schauen wie sich die nun kommende erste Arbeitswoche so machen wird. Wenn die Uhr jeweils vom Morgen bis zum Abend durchhält ist das OK für mich, mehr erwarte ich nicht.

Fazit: Als Spielzeug schon mal geeignet, obwohl es im Prinzip auf Grund der Google-Integration (mit Android Phone gekoppelt und bei Google angemeldet – ohne das dürfte die Leistung deutlich magerer ausfallen, ist aber systembedingt und hat nichts mit diesem Modell zu tun…) gar nicht richtig viel zu spielen gibt. Geht einfach – sofern man nach dem Auspacken zuerst mal die Anleitung liest. Die Erstberührung mit der Spezies ist also durchaus gelungen, die holprigen Passagen auf unstrukturiertes Vorgehen meinerseits zurück zu führen. Bin gespannt wie das auf die Dauer raus kommen wird……

Überwachungskameras im Garten…

Seit kurzem sind wir per Kamera überwacht, Zutritte in den Garten werden aufgezeichnet und alarmiert, permanente Aufzeichnung der Kamerabilder stellt sicher dass auch noch nicht Alarm auslösende Dinge aufgezeichnet werden.

Fort Knox in Bottmingen – was soll denn so was?? Wir sind nicht vom Verfolgungswahn getrieben und wird haben uns auch nicht gegen Einbruchstourismus gesichert sondern tatsächlich wollen wir wissen, wer bei uns im Garten manchmal Dinge „verändert“.

Unsere Kaninchen wurden in unserer Abwesenheit frei gelassen, nachdem wir den Stall mit kleinen Schlössern gesichert hatten wurde eines davon zerstört (ohne dass geöffnet worden wäre). Ein paar andere Dinge lassen den Schluss zu, dass sich manchmal Personen in unserem Garten befinden welche da nicht hin gehören.

Das ist in erster Linie irgendwie unangenehm, ich erachte das nicht als wirklich „gefährlich“ und fühle mich nicht nach Leib und Leben bedroht. Trotzdem konnte ich meine Neugier darüber, wer das sein könnte nicht weiter unterdrücken. Zusammen mit der neuen IT-Infrastruktur (NAS) hatte ich gute Voraussetzungen.

Ich bin im IT-Überwachungsbereich ein völliger Neuling – habe ich noch nie vorher gemacht. Die Software war im NAS verfügbar, also musste nur noch eine Kamera her. Wetterfest, klar, WLAN – logo, kann ja kein Problem sein – ist es auch nicht, aber überraschend teuer. Ein erster Kauf erwies sich als Flop weil nicht mit der Software des NAS kompatibel sondern ausschliesslich mit irgend welchen Apps, nichts zentral, immer „online“ -> und ich will ja wirklich nicht den ganzen Tag meinen Garten anschauen ;-).

Ich wurde bei Edimax fündig – für CHF 140.– wetterfest mit interessantem Konzept (Kamera aussen, dünnes Kabel nach innen, Stromversorgung und WLAN acces innen) welches bei uns gut gepasst hat. Die Teile innen finden gut irgendwo Platz, sind auch klein, die Durchführung der Kabel habe ich durch den Fensterrahmen realisiert (8mm Loch bohren, Kabel durch, Silikon und gut ist).

Die Kameras habe ich nach etwas Überlegung im ersten Obergeschoss montiert. Nicht (nur) wegen der Übersicht sondern viel mehr damit die nicht einfach zerstört oder abgedeckt werden können. Tagsüber sind die zu sehen (den im Prinzip notwendigen Sticker am Eingang dass es eine Überwachung gibt muss ich noch irgendwo anbringen) und nachts durch die Infrarotbeleuchtung fast noch besser. Ebenso ist natürlich das überblickbare Feld recht gut.

Erfahrungen – alles gut. Die Einstellungen sind bei solch einfachen Kameras (es gibt viel günstigere mit viel mehr Funtionen, das Killerkriterium ist „wetterfest“ -> und durchs Fenster funktionieren die Bewegungssensoren nicht wirklich….) eingeschränkt, deshalb bin ich aktuell mit der Bewegungsmeldung noch nicht zufrieden, muss das Bild nochmals etwas ändern weil die Bewegungsmeldung mehr oder weniger auf die Mitte des Bildes reagiert und aktuell habe ich am meisten Bewegung an den Rändern.

Alarme sind so eine Sache für sich – wenn wirklich mal was wäre bin ich natürlich froh „nur“ die Alarme anschauen zu müssen. Aber es gibt halt doch auch viele Fehlalarme (wie jetzt zum Beispiel Herbststürme mit Regen und Blättern…..). Heimlich in den Ausgang oder davon nach Hause geht bei uns jetzt auch keiner mehr (was genau genommen auch keine Einschränkung darstellt weil das so oder so nicht vorgekommen war).

Fazit: Wetterfeste Ausstattung ist relativ teuer, das Edimax Teil erachte ich als guten Kompromiss und es ist recht kompatibel. Das Bild mit 1280×720 Bildpunkten genügend, die Infrarot-Ausleuchtung relativ mager über ein paar Meter (Infrarot typisch ist natürlich das Standardbild recht dunkel, wenn sich darin aber jemand bewegt viel heller), nachts würde ich wohl nur Menschen die ich kenne identifizieren können. Ich fühle mich gut dabei und hoffe jetzt natürlich, dass ich mal jemanden „erwische“.

Erste Erfahrungen mit einem QNAP-NAS System

Ich habe vor ein paar Wochen entschieden, mein Windows Server muss jetzt weg. Benötigt zu viel Strom und viele Funktionen eines NAS benötigen schlicht zu viel Konfiguration (oder sogar Lizenzen und so Zeugs). Die Idee die Familie im Sinne einer Domäne zu organisieren hatte ich schon vor langer Zeit aufgegeben – zu wenig Nutzen, zu viel Erklärungsbedarf und Ärger.

Nach dem „Studium“ von google während ein paar Nächten ist der Entschluss gereift, dass es ein QNAP (TM) werden soll. Ganz konkrete Gründe hatte ich dafür nicht, Synology (TM) war aus meiner Sicht gleichwertig, also eine Art ein Bauchentscheid (habe ich schon mal gesagt, Bauchentscheide haben bei mir schon ein vernünftiges Gewicht ;-)).

Gekauft, eingebaut, konfiguriert – ich muss sagen, das ging tatsächlich recht fix. Dass ich das Teil in einer DMZ will und somit Router und Firewalls konfigurieren muss ist nicht relevant, das habe ich so gewählt und auch im Griff – das wäre für alle anderen Produkte identisch gewesen. Die Installation war also wirklich sehr einfach, die Disks habe ich wieder verwendet (jaja, vorher Backup, weil die Disks werden bei erster Nutzung im NAS wirklich initialisiert, sind also leer danach….). Für ein Backup in einer anderen Lokation habe ich mir noch ein kleineres NAS ebenfalls von QNAP gekauft für den Backup – dies löst meine Cloud-Backuplösung ab. Dieses zweite NAS war natürlich ideal als Backup-Device geeignet.

Das System sieht in der Zwischenzeit so aus: 3x2TB Harddisk in RAID 5 und 1x120GB SSD als Cache-Disk (das macht tatsächlich enorm viel aus in der Performance speziell wenn man zum Beispiel durch viele Fotos durch browsed). Backup wird auf das andere NAS in entfernter Lokation gemacht, ein Ordner wird synchronisiert (weil in beiden Lokationen ein Scanner zur Verfügung steht und somit die gescannten Dateien automatisch an beiden Orten verfügbar sind). Ebenfalls nutzen wir neu die „Surveillance-Station“ für die Überwachung unseres Gartens (dazu später noch mal mehr…).

Alles ging wirklich flott und fix. Wie immer als Unerfahrener Käufer habe ich ein paar Dinge, die nun nicht ganz perfekt sind. Ich habe mich für ein günstiges TS-431+ entschieden mit vier Disk-Plätzen. Mit meinen drei HDs kann ich also noch eine SSD einbauen – was es verunmöglicht einen Schreib-Cache zu machen (dafür will ein QNAP NAS aus Sicherheitsgründen zwei SSDs). Allerdings bin ich auch mehr oder weniger davon überzeugt, dass man auch mit einem AC WLAN nicht wirklich viel raus holen kann mit einem Schreibcache weil auch die Disk bringen so gegen 80MByte/S weg – das kriege ich nie und nimmer durchs WLAN.

Leider hat sich nun im Backplane des Gerätes ein Fehler eingeschlichen und die SSD ist weg. Mein Händler (ein Onlinehändler mit Sitz in Zürich – die Lieferung kam dann direkt von Katovice….) scheint jetzt auch ein bisschen besser aufgestellt zu sein für Verkauf als für eine Garantieleistung – das habe ich davon, ich habe den günstigsten gewählt und erhalte nun auch dazu passend Leistungen.

Fazit: Ich bin überwältigt von den Funktionen und der Einfachheit diese zu Nutzen. Die Performacne ist sehr gut und bei mir beschränkt durch den Zugriff über WLAN (das Gerät selbst ist natürlich per GB-Lan angebunden). SSD Caching lesend hat trotzdem Vorteile weil zum Beispiel die Vorschaubilder wohl gespeichert werden und viel schneller verfügbar sind als direkt vom RAID5-Disksystem. Ich kann das allen nur empfehlen – heute würde ich ein 5 oder 6 Disk System kaufen. Wie das mit der Garantie noch weiter laufen wird bin ich gespannt – wahrscheinlich muss ich das Gerät nach Katovice senden und kriege es nach 3 Monaten wieder….selber schuld halt.

Global denken – lokal handeln…

Ich habe eine interessante Bar-Diskussion geführt die ich hier festhalten möchte (nachdem ich sicher bin, dass ich das immer noch als gutes Framework erachte mit 0.0 Promille :-)). Ich war schon immer ein Verfechter des lokalen Einkaufens. Wir als Familie versuchen immer so viel wie möglich lokal einzukaufen – nicht für ein paar Franken Einsparungen nach Deutschland zu fahren, dabei im Stau feststecken und uns ärgern darüber.

Das funktioniert aber bei weitem nicht für alle Artikel da wir nicht in einer Stadt wohnen. Die Gemeinde in der wir wohnen bietet einiges, aber sehr vieles halt auch nicht. Bisher war das für mich der Schnitt – entweder ich kriege das lokal oder irgendwo, ein binärer Entscheid. Nun zur etwas ausgeklügelteren Theorie.

Es ähnelt einer Zwiebelstrategie, einfach von innen heraus. Wenn ich was brauche, dann schaue ich in der Gemeinde in der ich wohne zuerst ob das verfügbar ist. Sollte das verfügbar sein, kaufe ich das oder lasse mir eine Offerte zukommen. Wenn ich nun die Offerte als zu hoch beurteile kann das zwei Gründe haben. Hierzulande hat man oft das Gefühl, dass es für einen zu hohen Preis angeboten wird. Es könnte aber auch sein, dass ich mir das Produkt zu den Konditionen die im Land korrekt sind schlicht nicht leisten kann. Um dies zu überprüfen schaut man über die Gemeindegrenzen hinaus, nicht aber über Landesgrenzen.

Auf diese Weise lässt sich einfach heraus finden, ob mein Einkommen oder meine finanziellen Möglichkeiten den Kauf dieses Produktes zu einem fairen lokalen Preis ermöglicht. Der faire und lokale Preis kann bei weitem höher sein, als der günstigste Marktpreis. Fair bedeutet dabei nämlich für mich, dass der Produzent oder Verkäufer eine Chance hat, in der Schweiz zu leben – nicht reich zu werden, aber zu leben. Dass dies teurer ist als schon im benachbarten Ausland ist klar, weltweit sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz mit am höchsten. Nebenbei – dies hat einen direkten Zusammenhang mit unseren hohen Löhnen ;-).

Sollte es nun das Produkt bis an die Landesgrenzen nicht geben erweitert man den Kreis nach Europa. Dies weil die nachbarschaftlichen Beziehungen einfach wichtig sind und alle benachbarten Nationen irgendwie voneinander profitieren. Bei uns somit naheliegend in Deutschland und Frankreich zu schauen. Dies passiert erst bei der Bedingung lokal nicht erhältlich! Nun gut, ich will hier nicht Heiliger spielen – wenn ich merke, ich kann mir das in der Schweiz nicht leisten und will es aber trotzdem gebe ich mich auch mal flexibel ;-).

Nach den Nachbarländern kommt Rest-Europa, danach die Welt – und bei vielen Dingen würde man ohne vorher aus dem Kaufvorhaben auszusteigen fündig in China. Deshalb ist die Reihenfolge hier wichtig. Nach jeder Abklärung gilt es zu entscheiden – suche ich weiter. Dies immer im Bewusstsein, dass ich meinem direkten Umfeld nicht wirklich damit helfen werde.

Mir scheint, als dass wir lieber in irgend welche karitativen Projekte investieren anstatt unseren Nachbarn im Dorf ein gutes Leben zu ermöglichen. Das ist irgendwie einfach falsch. Die Gier nach günstigen Produkten hat in den grenznahen Orten sogar schon zu Frust geführt. Wir erlauben also dem Händler im Ausland ein besseres Leben und mit unserem Spargedanken schwächen wir die Nachbarn. Oder wir schicken vor Weihnachten Geld an irgend welche Hilfswerke und sind beruhigt, geholfen zu haben. Gleichzeitig schliesst die Bäckerei im Dorf – die ist aber selber schuld, zu hohe Preis, zu kleine Auswahl usw…..

Fazit: Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass mein Gehalt wenn immer möglich im eigenen Land wieder unter die Leute gebracht werden müsste. Nur dort stimmt das Verhältnis von Einkommen zu Leistung. Überall sonst wo wir einkaufen ist es nur billiger, weil wir im Verhältnis zu viel verdienen. Ich kann nur alle ermutigen, lokal zu denken und zu kaufen wenn immer möglich. Auch ich habe meine Grenzen. Oft gibt es in der Schweiz zusätzliche Vertriebskanäle welche Produkte hierzulande um 30 oder mehr Prozent verteuern – das stimmt dann einfach nicht mehr. Aber es gibt viele faire Angebote, diese sind manchmal oder oft teurer als im benachbarten Ausland – aber das passt schon!

Amerika hat einen Präsidenten, und …

…das ist jetzt erstmal das Wichtigste überhaupt. Ob dieser Präsident nun „der Richtige“ ist oder nicht, das will und vermag ich nicht zu beurteilen. Was ich sicherlich nicht gut finde ist seine Art und Weise mittels Hass und Rassismus (..die Frauen liebt er ja, da weiss ich nicht genau was das bedeutet bei ihm…) zu Stimmen zu kommen. Ebenfalls ist natürlich nicht wirklich gut, dass er nicht die Mehrheit des Volkes hinter sich hat, sondern nur die „richtigen“ Staaten gewonnen hat, aber all das ist dem für mich kurios anmutenden amerikanischen Wahlsystem geschuldet.

Nun hat der Präsident der USA die Möglichkeit, sich zu beweisen. Dass es nicht gehen wird mit den Aussagen aus dem Wahlkampf dürfte auch ihm durchaus klar sein. Zu Beginn war ich gar nie ganz sicher, ob der das wirklich ernst gemeint hat oder ob das im Sinne „hey, nehmt doch mich als Präsident“ gedacht war und als es plötzlich Anhänger gab erst der Entschluss kam, das mach ich doch tatsächlich. Von mir erhält er die Chance sich zu beweisen – auch wenn ich ihn nie und nimmer gewählt hätte sondern in „den anderen nicht wirklich süssen Apfel“ gebissen hätte.

Wenn man das genau betrachtet ist er ja jetzt erst mal für 2-3 Jahre Präsident. Natürlich ist er auch für vier Jahre gewählt, aber irgendwann im dritten Amtsjahr wird aus meiner Sicht die politische Aktivität komplett eingebremst durch den wieder aufkommenden Wahlkampf. Im letzten halben Jahr der ersten Amtszeit geht ja gar nichts mehr. Was da abgeht ist aus meiner Sicht nur noch peinlich – eine unvergleichliche Show welche Unmengen an Geld verschlingt (diesmal habe ich irgendwo 2.7 Milliarden US-Dollar gelesen – wie genau diese Zahlen stimmen ist in der Grössenordnung eigentlich egal..) und im Prinzip nichts zu den eigentlichen Wahlen beiträgt.

Diesmal bin ich der Meinung sieht man das sehr gut. Im Wahlkampf (so viel wie ich davon gesehen habe) hatte Frau Clinton zu allen Fragen mehr oder weniger einen verständlichen Plan, politisch durchdacht und vernünftig formuliert. Gewonnen hat aber „ähm“ – auf derart viele Fragen gab es keine Antworten, deshalb wahrscheinlich auch die Unsicherheit für viele Gegenparteien – was wird er wirklich tun?

Aber tatsächlich bin ich etwas genervt vom amerikanischen Wahlkampf und dem Wahlsystem. Es bindet viele Ressourcen und es verbrennt völlig unnötig Unmengen an Geld. Dazu kommt, dass ein Präsident wenn er noch ein zweites Mal gewählt wird maximal etwa 6 Jahre Präsident sein kann. Den Rest der Zeit muss er sich um seine eigene Wiederwahl kümmern. Gerade für die zweite Amtsperiode ist das ganze noch skuriler – da weiss man ja schon, wie der Präsident agiert, man könnte dem Volk einfach überlassen zu entscheiden, ob es so weiter gehen soll oder nicht.

Das Ganze System macht für mich keinen Sinn – und ich überlege mir auch wie es kommen kann dass bei einem derart grossen und aus meiner Sicht intelligenten Volk am Ende diese zwei Kandidaten übrig bleiben konnten. Hat das Land wirklich nicht mehr zu bieten?

Jetzt hören wir natürlich auch wieder die Parolen „nur wenn es wirklich rumpelt kann es auch zu Veränderungen kommen“ und so weiter. Nicht zu selten hört man das auch als Management Prinzip – Change bedeutet Chance…hmm. Kleiner Exkurs meinerseits dazu. Die Chance im Change (und noch mehr in der Krise) habe ich immer als eine Teilmenge der Krise oder Veränderung gesehen bisher. Auf der Strecke von der Veränderung oder der Krise hin zur Chance geht oft einiges zu Bruch. Natürlich, von neu an beginnen kann die beste Chance überhaupt sein – aber unten anfangen braucht zuerst mal viele Opfer und ist nur als langfristige Überlegung wertvoll. Zurück zum amerikanischen Präsidenten – er hat erst mal etwa drei Jahre Zeit diese Veränderung einzuleiten – leider ist das recht unrealistisch, selbst wenn er eine zweite Amtszeit hinkriegen würde. Also kann er auch nicht zerstören sondern muss die langfristigen Programme des Landes zumindest zum Teil auch weiter voran treiben.

Es gäbe für Nationen natürlich Varianten um von vorne zu beginnen – dies bräuchte aber eine mehr oder weniger komplette Zerstörung (Deutschland – aus dieser Sichtweise durfte – musste neu beginnen zum Beispiel und hat viel draus gemacht; Bei diesem Beispiel wird mir wohl niemand widersprechen wenn ich sage, das hat viele Opfer mit sich gezogen und hat lange gedauert..). Ich sehe dies jetzt nicht wirklich als Option…..

Fazit: Der amerikanische Wahlkampf gehört in der Art verboten und das Geld gespendet. Ob Trump auf die Geschichte Amerikas Einfluss hat oder wie gross dieser sein wird muss sich jetzt zeigen – er ist da nicht allein der Herscher, auch wenn er so rüber kommt und die Medien das jetzt auf diese Weise aufbauschen. Spannend wird sein, wie viel Geschirr er am Ende bereit ist zu zerschlagen um die teils radikalen Meinungen durchzusetzen oder zumindest Akzente zu setzen. Die Welt wird voraussichtlich nicht unter gehen und all die Reaktionen an Aktienmärkten usw. zeigen mal wieder, worum es dort eigentlich geht – um Spekulation, um Glücksspiel in Reinkultur – einfach leider weltweit erlaubt!

 

Sollten wir Schweizer uns langsam…

…überlegen wen wir ausreisen lassen? Haben wir unter Umständen Probleme mit Leuten, welche aus unserem Land ausreisen – und dann zu allem Elend erst noch nicht dort bleiben wo sie hin gepilgert waren sondern wieder zurück kommen? Eine kuriose Idee…ich spreche von unseren sehr erfolgreichen Exporten in vornehmlich deutsche (weil das da mit der Sprache recht gut klappt vermutlich) Talksendungen!

Meine beiden grössten Lieblinge haben wir dort bewundern dürfen und ihnen zuhören, wie die Schweiz mit ihrer tollen direkten Demokratie glänzt und wie sie die Sieger sind in dem Spiel. Köppel (mehrfach – und wir haben ihn immer wieder einreisen lassen auf dem Rückweg, eine Chance verpasst) und Mörgeli (auch den liessen wir bisher immer wieder rein).

Ich habe ja tatsächlich meinen Spass daran den zweien zuzuhören – aber nicht in politischen Sendungen im Ausland oder nur dann, wenn es nicht darum geht einen rechten Standpunkt zu vertreten. Die Meinungen die da vertreten wurden kamen als „Meinung in der Schweiz“ rüber was erstens nur zum Teil stimmt und zweitens halt immer flankiert wird von anderen Meinungen. Die sprachgewaltigen und recht stark rechts liegenden Politiker sind weit weg vom Durchschnittsrechtswähler – was auch gut ist.

Nun haben wir noch eine Dame (zumindest muss man das annehmen, sehen konnte man davon ja nichts) in eine deutsche Sendung geschickt, welche mehr oder weniger ausgesagt hat, dass in Syrien alles recht gut läuft und man durchaus dorthin gehen soll – auch oder gerade als junge Frau. Also ich weiss nicht so recht. Ich bin in keiner Weise der Meinung, dass in diesen Menschen das Böse und nur das drin steckt – ganz und gar nicht. Ob es aber wirklich das richtige ist für eine junge Frau, das würde ich doch anzweifeln.

Nun, wir haben also in letzter Zeit zu bester Sendezeit im Deutschen Fernsehen ein Bild vermittelt welches stark rechtslastig ist und nun haben wir als demokratisches Land noch einen drauf gegeben mit stark radikalisierten Meinungen. Ist es wirklich dieses Bild, welches wir nach aussen abgeben wollen? Aussenwirkung – Aussenbild -> alles egal! Können wir das so sagen? Die Frage ist natürlich rhetorisch, ich weiss nicht, ob wir das so sagen KÖNNEN sondern ich weiss nur, dass ich das nicht so sagen WILL!

Ich möchte viel lieber die Werte der Schweiz – die durchaus heimatlich, traditionell und politisch rechts geprägt sein dürfen – die überall vertreten sind nach aussen tragen. Wir sind doch im Grund recht angenehme Zeitgenossen, viele von uns sehr offen, viele intelligent und sorgfältig (jetzt war es aber mal an der Zeit für ein Klischee), kreative – ganz viele gute Eigenschaften.

Natürlich repräsentieren auch solchen Menschen unser Land im Ausland. Sehr viele sogar und machen sich einen guten Namen dabei. Allerdings ist das natürlich meist nicht für die Massen geeignet, diese Menschen machen ja meist Dinge von denen Otto Normalverbraucher wie ich nichts versteht. Diese Leute mag ich, die zeigen die Schweiz wie sie sein kann.

Fazit: Ich möchte nicht enden wie die Gallier, ausser es gibt immer Wildschwein am Spiess und ich bin im Zaubertrankfass fast ertrunken :-)! Ich weiss um die Meinungsfreiheit und natürlich war da nichts dabei, was irgend jemand (gar der Staat am Ende) hätte verhindern müssen oder können. Trotzdem fand ich den Auftritt, und ich habe nur wenige Minuten davon gesehen, nicht gut und als Schweizer müssen wir uns das halt jetzt anhören. Sollten nicht-Schweizer mitlesen, keine Angst, es gibt VIELE andere …..

Also ich finde Salt gut ….jetzt…

Seit vielen Jahren schon bin ich Orange (heute Salt) Kunde. Es gab Zeiten, da war das nicht wirklich ein Vergnügen, zu Beginn der Ära Orange war das Netz in der Schweiz nicht wirklich toll. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass „damals“ (tönt wie wenn es hundert Jahre her wäre, es sind aber vielleicht 10 oder so) noch mehrheitlich telefoniert wurde mobil und es auch in dem Sinne noch keine Smartphones gab oder diese erst langsam am Kommen waren.

Ich habe auch das eine oder andere Gerät von Orange damals gekauft (das gab es tatsächlich noch, Geräte die das Branding des Anbieters drauf hatten – ich glaube in einigen Märkten gibt es immer noch solche Dinge, ich sehe bei uns keine solchen Angebote mehr), speziell die „SPV“ Linie von Windows Phones. Heute ist Windows Phone ein sehr gutes mobiles Betriebssystem, damals wurde das Grab dazu geschaufelt. Ich weiss von einem Geräte das ich hatte (und die waren damals richtig teuer) da durfte man sich nicht bewegen während des Telefonierens, sonst ist das abgebrochen. Genau dafür hat man natürlich ein mobiles Gerät gekauft….

Mit Orange ging es aber danach was das Netz anging immer bergauf – was die Administration anging leider genau in die andere Richtung. Administration und Support waren wirklich mangelhaft. Allerdings muss ich zugeben, ich habe keinerlei Referenz wie es bei anderen zu und her geht. Wenn man die Blogs und Meldungen im WEB liest bekommt man das Gefühl, dass alle Anbieter nichts verstehen von Kundenservice. Ich glaube da eher an eine schweigende weil zufriedene Mehrheit von Kunden. Wenn sich das linear verteilt, hätte Swisscom weitaus am meisten zufriedene Kunden.

Wieso hat man eigentlich damals Orange gewählt oder heute Salt? Wegen des Preises natürlich. Die Preise sind unschlagbar und wesentlich günstiger als die Konkurrenz. Wieso sollte man da denselben Service erwarten? Ist ein BMW gleich gut wie ein Dacia – in den Rahmenbedingungen schon (ist ein Auto, hat vier Räder, fährt, ist wasserdicht usw…), im Detail aber doch deutlich anders. So nehme ich den schlechteren Service wie auch vielleicht das schlechtere Netz gerne in Kauf, die Einsparungen auf finanzieller Seite rechtfertigen diese Einschränkungen längst.

Das Netz – hmm – ich sitze in zwei Büros in Zürich, in beiden habe ich mit Salt denselben Empfang wie mit Swisscom, beide besser als Sunrise (die an einem Ort gar kein Netz bieten obwohl sehr nahe an der Stadt Zürich dran). In den Bergen – in der Nähe grösserer Ortschaften immer mindestens gleich gut wie Swisscom – ausserhalb wird das dann schon enger. So lange noch Verkehrswege oder grössere Dörfer zu finden sind gibt es auch noch Netz, danach schon etwas früher nicht mehr als bei Swisscom. Allerdings; Auch diese Netze ziehen sich nicht flächendeckend über die Schweiz. Gerade in den Alpen kommt es immer mal wieder vor dass man „ums Eck“ geht und gar keinen Empfang mehr hat.

Aus Netzwerksicht für mich also alles paletti, keine Reklamationen. Service und Administration haben wir eigentlich keinen Kontakt mehr – was immer ein gutes Zeichen ist. Das war zuvor aber wirklich mehr als nur mühsam. Falsche Rechnungen mehr oder weniger immer, Abmachungen aus Verträgen nicht eingehalten usw. Ich bin aber der Meinung, dass sich das massiv verbessert hat.

Fazit: Wenn man billig kauft muss man akzeptieren, dass man in gewissen Bereichen vielleicht auch billig bekommt. Trotzdem kann billig in dem Fall noch günstig sein. Mittelmässige Qualität zu minimalem Preis ergibt ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als unter Umständen maximale Leistung zu maximalem Preis. Und schlecht ist die Leistung von Salt in keiner Weise, ich fühle mich nur äusserst selten eingeschränkt und meist habe ich dann keine echten Vergleichswerte. Mein früheres Swisscom-Prepaid Handy zum Biken habe ich weg geworfen, brauchts nicht mehr….

Moderne Fussgänger-Ampelsteuerung…

An vielen Fussgängerampeln gibt es Schalter an denen man seinen Wunsch die Strasse zu überqueren mittels drauf drücken äussern kann. Mit etwas Glück und gutem Willen springt dann die Fussgängerampel zeitnah auf grün. Diese Schalter waren bislang Drücker aus Alu, so richtig stabil. Man hat da einfach mit der flachen Hand oder mit was auch immer drauf gehauen und wenn nicht sofort grün wurde wie eine wilder weiter drauf eingetroschen.

Nun wurde das alles modernisiert. Die Schalter reagieren auf Berührung (Touch-Schalter), man muss nicht mehr drauf hauen. Das sieht alles weiterhin sehr stabil aus, somit kann man wahrscheinlich auch drauf hauen weiterhin – nur muss man nicht. Ebenso wird mittels Leuchtring angezeigt, ob schon jemand gedrückt hat oder nicht.

Diese Anzeige des Status finde ich ja schon mal ganz okay, das passt irgendwie. Allerdings hat mir diese auch nie gefehlt – das Verhalten war immer klar. Einmal drauf hauen – warten – wenn nichts geschieht, weiter drauf hauen. Jetzt weiss man dass schon jemand gedrückt hat und wartet artig. Oder haut man trotzdem auch drauf wenn nicht schnell genug grün wird? Also ich gehöre zu denen, die weiterhin drauf hauen, davon kann mich auch der leuchtende Ring nicht abhalten.

Ich glaube sogar, es gab auch früher solchen Schalter die noch einen Leuchtbalken drauf hatten, bin mir aber nicht ganz sicher.

Alles gut, oder? Tatsächlich war alles gut bis jetzt die kalte Zeit angebrochen ist. Um gefahrlos und rechtlich korrekt eine Strasse mit einer solchen Ampel zu überqueren muss man jetzt die Handschuhe ausziehen – weil durch die Handschuhe durch registriert der Sensor nicht, dass jemand etwas möchte. Es heisst also zur Ampel kommen, mindestens einen Handschuh herunter oder ausziehen und drauf drücken.

Wo ist da nun der Fortschritt  – nirgends. Sieht irgendwie moderner aus, ist in der Bedienung aber eher nachteilig. Ob es wohl billiger ist solche Schalter herzustellen? Wahrscheinlich schon weil sie ja keine mechanischen Teile mehr beinhalten. Diese Metallteile dürften schon ein bisschen was gekostet haben früher.

Fazit: Manchmal waren die „alten“ Lösungen einfach besser. Jetzt gibt es neue/andere Lösungen die in dem und jenem Fall nicht wirklich funktionieren. Selbst wenn man Geld gespart hat damit finde ich das ist an der falschen Stelle gespart. Bin ja gespannt ob Kinder im Winter die Handschuhe ausziehen werden oder einfach versuchen die Strasse mit warmen Fingern zu überqueren. Früher ging beides, heute muss man wählen…….

Für einmal Lob für die InterGGA….

..oder für Quickline, welche den Service liefert. Als in unserer Region der übergeordnete Provider (in „Besitz“ einiger Gemeinden) ausgetauscht wurde kam es zu kommunikativen Katastrophen und auch der einen oder anderen Falschaussage in Bezug auf die gebotenen Leistungen für unser Geld. Einige – ich auch – kamen eigentlich nicht so günstig wie vorher zu denselben Leistungen (darüber habe ich schon einmal geschrieben).

Zu Beginn diesen Jahres wurde dann grossartig verkündet, dass man die Leistung der Abos verdoppelt (Internet Durchsatz) – leider waren damals nur die „grossen“ Abos dran, auch darüber hatte ich schon berichtet. Im September nun liess der ehemaligs Provider eine kleine Bombe platzen und hat die Abos überarbeitet. Mein 50/5 Mbtit Internetabo kostet CHF 50.–/Monat beim aktuellen Anbieter, beim ehemaligen würde das noch CHF 25.–/Monat kosten, schlicht die Hälfte.

Ob das zu grossen Diskussionen der Benutzer geführt hat mag ich nicht zu beurteilen. Was ich aber bemerkt habe war, dass irgendwie seit Anfang dieser Woche der Durchsatz meines 50/5 Abos plötzlich 100/10 war. Keine Ankündigung, keine Änderung auf der Webseite – nichts. Einfach mehr Leistung. Ich habe dann mal gedacht – Schnauze halten und geniessen, vielleicht handelt es sich ja um einen Konfigurationsfehler ;-). Allerdings war das sehr unwahrscheinlich, da es das 100/10 Abo bisher gar nicht gab (50/5 oder 200/20). In der Zwischenzeit stehen diese Werte auch auf der Webseite der InterGGA und der Quickline.

Vielen Dank dafür, 100Mbit war schon immer eigentlich meine „Wunschleitung“ – nicht wegen der 100Mbit sondern wegen den 10Mbit Upload. Jetzt habe ich diese Leistung gekriegt, der Anbieter hat eigentlich nichts anderes gemacht als die Ankündigung von Anfang Jahr wahr gemacht für alle Abonnenten, also auch diejenigen der kleineren Leitung.

Konkurrenz belebt das Geschäft, das scheint sich hier mal wieder zu bewahrheiten. Ich könnte mir natürlich auch vorstellen dass ich mit meinen Gedanken (wieso sollte ich wenig Aufpreis bezahlen … 15.–/Monat…um 200/20 zu erhalten die ich dann im Download mit 75% meiner Geräte nicht nutzen kann) nicht alleine war und einige Reklamationen beim Anbieter eingetroffen sind diesbezüglich.

Fazit: Mir gefällt das, beim bisherigen Anbieter müsste ich für dieselbe Leistung CHF 45.–/Monat bezahlen, also nur unwesentlich weniger. Die Leistung kann aktuell auch abgerufen werden – allerdings gibt es natürlich weiterhin im Downloadbereich aktuell nicht allzu viele Server welche einen 100Mbit Stream zulassen. Aber auch Zeitungen und Shops mit all ihren Bildern laufen eindeutig schneller (was immer wieder überraschend ist, weil die Bandbreite eigentlich auch vorher schon nie benutzt wurde – allerdings fällt das meist statistisch runter und die Nutzung stösst punktuell immer mal wieder an ihre Grenzen).