Musik tönt „gut“, woran liegt es..

Ich beschäftige mich schon seit langem mit Hifi, mit Lautsprechern, Verstärkern und anderen Dingen aus diesen Abteilungen. Früher hatte ich dazu auch sehr viel Testberichte gelesen und einige „Testsieger“ mir auch immer wieder angehört. Und da ist mir aufgefallen, es gibt Testsieger (in allen Sparten) mit 100 Punkten die gefallen mir auch und es gibt Testsieger mit 101 Punkt, da konnte ich das Resultat nicht nachvollziehen.

Nach vielen Jahren jetzt bin ich mir sicher, was die Gründe sind wann die Klangwiedergabe für mich gut ist und wann eben nicht. Ich bin überzeugt davon, dass das Rhytmusgefühl, wenn man bei Technik davon sprechen kann, das hauptsächliche Kriterium für mich darstellt. Die Musikwiedergabe muss immer in sich rhythmisch bleiben. Tönt jetzt irgendwie steril, aber ich kann das noch etwas genauer machen.

Es gibt viele Lautsprecher (als heute prominentes Beispiel sehe ich da Sonos, Bose oder auch viele TV-Subwoofer-Sets) die bei den Bässen eher auf fetten Klang, also tiefe, träge Bässe die alles vibrieren lassen. Das macht bei Filmen absolut Sinn. Beim Film dient der Ton und vor allem die Geräuschkulisse zu Ereignissen eher als Zusatz. Das Haus fällt zusammen, der Subwoofer lässt den Boden erzittern – passt! Bei Musik gefällt mir das aber nicht allzu gut.

Bei Musik mag ich es, wenn Bässe (und von den Bässen her kommt halt 90% des Rhytmusgefühls) sehr sehnig wirken. Klar umrissen, wenn ich die Saiten der Bassgitarre höre und wenn die Bespannung grosser Trommeln mit vibriert – und nicht einfach nur mürrisch vor sich hin brummelt. Technisch gibt es sehr viele Möglichkeiten das zu erreichen, grundsätzlich auch wenn das abstrakt tönen mag braucht es ein perfekte Wiedergabe im Hochtonbereich. Alles was vom Bass kommt hat auch „Geräusche“ im Hochtonbereich und diese nehmen wir viel besser wahr!

Nach all den Jahren auch mit Boxenbau habe ich das mehr oder weniger im Griff. Man kann anhand der verwendeten Lautsprecher und der Gehäusekonstruktion schon so einiges ableiten. Alu-Hochtöner, Alu-Bass, Bassreflex-Konstruktion, 100 Franken pro Stück – wird sicher reichen um das Gehör mittels kreischen nachhaltig zu schädigen. Sonst…wahrscheinlich eher Fehlanzeige. So gibt es einige Extreme. Es gibt aber auch Hersteller, die sich einem ähnlichen Klang verschrieben haben und das auf durchaus verschiedenen Preisniveaus.

Wenn ich in ein Geschäft oder eine Bar komme kann ich mit recht grosser Wahrscheinlichkeit sagen, was da läuft. Schön weich, bassig und bei den Stimmen etwas dünn ist in vielen Fällen eine Bose Anlage mit den ultra kleinen Lautsprechern und zentralem Subwoofer. Dieser kann richtig Dampf, da hört man meist aber auch wo der versteckt wurde. Gefällt mir meist nicht – der Klang. Wenn dort JBL Control (eine Legende unter den Lautsprechern für solche Einsatzzwecke) läuft, dann tönt das ganz anders. Viel lockerer, Bass nur dann fett, wenn er auch fett auf dem Tonträger mit drauf ist und sonst schön satt und federnd. Keine teuren Lautsprecher, für mich bringen sie aber den richtigen Kompromiss.

Bei den Kopfhörern (für zu Hause wie auch für das Smartphone) gibt es eigentlich nur AKG, die machen auch genau das, was ich will.

Eigentlich ist alles ganz einfach. Was auf dem Tonträger drauf ist sollte genau so an meinem Gehör wieder ankommen. Ob das geht – ich weiss es nicht, es würde aber 10tausende Kosten.Trotzdem sollte die Kette immer das versuchen und nicht irgendwo etwas ein bisschen zu „verbessern“. Früher schwärmten viele für Röhrenverstärker weil sie vor allem bei der Stimmwiedergabe so schön seidig waren. Alles im Prinzip kein Thema. Wenn die Stimme seidig war, diese richtig aufgenommen wurde und danach über die richtige Kette läuft kommt immer noch seidig raus. Wenn Gekreische raus kommt hat was an der Kette nicht gepasst. Korrekturen sind immer heikel, sie verfälschen das Gesamtbild, die gesamte Tonalität und den Rhythmus.

Fazit: Ich will Musik genau  so hören, wie sie aufgenommen wurde. Weil ich mir das nicht leisten kann und das unter Umständen auch gar nicht möglich ist, versuche ich dem nahe zu kommen mit Komponenten,  welche nichts auszubessern versuchen sondern möglichst einfach das versuchen wieder zu geben was auf dem Tonträger drauf ist. Da ist zum Beispiel immer der richtige Rhythmus mit drauf und den sollte man nicht mit fetten Bässen oder anderen Weichzeichner „verbessern“. Die Zeit der Euqalizer an den Verstärkern (meist zum Glück sogar den Bass/Treble Reglern) haben wir so langsam hinter uns und das ist gut so.

PC-7 Kunstflugstaffel fliegt nicht…

…am nächsten Skirennen in Crans Montana – ich bin entgeistert! Nicht weil die nicht fliegen, sondern weil das wohl tatsächlich in den Überlegungen mit drin war, dass die dort fliegen könnten.

Der Reihe nach. Die PC-7 Staffel ist eine Kunstflugstaffel der Schweizer Armee. Es fliegen nur absolute Profipiloten mit vielen Flugstunden auf eben dem Flugzeugmuster Pilatus PC-7, ein einmotoriges, Propeller getriebenes Trainingsflugzeug. Diese Staffel hat unzählige Auftritte hinter sich und ist natürlich um ein Vielfaches günstiger zu betreiben als die „echte“ Staffel, die Patrouille Suisse welche mit echten Kampfjets fliegt.

Trotz aller Professionalität haben die Piloten dieser Staffel an der Ski-WM in St. Moritz so richtigen Mist gebaut. Ein Flugzeug flog zu tief und hat ein Kabel einer beweglichen Kamera des Fernsehens nahe beim Zielraum durchtrennt. Die Kamera ist darauf hin in den leeren Pistenauslauf gefallen. Dass nichts passiert ist nehmen ich mal einfach so zur Kenntnis. Die Staffel flog also ihre Darbietungen im Zielgelände zur Bespassung des Publikums. Anders als an Flugtagen sind die Leute aber nicht wegen einer Fliegerstaffel dort vor Ort sondern wegen Sport. Ob so was dann überhaupt da hin passt oder nicht, das sollen andere entscheiden, ich persönlich finde nein.

Ganz sicher aber ist, dass die Leute die zu Flugshows gehen sich dessen zwar sicher nicht alle bewusst sind, aber doch alle ein gewisses Restrisiko akzeptieren. Zu oft hat es bereits Unfälle auch mit Zuschauern gegeben als dass man einfach wegschauen könnte. Bei Besuchern eines Skirennens sieht das ganz anders aus, die nehmen Risiken wie das Ausrutschen im Schnee auf dem Hin- oder Rückweg, keineswegs aber Unfälle mit Fliegerstaffeln.

Die Staffel ist zu tief geflogen. Nun gibt es Diskussionen unter Fliegerfans, ob das Seil wohl zu hoch gehangen sei und ob die Kommunikation von SRF (Schweizer Fernsehen) und der Staffel wohl funktioniert habe. Kann ich alles nicht nachvollziehen. Selbst dann, wenn das Seil 10m höher hing hätte das in einem Briefing auffallen müssen oder die Sicherheitsreserven hätten das so oder so auch her geben müssen. Ob das Seil nun wirklich so viel höher hing dass es ein Problem war…..hmmm. Profis die sich immer wieder Geländesituationen anschauen und diese beurteilen müssen hätten das wirklich nicht bemerkt?

Ich glaube an den einfachen menschlichen Fehler. Wenn die Formation etwas zu tief anfliegt (und das entscheidet mehr oder weniger einzig und allein der, der zuvorderst fliegt) passiert das. Tief fliegen erhöht das Spektakel – von mir aus an Flugshows, aber sicher nicht an Shows bei denen nur Sportfans anwesend sind.

Die Medien haben nicht alles herunter gespielt und durchaus erkannt, dass dies eine sehr heikle Situation war. Trotzdem hat man in der Schweiz (ganz anders in Österreich) das Problem auf die Kamera beschränkt die runter gerissen wurde. Natürlich hätte die mit etwas Pech einen oder mehrer Menschen auf der Tribüne schwer verletzen oder gar töten können. Allerdings gab es da ja auch noch das Fluggerät. Trainingsflugzeuge sind mehrheitlich nicht dafür gebaut, Stahlkabel zu durchtrennen.

Wenn man sich die Bilder ansieht, welche die Staffel zeigt im Flug in Richtung Tribüne und die dann rechts und links ausbrechenden Flieger (von denen der eine das Kabel gestreift hat) kann man auch mit dem Phsyisk-Grundkurs an der Abendschule allein in etwa abschätzen, in welche dynamische Richtung die Kraft auf den Flieger wirkte in dem Moment. Geradeaus auf die Tribüne zu mit vielen Menschen besetzt.

Fazit: Flugdarbietungen gehören entweder auf Flugshows (und auch da bitte mit Sicherheitsmargen) oder verboten. Dass hier Leute in eine Gefahr gebracht wurden die eine Sportparty feiern wollen ist aus meiner Sicht unverzeihlich – auch wenn mir klar ist, dass die Piloten so was nicht extra machen und im Prinzip ihr Handwerk verstehen. Es zeigt den schmalen Grat bei diesen Vorführungen. Dass die Staffel am nächsten Skirennen nicht fliegt erachte ich vor der Klärung als selbstverständlich. Es gibt dafür auch verantwortliche Personen, ich wünschte mir, dass diese dafür grade stehen müssen (und dies sind nicht zwingend – aber sicher auch – die Piloten).

Persönliche Versöhnung mit dem Schweizer Stimmvolk…

…ja, wir sind halt doch intelligente Menschen und wir wissen welche Privilegien wir haben mit der Demokratie und all den verschiedenen Meinungen die dadurch vertreten sind. Unsere rechteste Partei (Regierungspartei, nicht in der Regierung vertreten gibt es natürlich noch viel rechtere Gruppierungen) die SVP hat bei den letzten Wahlen gewonnen, recht deutlich sogar.

Das hat an zwei Punkten zu sehr interessanten Phänomenen geführt. Einerseits hat man nach dem Sieg das für die Partei wichtigste Dossier nicht verantwortlich übernommen sondern bei der linken Bundesrätin belassen. Aus meiner Sicht war die Partei da nicht gut beraten, ich als „normaler“ Bürger hätte erwartet dass nach dem Sieg die volle Verantwortung übernommen wird in einem der Kernthemen des Wahlkampfes. Gut, hat man nicht gemacht.

Was für mich schlimmer war, man hat sich als „die Sieger“ bezeichnet und wurde so ein bisschen überheblich. Darüber habe ich mich schon genügend ausgelassen, das will ich auch nicht aufwärmen. Weil man also die Verantwortung im Asylbereich nicht übernommen hat, hat man Leute wie mich beruhigt, was aber nichts bringt, ich habe vorher und werde nachher niemanden wählen auf Grund seiner Parteizugehörigkeit, ob links ob rechts. In Sachfragen sehe ich auch keinen Grund einer Partei nachzuhängen, da entscheide ich frei von der Leber (und manchmal meine ich sogar ich könne mir eine Meinung erlauben).

Was aber noch deutlicher wurde jetzt ist, man hat die eigenen Wähler enttäuscht. Diese wollten härtere, konsequentere Umsetzungen, speziell die Umsetzung der „Masseneinwanderungsinitiative“ wurde nicht wirklich hart bearbeitet, man hatte es ja auch nicht in der Hand. Dies sitzt wohl dem einen oder anderen Parteiwähler recht tief, obwohl ich noch keinen gefunden habe welcher sich dazu bekennt. Die haben ihre Chefs jetzt gleich mit abgemahnt mit Dingen, bei denen sie in der Sache nie und nimmer so hätten abstimmen dürfen wären sie auf Parteilinie geblieben.

Das Resultat bei der vereinfachten Einbürgerung überrascht mich nicht, ob sich deshalb viel mehr einbürgern lassen wollen wird sich noch zeigen. Nur die dritte Generation profitiert wirklich davon und von denen hätten auch viele bereits die „normalen“ Bedingungen erfüllt. Dass eine Kampagne mit einer Burka gegen diese Initiative eher nicht zielführend ist kann ich nachvollziehen, wer gelesen hat um was es geht wird merken; Personen die Burkas tragen sind eher nicht viele betroffen. Egal, der Initiant findet das Plakat noch heute gut – obwohl sogar seine Wohngemeinde (in der er seit 2006 Gemeindeammann ist – und Millionär) dagegen gestimmt hat.

Die Unternehmenssteuer Reform war da schon ein anderes Kaliber. Klar, die linken Parteien haben die bürgerlichen mit den eigenen Waffen geschlagen, sie haben mit der Angst gespielt, mit der Angst, dass der normale Bürger dadurch weniger Geld zur Verfügung haben wird. Die Zahlen die dieser Reform zu Grunde lagen stammen ja alle aus einer mehr oder minder trüben Glaskugel, was da wie raus gekommen wäre weiss keiner. Aber man hat es geschafft und einige konnten gleich noch „den ihren“ eines auswischen für die etwas feige Variante der Ämterverteilung in der Regierung.

In solchen Fragen stelle ich mir immer wieder die „Trump Frage“ (die ich natürlich erst vor kurzer Zeit mit diesem Namen versehen konnte); Wieso meint immer die Mittelschicht oder sogar die ärmeren Menschen, dass sie ihr Glück bei den Millionären (oder Milliardären) finden wird? Ist es wirklich so, dass Unternehmer und Millionäre sich um mich kümmern werden wenn es hart auf hart geht? Tatsächlich kann ich die Angst nachvollziehen bei einer Steuerreform bei der voraussichtlich weniger Geld von den Firmen gekommen wäre. Werden dann die Wirtschaftsbosse (..und auch die, die gleichzeitig noch politisch aktiv sind…) ihren Geldbeutel öffnen und schauen, dass es allen wieder gut gehen kann? Ich bin da sehr skeptisch – ach was, ich bin eigentlich überzeugt, dass das nicht geschehen wird.

Fazit: Das Schweizer Stimmvolk hat Augenmass bewiesen und hat auch gezeigt, dass es nicht gewillt ist zu hohe Ansprüche an die Alleinherrschaft (oder in dem Fall die „Einparteienmeinungsherrschaft“) zu akzeptieren und hat eine Lektion erteilt. Eigentlich macht es das immer wieder, nur meist werden Linke und Grüne dabei gemassregelt. Für einmal war es umgekehrt, und das erst noch zu Themen, bei denen die Bürgerliche eigentlich immer gewinnt. Nichts mit Rechtsrutsch im Volk, wir wollen der Sache helfen und nicht den Parteien, das ist gut so!

 

„Der Bestatter“ – mehr davon bitte!

Meine Lieblingskrimis lassen mich ein bisschen im Stich im Moment. Beim „Tatort“ geht es in letzter Zeit fast nur noch um Flüchtlinge und Problematiken im Umfeld – einmal von der Seite „alles erlogen“ das andere Mal von der entgegengesetzten „alles böse was von aussen kommt“. Falls es mal nicht um Flüchtlinge geht ist meist Klamauk angesagt, was ich als besser bewerte aber auch etwas ermüdend. Es gab ein paar wenige die wirklich gut waren in letzter Zeit.

„Der Bulle von Tölz“ – ja, den gibt es schon seit längerem nicht mehr, da werden seit Jahren Wiederholungen gesendet und die kenne ich nun so langsam. Alle amerikanischen haben so etwas steriles, zwischendurch mal ganz interessant aber halt so extrem weit weg davon dass man die ernst nehmen könnte (eine viele Jahre alte Wasserleiche liegt zwischen drei hübschen, geschminkten Blondinen im High-Tech Saal und dort finden die ein Sandkorn mit einer dermassen seltenen Erde dran die es nur auf ca. 5m2 der USA gibt, da fährt man hin und findet den Mörder … oder so).

Nun hat die Schweiz „versucht“ da mitzumischen und ich kann nur sagen; ein VOLLER Erfolg. Die Serie „Der Bestatter“ hat – das zeigt auch die Tatsache, dass sich die Serie verkaufen lässt – absolutes Weltniveau! Durchaus skuril, gute Bücher, gut aufgenommen, allein der Vorspann hat höchstes Niveau. Vielleicht muss man das alles schon ein bisschen relativieren. Es geht hier um eine Krimiserie und nicht um die hohe Kunst des Filme Machens. Aber dafür ist das alles echt gut.

Was macht es aus – Charaktere die durchaus natürlich sind, nicht enorm überzeichnet, die in die falsche Richtung denken. Keine Computer die mittels etwas Hokuspokus Tatort, Täter, Zeugen, Tatwaffe und Zeitpunkt und weitere Informationen im Detail ausspucken wenn nur die Zeit genug fortgeschritten ist. Kein „Überkommissar“ der im letzten Moment sagt, wo zu suchen ist (dann rennen, fahren und fliegen etwa 200 Einsatzkräfte dorthin und siehe da, er hatte recht) wie zum Beispiel der „CSI Level III-M Supervisor, Director oft he Miami Crime Lab, Mr. Horatio Caine himself“! Obwohl seine schräge Kopfhaltung um diese Erkenntnisse jeweils zusammen zu führen natürlich schon was hat…..

Natürlich ist es auch mal entspannend solche Filme in der „eigenen Umgebung“ zu sehen. Das gefällt mir auch beim CH-Tatort, man kennt die Spielorte halt mehr oder weniger. Auch bei Büchern finde ich das sehr angenehm wenn die in oder um Orte handeln, die man kennt. Für das Kopfkino ganz gutes Futter, wobei manchmal natürlich etwas einschränkend wenn eine beispielsweise sehr dramatische Schilderung einer Örtlichkeit die bekannte Realität vielleicht ein bisschen übertrifft. Da verschwindet natürlich ein Teil der Dramaturgie dann in der Realität.

Fazit: Ich finde „Der Bestatter“ ist das Beste was an Serien aus der Schweiz kam soweit ich mich erinnern mag. Allerdings bin ich absolut KEIN Serienmensch und schaue äusserst wenige oder keine. Im Krimibereich war „24“ irgendwie mein Einstieg in Serien, und diese ist auch heute noch irgendwie der Massstab. Eine Schande dass das Fernsehen diese Serie – so meine ich gelesen zu haben – jetzt einstampfen will. Aber klar, alles hat einmal ein Ende, auch wenn es erfolgreich ist (ausser die Lindenstrasse natürlich….).

 

Virenscanner braucht es keine mehr…

….zumindest hat das ein ehemaliger Entwickler so in die Presse raus posaunt. Natürlich hat er dies sehr differenziert betrachtet, allerdings dürfte das nur solchen Leuten auch wirklich klar gewesen sein was damit gemeint ist welche sich so oder so schon mit der Materie auseinander setzen. Für alle anderen war die Aussage natürlich auch nicht wirklich „gefährlich“ weil er erwähnt hat, dass man „nur den Windows Defender“ einschalten muss und gut sei – eigentlich auch nichts anderes als ein Virenscanner.

Ich wollte selbst schon mal einen Bericht zu einem solchen Thema schreiben, habe mich aber immer in den Details verzettelt und den einfach gelöscht. Ich bin gar nicht prinzipiell gegen seine Meinung, Virenscanner im traditionellen Sinne braucht man a) nur noch auf Systemen welche keine eingebauten Mechanismen mit sich bringen und b) nur noch, wenn die Infrastruktur diese Überprüfungen nicht schon genügend macht (also alle zu Hause zum Beispiel).

Allerdings ist die Aussage in ganz eine andere Richtung gefährlich. Klassische Virenscanner erkennen bereits bekannte Dinge. Irgendwo ist etwas passiert, das wird den Virenscanner beigebracht und wenn dasselbe wieder vorkommt findet der Virenscanner das. Das ist heute tatsächlich nicht mehr state-of-the-art sondern eher eine Art „Basis-Schutz“. Viele Systeme beschäftigen sich seit langer Zeit damit, das Verhalten der Systeme zu überprüfen und zu beurteilen, ob das was auf dem System passiert „normal“ ist (oder erscheint) oder ob das „merkwürdig“ scheint. Dies ist eine wesentliche Erweiterung gewesen weil so auch Dinge erkannt werden, die man nicht kennt im Voraus. Nachteil; bis die Systeme intelligent genug sind braucht es Lernphasen und während diesen kommt es häufig zu Fehlalarmen.

Wieso kam der eigentlich auf die Idee, das zu behaupten? Die Grundlage seiner Aussage war, dass die Systeme an sich sicher gemacht werden müssen. Dass es überhaupt nichts nützt wenn man Virenscanner auf unsicheren Systemen verwendet. Unsicher in dem Zusammenhang bedeutet, dass die Systeme sogenannte Vulnerabilities besitzen – Schwachstellen die von den Bösen ausgenutzt werden können. Es wäre also tatsächlich richtig, falls alle geschriebene Software auf der Welt in Bezug auf Sicherheitsaspekte fehlerfrei wäre. Leider ist das ganz und gar nicht so. In den Top Ten der fehlerhaften Software (je nach Quelle unterschiedliche Zahlen, aber immer in etwas dieselben Reihenfolge…) ist Windows 10 auf Rang 2 mit knapp 180 gefundenen Schwachstellen 2016 und MacOS neuste Version auf Rang 1 mit etwa 250. Wenn man dabei noch beachtet, das hier viele ältere OS nicht mehr untersucht werden – gute Nacht.

Dass diese Software plötzlich ohne Schwachstellen ausgeliefert werden ist schlicht nicht realistisch, vielleicht auch gar nicht möglich. Deshalb bleibt ein Schutz auch weiterhin eine gute Sache. Der Windows Defender ist schon mal ein guter Ansatz wenn man noch weitere Schutzmassnahmen versucht anzuwenden. Beim Mac gibt es ebenfalls mehr als genügend Gratis-Tools die aus meiner Sicht besser sind als nichts.

Am aller wichtigsten ist das ständige Updaten der Systeme! In fast jedem Update von Apple oder Microsoft stehen Lösungen für die verschiedensten Schwachstellen mit drin. Nichts ist grundsätzlich effizienter als aktuelle Systeme mittels Updates immer auf dem neusten Stand zu halten.

Ich selbst verwende tatsächlich auch „nur“ den Windows Defender (auf Macs gar nichts – da müsste ich vielleicht nochmals über die Bücher..) zusammen mit einem speziellen DNS Dienst (OpenDNS www.opendns.com) um die Sicherheit so einigermassen im Griff zu haben und erst noch Seiten auf Grund von Kategorien (wie zum Beispiel bekannte Schadseiten) oder Verhaltensmustern zu sperren. Ich glaube, für mich als Privatanwender zusammen mit einer „gescheiten“ Firewall (das bieten heute die meisten Provider schon quasi als „Vorfilter“) genügt das.

Natürlich greifen Virenscanner sehr tief in die Systeme ein –gibt es beim Virenscanner Lücken können diese tatsächlich entscheidenden Zugriff bieten in Bereich, die man damit eigentlich schützen wollte. Ebenso hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Integration in Systeme in der Tiefe auch zu Problemen führen kann die im Alltag stören wie zum Beispiel langsame oder abstürzende Rechner. Mit den aktuell meist vorhandenen, grosszügigen Ressourcen sind diese Probleme etwas in den Hintergrund gerückt.

Fazit: Keine Virenscanner mehr zu verwenden und diese als Problem anstatt als Lösung darzustellen greift etwas zu kurz. Für alle, die sehr genau wissen was sie tun und die sich auch um weitere Massnahmen ausgiebig kümmern kann das tatsächlich eine Option sein. Die paar Lücken die ich durch Virenscanner allerdings erhalte sind m.E. vernachlässigbar wenn man die löchrigen, uns zur Verfügung stehenden Betriebssysteme anschaut. Ausgenommen davon sind leider keine Systeme, die Mär dass hier der eine oder andere Hersteller besser ist gilt als bestätigt.

 

Haben wir heute zu schnell zu viele „Informationen“?

Viel hört man darüber, dass die Medien heute manipulativ seien, dass sie Unwahrheiten verbreiten oder Dinge auf ihre Überzeugung und Gesinnung hin zu Recht biegen. Ich glaube auch, dass das stimmt. Selbst habe ich die eine oder andere Pressemitteilung im Originalwortlaut gesehen vor dem Versand. Was danach in den Medien gedruckt wurde war entweder genau das oder es wurde angereichert und abgeändert. Die Anreicherungen waren meist spekulativ, die Änderungen meist reisserisch. Man hat die Sache versucht grösser zu machen als sie ist. Nun waren dies meist recht emotionslose Mitteilungen über Tatsachen. Da erlebt man wahrscheinlich nur die Hälfte dessen, was zum Beispiel aus Pressekonferenzen heraus kommt.

Es liegt in der Natur dass ein Journalist seine persönliche Einstellung, Meinung und Erfahrungen in seine Artikel mit einbringt. Deshalb wird das was ich (als Beispiel) sage auch nicht bei jedem gleich ankommen und jeder wird wenn er es aufschreiben muss etwas anderes schreiben. Ganz egal wie präzise ich dabei bin, es wird nicht ein Resultat entstehen sondern mehrere die deutlich unterschiedlich sein können.

Trump ist überzeugt davon, dass die Medien es schlecht wollen mit ihm. Ich glaube nicht, dass das stimmt. Viel eher glaube ich, dass je extremer und von mir unverrückbarer definiert die Aussagen sind, desto grösser wird die Abweichung in der Berichterstattung. Durch extreme Haltungen ruft man viel mehr Gegenwehr ab und bewegt sich viel stärker in Richtung emotionaler Berichterstattung. Dies kann durchaus 180 Grad in die von mir gewollt Richtung gehen! Je extremer man agiert und berichtet, desto extremer werden die Unterschiede werden. Genau das ist ja auch ein Grund um extreme Darstellung zu wählen, man will Emotionen wecken die man mit den reinen Fakten nicht wecken könnte.

Hinzu kommt, dass dies nicht nur vom Überbringer der Nachricht bis zu den Medien so passiert, sondern in gänzlich gleicher Form noch einmal beim Konsumenten der Information. Einer erzählt was, ein anderer interpretiert und schreibt und ich lese und interpretiere. Dabei kommt eine lustige Mischung auf, am Ende bin ich wahrscheinlich tatsächlich mehr beeinflusst von dem was ich gelesen habe als von dem, was tatsächlich gesagt wurde.

Wenn ich heute an „Medien“ denke die mir Information (aktuelle) überbringen denke ich meist an online Medien. Diese Medien sind schnell, sehr schnell. Einige davon aus meiner Sicht durchaus zu schnell. Wie oft werden Mitteilungen ohne redaktionelle Arbeit veröffentlicht welche über irgend einen Informationsticker rein kommen welche dann gleichen Tags wieder revidiert oder relativiert werden müssen? Früher war nicht alles besser, dass aber das was in der Zeitung stand von Menschen recherchiert und nachgeprüft wurde bevor gedruckt (zumindest oft) war meines Erachtens tatsächlich besser. Deshalb „verlasse“ ich mich auch heute noch auf die Radio-Nachrichten von SRF, auch wenn ich andere Informationskanäle nicht ignoriere.

Dieses viel zu schnelle „informieren“ führt zu falschen Informationen. Alles halb so wild, wird ja korrigiert, oder? Wahrscheinlich recht oft, aber liest das dann jeder noch oder kann die „Korrektur“ überhaupt auf die Schnelle einer zuvor erfolgten falschen oder nicht ganz richtigen Information zugeteilt werden? Die „Korrekturen“ sind nicht offensichtlich, es gibt einfach neue Informationen zum selben Thema..

Fazit: Online Medien sind schnell und gut um Dinge rasch zu übertragen. Um Informationen zu einem Thema zu erhalten welches mir wichtig ist oder erscheint warte ich gerne auch mal ein paar Stunden oder Tage ab und lese dann, wie sich die Berichterstattung entwickelt hat. Genau hier bin ich dann wieder extrem froh über online Recherchemöglichkeiten, das gab es früher nicht und das ist viel besser heute.

 

Braucht man Touchscreens überhaupt….

…klar doch – lautet die Antwort bei Smartphones und Tablets. Darüber lohnt es sich wohl kaum zu diskutieren. Interessant ist aber doch, dass der „Erfinder“ des Smartphones (Apple) bei seinen Notebooks weiterhin auf einen Bildschirm ohne Touch-Funktionalität setzt. Die müssen ja wissen, ob man so etwas braucht oder nicht, oder?

In unserem Haushalt sind zwei PCs mit Touchscreens ausgestattet. Einer davon ein Hybrid-Ding, ein Notebook bei dem eigentlich alles im Bildschirm-Teil drin steckt – diesen kann man von der Tastatur trennen und als Tablet benutzen. Bei diesem Modell (Acer Aspire Switch 10) frage ich mich allerdings, ob es sich nicht doch eigentlich um ein Windows Tablet mit einer Zubehörtastatur handelt. Grundsätzlich ist die Frage im Windows Umfeld so oder so nicht sonderlich interessant weil das Betriebssystem auf Tablets und auf PCs identisch ist. Als zweites Modell kommt ein Lenovo Yoga 2 Pro zum Einsatz. Dies ist von der Konzeption her ein komplett anderes Gerät. Der Bildschirm ist integriert und mittels massiver Scharniere mit der Tastatur (welche hier alle Dinge wie Prozessor, Disk Akku usw. enthält) verbunden. Alles lässt sich übers die Kante komplett umbiegen so dass ein – schweres – Tablet entsteht.

Wie nutzt man diese PCs – eigentlich meist beide wie ein Notebook und nicht wie ich die Nutzung eines iPads erlebe. Vor allem bei dem Lenovo Gerät habe ich die Option diesen umzuklappen noch fast nie benutzt. Nun könnte man ganz einfach zum Schluss kommen, dass einmal mehr Apple die Dinge richtig sieht. PCs werden nicht als Tablets genutzt, selbst wenn das technisch möglich wäre und deshalb braucht es auch keinen Touchscreen. Ich bin der Meinung, weit gefehlt!

Tatsächlich habe ich neben dem Touchscreen auch weiterhin eine Maus stehen. Mit dieser bediene ich das Gerät in vielen Fällen. Allerdings benötige ich dazu mehr oder weniger die linke und gelegentlich die rechte Maustaste. Alle weiteren Funktionen von Mäusen wie das Zoomen oder verschieben von Fenster, schliessen von Programmen mache ich alles über den Touchscreen. Speziell das Zoomen ist ein echter Gewinn für einen PC wenn das über den Touchscreen gemacht werden kann.

Wenn ich umsteige auf Geräte, welche das nicht können bin ich immer ein bisschen frustriert und tappe auch mal mit dem Finger auf die Bildschirme bis ich das merke. Zugegeben, ich habe keine Erfahrung mit einem „echten“ Office PC mit fetten Bildschirmen. Ob ich da auch „touchen“ würde – ich denke schon, habe aber nirgends Zugriff auf einen solchen PC. Umsteigen kann hier also auch immer bedeuten auf ein Apple Gerät – und es ist auch dort so, eigentlich würde es helfen.

Wieso macht gerade Apple diesen Schritt nicht – keine Ahnung. Auch in der Windows Welt gibt es noch sehr sehr viele Geräte die diese Funktion nicht kennen. Im Umfeld eines erbitterten Preiskampfes kann ich mir da noch eher Gründe vorstellen. Was aber sicher mit ein Grund ist, zumindest Windows 10 wurde konsequent für die Nutzung auf Tablets und PCs (theoretisch gar Phones) entwickelt und ist bereit dafür, OSx eher nicht. Da wird auch die Nähe zu UNIX/LINUX im Kernel nicht wirklich hilfreich sein, auch in der Fraktion gibt es erst wenige Systeme die zuverlässig und umfangreich Touch-Funktionen zur Verfügung stellen.

Müssten denn alle Geräte über Touchscreens verfügen oder bestehen auch Nachteile? Ich persönlich sehe keine Nachteile. Gut, dass man ständig Fingerabdrücke auf der Scheibe hat dürfte bei Hochglanz-Bildschirmen tatsächlich etwas mühsam sein. Allerdings habe ich mich in der Vergangenheit auch an wirklich dicke Staubschichten gewöhnt und vielleicht ist das auch mit Fingerabdrücken irgendwann so. Mein Mobile putze ich auf jeden Fall nicht ständig und störe mich trotzdem nur selben an Abdrücken. Exkurs: Auf meinem Lenovo (matter Bildschirm) kann man schön beobachten was man wirklich per Touchscreen bedient und was nicht. Die per Touch bedienten Orte auf dem Bildschirm sind staubfrei dafür fettig, der Rest des Schirmes umgekehrt – lecker sage ich euch!

Fazit: Wo ich die Möglichkeit habe verwende ich den Touchscreen ob ich nun arbeite an dem Gerät oder ob ich andere Dinge mache. Als Ersatz für die Maus oder gar für die Tastatur ist der Touchscreen so oder so nicht geeignet, viele Funktionen sind aber sehr viel komfortabler zu bedienen. Ich habe mich sehr daran gewöhnt und hoffe, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis sich die Bedienung durch Touchscreens durchsetzen wird auch bei PCs. Okay, noch mehr wünschte ich mir eine sehr gute Gestensteuerung bei welcher das Berühren des Bildschirms nicht mehr notwendig ist, keine Fettabdrücke mehr! Oh, wenn ich schon an den Wünschen bin, der PC könnte natürlich auch einfach das machen, was ich will ;-), Gedankenübertragung statt Maus und Tastatur (da könnte ich mir spannende Situationen vorstellen, man schreibt einen Brief und draussen geht eine hübsche Frau im Minirock vorbei……was würde da wohl alles in meinem Brief stehen ;-))

 

Bei den Reifen sparen ist…KEINE….

….gute Idee! Im letzten Jahr habe ich Winterräder für mein Auto bestellt mit Pirelli Winterreifen – die leider nicht drauf gepasst haben. Da ich nicht ganz sicher war was mit dieser Investition passiert (ob ich auf den Kosten sitzen bleibe oder nicht – um hier konkret zu sein) habe ich bei der korrekten Ersatzbeschaffung natürlich versucht, etwas Geld zu sparen. Tatsächlich boten sich die Reifen dabei an, bei der Felge selbst war nicht allzu viel Spielraum vorhanden.

Mir war klar, ein Billigprodukt aus China soll das auf keinen Fall sein. Schon in Testberichten kann man nachlesen, dass die wirklich nicht gut funktionieren und in einigen Situationen wohl durchaus als gefährlich bezeichnet werden dürfen. Da ich bei jedem Wetter fahre bin ich schon ein bisschen darauf angewiesen dass der Kontakt zur Strasse mehrheitlich bestehen bleibt. Deshalb habe ich mich für ein Produkt eines renommierten, günstigen Herstellers entschieden. Tests durchaus „in Ordnung“ (nicht super, aber annehmbar), Preis auch – also montiert die Gummis.

Die ersten Fahrten waren absolut normal. Winterreifen auf trockener Strasse, die Geräusch anders als vorher mit den Sommerreifen (nicht wirklich lauter, aber tatsächlich anders) – ansonsten nichts zu spüren. Einmal Gas geben in einer engen Kurve – oh, schon etwas anders als mit den Sommerreifen (fairerweise erwähne ich hier, dass wegen meiner Felge im Sommer immer Reifen montiert werden müssen vom Format her welche auf vielen Sportwagen auch drauf sind – also eher auf Grip als auf Laufleistung und Spritverbrauch ausgelegte Gummis) aber durchaus in Ordnung. Ist ja auch klar, dass sich das nicht gleich anfühlen kann.

Nach ein paar Trockenfahrten kommt der Regen – auf der Autobahn. Alles recht normal soweit, Blinker stellen, Ausfahrt nehmen, Linkskurve, eng, lang…….und doch etwas grössere Augen als normal hinter dem Steuer. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass der Unterschied in dem Moment derart gross wird. Ich war weit weg davon heraus zu finden, was es vertragen kann bei Nässe – ich bin nur ganz normal durch die Ausfahrt gefahren. Dies gilt zumindest für die Geschwindigkeit.

In der Zwischenzeit ist klar, wenn es nass ist muss man gänzlich andere Masstäbe ansetzen um mit solchen Reifen zufrieden zu sein und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Billigstreifen – welche in allen Tests auch auf meine einen deutlichen Rückstand aufweisen – überhaupt zu fahren sind oder ob man das nicht verbieten sollte. Was nützen uns all die Assistenzsysteme, wenn der Gummi dann nichts auf den Boden kriegt? Gut, man kann anders rum argumentieren – die Antriebsschlupfregelung habe ich eigentlich erst mit diesen Winterreifen „kennen gelernt“ – mit den Sommerreifen habe ich diese gar nie benötigt.

Schnee – da ist wieder alles gut, da hatte ich wieder immer ein gutes Gefühl, Schnee ist halt rutschig aber da hat sich alles in etwa so verhalten, wie ich das auch erwartet habe.

Somit habe ich Winterreifen, welche im Schnee (die gute Nachricht) ganz gut sind, welche bei warmem und kaltem trockenem Wetter (na ja, da wäre auch der Sommerreifen gar nicht so schlecht….) auch ganz gut sind aber leider bei Nässe spürbar wenig Grip bieten. Ich glaube nicht, dass die Bremswege wirklich viel länger sind als bei anderen, wenn man aber auf der Autobahn mal in die Bremsen steigen muss fährt man ein bisschen Schlangenlinien – in Kurven sind ganz klar die Grenzen des fahrbaren deutlich tiefer als mit Sommerreifen.

Die Krux nun – ich habe keinen Vergleich zu anderen Winterreifen an diesem Auto. Wenn ich aber den Unterschied mit früher vergleiche glaube ich schon, dass das kein guter Kauf war. Nicht gut weil wir in der Schweiz da wo ich rum fahre – also in tiefen Regionen, nicht in der Schweiz – nass-kalt als Winter verstehen und nicht Schnee.

Fazit: Auf das Gefühl bezogen ist es erschreckend wie viel schlechter ein durchaus als mittelmässiger Reifen bekanntes Produkt daher kommt als ein Markenprodukt (…von den paar einschlägigen, als sehr gut (und teuer) bekannten Marken) hat mich doch ein bisschen überrascht. Mag ja durchaus cool sein mal mit einem kleinen Heckschlenker aus dem Kreisel raus zu fahren, das geht ohne grosses Motor heulen einfach so – Notbremsungen (die es halt auf der Autobahn immer mal wieder geben kann) treiben den Puls allerdings auf ein unnötig hohes Niveau. Die nächsten Reifen werden wieder „richtige Marken“ sein…..

 

Die „wahre“ Freundschaft…

Ein Begriff, welchen ich immer wieder höre und mich auch zwischendurch immer mal wieder frage, was ist das überhaupt? Es muss ja schon mal eine „Freundschaft“ sein, das heisst Frau und Kinder kommen für die „wahre Freundschaft“ irgendwie nicht in Frage, zumindest nicht so lange man diese noch liebt. Stimmt das – ja, für mich glaube ich schon. Wenn ich jemanden liebe und irgendwann nicht mehr habe ich es nie geschafft (…gut, auch gar nie versucht…) daraus eine Freundschaft werden zu lassen – nach der Liebe kommt für mich eigentlich „nichts“ mehr, auf jeden Fall keine wahre Freundschaft.

Was kann es dann sein – erst letztlich wieder durfte ich das erleben, was ich wohl die wahre Freundschaft nenne. Wir hatten Besuch aus Australien – ein „ehemals“ sehr guter Kollege von mir kam mal wieder in die Schweiz auf Besuch und für einen Abend auch bei uns vorbei. Dies passiert nur alle paar Jahre mal – was auch an uns liegt, wir könnten ja auch nach Australien auf Besuch, ich glaube, wir würden immer gerne empfangen werden dort.

Was macht es nun aus, dass ich diesen Abend im Sinne „wahre Freundschaft“ zitieren möchte? Es ist die Selbstverständlichkeit die es ausmacht. Man sieht sich und man spricht – man macht keine Aufarbeitung der letzten Jahre oder Monate – man spricht über das jetzt! Einfach so – wie man das früher immer gemacht hat. Ich weiss sehr viele Dinge seiner vergangenen Jahre nicht und das gilt auch umgekehrt, und trotzdem ist es eine Vergangenheit die gar nicht zu existieren scheint. Die Zeit zwischen den Wiedersehen wird schlicht ausgeblendet.

Das fühlt sich extrem gut an und kommt bei einigen Personen bei mir so an – ich gebe zu, das sind nur wenige – sind das dafür „die Richtigen“? Wahrscheinlich schon – zumindest ist ganz sicher, dass nie Dinge vorgefallen wären, die der eine oder der andere nicht akzeptieren könnte. Da geht es jetzt auch nicht darum zu akzeptieren, dass der eine mal ein Bier (oder vier) zu viel kippt und im Ausgang peinlich wurde – um das wegzustecken reicht es ein „guter Kollege“ zu sein da braucht es keinen wahren Freund! Es müssten wohl fundamentale Werte sich derart verschieben, dass man auf dieser Ebene nicht mehr kompatibel ist – würden wahre Freunde zu mir kommen mit ganz neuen Gesinnungen die ich nicht nachvollziehen kann würde man darüber sprechen – ich könnte mir aber vorstellen dass so etwas daran rütteln könnte.

Braucht es für wahre Freundschaft Nähe – nein, ich bin entschieden dagegen dass es das braucht. Ich selbst bin unglaublich schlecht darin Freundschaften über Distanz zu pflegen. „Kollegen“ und „normale Freunde“ würde man definitiv aus den Augen verlieren. Aber nicht alle….

Hinzu kommt (und darüber habe ich auch schon mal in Bezug auf die Kinder geschrieben), dass sich dieses Gefühl auf die ganze Familie „übertragen“ hat – ich mag die ganze Familie – und nicht einfach weil es die Familie meines Freundes ist, sondern weil es einfach so ist. Ich darf wohl sagen, dass das auch umgekehrt stimmt.

Fazit: Es ist schön zu wissen und immer wieder erfahren zu dürfen, dass es Menschen gibt die sich einfach tiefer in der Seele verankern und deren Freundschaft nicht auf Verhalten (was er/sie tut, wie er/sie etwas tut und so weiter) zurück zu führen ist sondern einfach auf die Tatsache, dass man ist wie man ist und das irgendwo zusammen passt. Dass ich das auch bei meiner Frau so sehe ist irgendwo ein Beweis (und somit ein Widerspruch zu meinen ersten Sätzen), dass die Liebe ähnlich wirken kann.

 

Tun, was man versprochen hat….

…Trump macht es, ist es denn in jedem Fall auch richtig? Ich will das jetzt nicht auf Trump beziehen, dazu gibt es schon viel zu viele Meinungen und auch ich habe eine, die nicht wirklich „diskutierbar“ ist. Für mich nicht diskutierbare Meinungen schreibe ich hier aber nicht auf, die diskutiere ich ausschliesslich bei einer Flasche Wein oder ein paar Bier (so kommt dann irgendwann auch die philosophische Komponente noch mit dazu …). Zurück zum Thema – wie wichtig ist es, Versprechen die man macht auch zu halten?

Oje, eine grosse Geschichte das Ganze. Grundsätzlich würde ich sagen, es ist extrem wichtig Dinge die man versprochen hat auch einzuhalten – Punkt! Nun ist es aber doch so, dass dies vielleicht nur in einer eins zu eins Beziehung und im privaten Bereich so ist – na ja, auch im geschäftlichen Umfeld in gewissem Masse. Privat – keine Frage. Versprechen gehören gehalten oder bestenfalls in Absprache verändert. Sollte meine Familie das lesen werde ich wahrscheinlich weit unten durch müssen weil ich ein „Familienversprechen“ bis heute nicht gehalten habe (…Schlittschuhfahren wäre es….), aber das ist dann halt so, da muss ich dann durch. Alternativen gäbe es ja, ich könnte das Versprechen einfach einlösen. Aber grundsätzlich lege ich viel Wert darauf, dass gemachte Versprechen auch gehalten werden.

Das Wesen des Versprechens ähnelt so ein bisschen der Drohung. Ein Versprechen sollte immer auch einlösbar sein – wie eine Drohung die man immer auch in die Realität umsetzen können muss um damit jemanden zu erreichen. Gerade bei Drohungen in Zusammenhang mit Kindererziehung hört man immer wieder Dinge, die man als Eltern so oder so nicht wird umsetzen können – die Drohung bleibt somit wirkungslos. Versprechen haben einen ähnlichen Charakter – vielleicht ist eine Drohung so oder so eine Art „Versprechen“ – ein Versprechen auf Vergeltung oder Strafe halt.

Im Geschäftsbereich bin ich auch der Meinung, dass ehrlich am längsten währt. Da gibt es aber natürlich Einschränkungen wie strategische Geheimnisse oder Entscheidungswege. Durchaus kann es mal aussehen als ob Versprechen nicht eingelöst werden, dies aber schlicht viel länger dauert als erwartet oder aber von höherer Stelle – oft auch auf Grund veränderten Umfeldes – abgeklemmt wird. In solchen Fällen würde ich aber auch nicht davon sprechen, dass Versprechen nicht eingelöst werden. Es gab halt Hemmnisse welche nicht zu überwinden waren, was soll man da noch tun. Geschäftlich ist somit eigentlich die Kommunikation das wichtigste Mittel – wenn etwas versprochen und nicht gehalten wird war das in meiner Erfahrung immer halb so wild wenn alle wussten warum das nicht gehalten wurde.

Politisch sieht das aus meiner Sicht alles ein wenig anders aus. Es gibt die Phase des Wahlkampfes. In dieser Phase bin ich über jede extreme Meinung oder Haltung froh weil sie für mich immer eine Art Maximum darstellt. Wenn ich diese Partei wähle, erhalte ich das; Dabei wissend, dass es zu Abschwächungen in der Umsetzung kommen wird. Das „Versprechen“ gleicht hier aus meiner Sicht eher einer Absichtserklärung und einer Anzeige der allgemeinen Richtung, die man gehen will. Genau auf diese Art finde ich das auch gut, speziell in demokratischen Staaten in denen nicht eine Meinung – auch wenn sie mehrheitsfähig ist gemäss Wählerstimmen – beachtet werden muss. Mir wird klar gesagt wohin diese Person arbeiten wird und mit welchen Positionen sie versucht einen Kompromiss zu finden. Dies führt dazu, dass ich schon recht quer durch die Parteien gewählt habe einfach weil ich die Meinung eines einzelnen gerne vertreten gewusst hätte.

Alleingänge wie die des amtierenden Präsidenten der USA haben auch meiner Sicht zwar mit dem Einhalten von Versprechen zu tun aber nur sehr wenig mit Demokratie. Ich bin weiterhin hoffnungsvoll und überzeugt, dass sich das etwas glätten wird. Die Grundtendenzen werden selbstverständlich bestehen bleiben – diese hat man zusammen mit seiner Person gewählt und sind jetzt zu akzeptieren. Ich würde deswegen Kontrollen an Demonstrationen einführen und überprüfen, ob alle die nun demonstrieren auch abgestimmt haben – wer nicht abgestimmt hat, hat auch kein Recht darauf dagegen zu sein (ok, sonst bin ich eigentlich gegen extreme Lösungen ;-)).

Fazit: Das mit den Versprechen ist so eine Sache. Im privaten Umfeld gibt es keine Alternative als sich an gemachte Versprechen zu halten. Im geschäftlichen Umfeld sehe ich das gleich – allerdings gibt es verständliche Gründe wieso man Versprechen unter Umständen mal nicht halten kann, in den Fällen entscheidet die Kommunikation. In der Politik will ich eigentlich nicht, dass Versprechen (aus dem Wahlkampf) erfüllt werden. Diese Versprechen dienen mir mehr dazu zu sehen, was ich erhalten würde, wäre dieser Mensch alleine an der Macht – daraus kann ich für mich dann einen Mix ableiten der meine Interessen vertreten könnte. Was Trump aktuell macht mag in der Sache teilweise sogar akzeptabel sein, die Art und Weise wirkt für mich aber verstörend.