Schottland – Wetterbericht…

Nach dem mehr oder weniger grossen Fiasko vor zwei Jahren mit dem Sommerurlaub in Dänemark haben wir uns in diesem Jahr für Schottland und England entschieden. Das tönt natürlich so ein bisschen „vom Regen in die Traufe“ – trotz allem war alles ganz anders.

Grundsätzlich war schon mal die Einstellung zum Thema ganz anders. Baden, nein, wird nix – zwei Wochen Sonne, nee, wird ebenfalls nichts. Schön warm und draussen sitzen – vielleicht dann im Süden Englands, eher weniger in Schottland. Auf Grund dieser Ausgangslage war die Durchsage des Piloten „15 Grad, kind of rain“ jetzt kein Genickbrecher. Nicht was man sich wünscht, aber entspricht irgendwie den Erwartungen.

Nun kam es aber ganz anders. Kind of rain hat sich als gelegentlicher, harmloser Schauerregen erwiesen – ansonsten waren die ersten zwei Tage in Schottlands Hauptstadt mehr als passabel was das Wetter angeht (andere Dinge später…im Moment geht es ums Wetter ;-)). Die Abreise in die Lowlands hat allerdings schon das versprochen, was wir erwartet haben – Regen, kalt….aber auch da wurden wir zuerst positiv überrascht, wir sind bei relativ warmem, sonnigem Wetter angekommen (…na ja, wir haben den Vermieter schon gebeten die Heizung im Cottage anzustellen – „warm“ ist jetzt für Sommer vielleicht schon das falsche Wort….).

Danach – yep, Regen. Anders als bei uns, feiner und fieser Regen, allerdings war es nicht sehr kalt und auch nicht sehr windig. Zumindest letzteres macht die Welt für mich immer besser, Wind mag ich jetzt mal grad gar nicht! Ja, und ein paar Tage Regen in den Ferien macht auch nichts, so konnten wir Schlösser besuchen (…obwohl ich mir da auch selbst immer etwas verloren vor komme, wäre halt bei diesen Bauwerken schon interessanter man würde den historischen Hintergrund kennen…) und geplant ist auch noch eine Distillery.

Mir waren all die Sprüche bekannt welche besagen, dass man in Schottland jeden Tag jede Jahreszeit erleben kann. Nach bereits in paar Tagen kann man sagen, das stimmt schon irgendwie. Die Wetterwechsel sind gefühlt schneller als bei uns in den Alpen, man kann an der Sonne sitzen und nass werden dabei weil ein „paar Meter weiter“ es schon oder noch regnet.

Auf jeden Fall ist meine gute Laune und meine Überzeugung mit diesen Ferien etwas richtig gemacht zu haben zum aller grössten Teil auf die Einstellung bei Anreise zurück zu führen. Das Schlimmste erwarten hat sich hier als positiv erwiesen, es ist weniger schlimm als erwartet. Aber nicht falsch verstehen – was das Wetter allein angeht ist das bis jetzt doch auch recht weit weg von Sommerurlaub – ich denke, über 20 Grad waren das dann doch noch gar nicht bisher.

Man kann das auch schön reden, natürlich ist die Natur hier sehr sehr grün und auch die höchsten Berge leuchten bis zu den Gipfeln in sattem Grün. Kommt davon, dass die a) nicht sonderlich hoch sind (1000 m.ü.M. sind die aller höchsten)  und dass b) wohl doch nie trocken ist.

Fazit: Bis jetzt ist das alles viel angenehmer als das in Dänemark war, auch wenn wahrscheinlich ein Faktencheck zeigen würde, dass es hier eher noch kälter ist als es dort war. Der fehlenden Wind und die wahrscheinlich richtige Einstellung zu der Sache helfen aber die schönen Dinge zu sehen…..mehr in Kürze, nicht nur zum Wetter, ich gehe davon aus, dass sich daran nicht mehr allzu viel ändern wird….

Ich bin ja kein Grüner, ABER…

…die ganzen Verpackungen gehen mir doch so langsam auf den Wecker! Am Samstag beim Einkaufen wollte ich Salami, für das Frühstück am Sonntag. Oha, Aktionsangebot – gleich zuschlagen – aber halt. In einer etwa A4 grossen Plastikverpackung (richtig massive Verpackung dazu….) liegen schon ausgelegt 100 Gramm Salami………! Einmal umdrehen und dort liegt eine Salami, einfach so, wie sie halt hergestellt wurde als „Wurst“. Was ist wirklich so schlimm daran, wenn wir unsere Lebensmittel selbst schneiden müssen? Der Wegfall von Personal in Metzgereien hat halt dazu geführt. Die Waren müssen lange im Voraus geschnitten werden und damit sie haltbar bleiben – in VIEL Plastik einpacken….

Wieso müssen die Verpackungen dann noch so überdimensioniert gross sein? Damit das Ganze schön aussieht? Aber bitte, wird wirklich jemand den „Deckel“ wegnehmen, die Plastikschale auf den Tisch stellen und das dann als „schön angerichtet“ klassieren? Also ich auf jeden Fall nicht. Wenn schon verpackt, dann bitte mit möglichst wenig Verpackungsmaterial – dass man Salami nachdem er zusammen gepfercht war etwas „atmen“ lassen muss hat sich ja herum gesprochen – und die Zeit die man dafür braucht kann man sich auch nehmen.

Irgendwie war ich dann gerade sensibilisiert auf das Thema. Eine Fertigsosse habe ich im Schrank gesucht (als Basis für ein Curry, war zu faul alles selbst zu machen – selbst dies könnte man nun in Frage stellen… ;-)) und auch gefunden. Hoppla, ein Dreierpack – all drei Verpackungen mit einer Plastikfolie zusammen gepackt! Was soll denn so was? Man kann auch Rabatte geben wenn man einfach drei Stück kauft, auch wenn diese nicht nochmals extra verpackt werden. Also ich kann mich da an frühere Zeiten (3 für 2 und ähnliche Aktionen) erinnern, da musste die Frau an der Kasse das sogar wissen und richtig tippen.

Natürlich geht es bei der zusätzlichen Verpackung nicht darum, dass es jemand einfacher hat. Es geht ganz einfach darum, dass ich auch drei kaufe (weil es gerade so praktisch geht mit einem Griff) auch wenn ich nur eine brauche. Ich habe auch schon gesehen, dass bei solchen Aktionen das Produkt in Einzelverpackung gar nicht verfügbar war. Die ganzen Marketingscharmützel mal aussen vor – eine verpackte Sache wir nochmals verpackt für nichts und nochmal nichts, kein Nutzen dabei zu erkennen!

So, dann habe ich mit Kochen angefangen – und als erstes den letzten Tropfen Sojasauce aus der flasche gequescht. Eine neue Flasche stand da, gut, die nehm ich und weiter kochen. Aber so ganz einfach geht das natürlich nicht. Zuerst mal ist oben über die ganze Flasche ein Schutz aus enganliegendem Plastik angebracht. Diesen weg zu kriegen ist immer spassig, mit den Finger funktioniert das nicht, mit der Schere wird es lebensgefährlich weil beim Abrutschen die Schere Milimeter am Handgelenk und der dortigen Venen vorbei flutscht.

Aber naja, irgendwann ist das Plastikding weg gefummelt – über die Pfanne und nix! Kein Tropfen weil unter dem Deckel nochmals eine Plastikabdeckung irgend etwas verhindern soll. Wenn man dann diese Propfen auch noch entfernt hat kann man endlich weiter kochen….was mit all diesen Schutzmassnahmen alles verhindert werden soll weiss ich wirklich nicht, ist aber auf jeden Fall mindestens eine zu viel (an Stelle der Plastikabdeckung könnte man zum Beispiel eine abschneidbare Spitze machen die man mit der Schere einfach kappt – wie beim Weissleim üblich…).

Ich meine nicht, dass Plastik als Verpackung verboten werden müsste (zumal ein grosser Teil dieses Verpackungsplastiks in Verbrennungen landet und nicht im mehr – zumindest in unseren Regionen wo es praktisch keine Kerichtdeponien mehr gibt…), aber mit gesundem Menschenverstand verwendet wäre schon eine Bereicherung. Muss ja nicht alles und immer ohne Aufwand zu verwenden sein, alles vor gerüstet und so weiter. Ich selbst erachte die Rüsterei beim Kochen nicht als Last sondern als Start von etwas eigentlich schönem! -> ganz im Gegensatz zu der Abwascherei danach, auf die könnte ich sehr gut verzichten..

Fazit: Dinge verpacken muss sein, keine Frage. Ob das alles heute aber noch mit genügen Menschenverstand gemacht wird stelle ich schwer in Frage. Wenn wir Personal (welches Dinge schneidet, verpackt in Papier oder so usw) einsparen und dadurch extrem viel mehr Plastikverpackungen benötigen tun wir unseren Nachkommen grad in zweierlei Sicht keinen gefallen. Alles Essen kommt in Plastik und gewisse Berufe wird es nicht mehr geben – und einen riesigen Berg Abfall lassen wir einfach mal im Meer zurück, ist ja weit weg, sieht ja keiner! So kann das irgendwie nicht gut kommen…….

 

WLAN Lampen update….

So, die Hue’s sind nun schon eine Weile im Einsatz und weitere sind dazu gekommen. Nach der ersten Installation habe ich mich erst mal damit anfreunden müssen, dass meine Glühbirnen ein Update benötigen! Ja, die Software unterliegt einem Update und Patch Zyklus, unglaublich. Zumindest habe ich das zuerst gedacht, nach einer Weile war aber doch klar, was hier alles ablaufen kann oder muss.

Zuerst habe ich als ITler aber in die etwas falsche Richtung gedacht. Es gibt auf der „Glühbirne“ (wie sagt man dem eigentlich jetzt – LED-Leuchtmittel oder wie?) keine Software die in Bezug auf Sicherheit oder Kommuniation abgesichert werden müsste. ZigBee als Standard ist weit verbreitet und das in den Lampen verwendete „Lichtprofil“ der Norm lässt nicht wirklich viel zu.

Allerdings gibt es andere Dinge die man mit einem Update bedienen muss. Zum Beispiel die Lichtzusammensetzung. Mit jedem neuen Produkt kann es sein, dass die Lichtzusammensetzung der farbigen LEDs neu abgestimmt werden muss damit alle Lampen in etwa dieselben Farben anzeigen bei denselben Einstellungswerten. Ebenfalls kann mittels Update die Lebensdauer der LEDs (hoffentlich) positiv beeinflusst werden.

Also Dinge die eher direkt zur Birne gehören und nicht in das Lampensystem. Ganz nebenbei, wenn die Lampen mit dem Update fertig sind werden diese neu gestartet – Licht aus – Licht an – spooky!

Anders verhält sich das am Gateway (bei Hue „Bridge“ genannt), dieser wird unter Umständen auch mit neuer Funktionalität (Cloud-Access, Apple Homekit usw…) ausgestattet und auch gegen den Zugriff von aussen geschützt. Wie gut das auf dem proprietären System gemacht ist wissen die Entwickler (habe ich hier schon einmal hoffentlich gesagt?? ;-)) nur ganz allein. Bisher hat uns auf jeden Fall noch keiner von aussen das Licht ausgeschaltet.

Hauptsächlich dazu gekommen sind in letzter Zeit Bewegungssensoren. Da bin ich im Prinzip erst über die Funktionen oder Möglichkeiten gestolpert die mich vollends überzeugt haben. Bewegungssensoren gibt es schon lange. Dort wo sie platziert werden muss der Lampen-Schaltdraht durch – was er meist natürlich nicht macht. Also blieb oft nichts anderes übrig als ein fauler Kompromis. Da nun alles über Funk verbunden ist, ist die Position aller Komponenten plötzlich irrelevant geworden. Klar, wo eine Lampe hin soll muss auch Strom sein – irgendwie logisch. Allerdiungs reicht Strom vollkommen aus – es braucht keine Schaltung, keinen Zusatzdraht, nichts, einfach nur Strom und eine Birne.

Das macht alle Teile des Systems extrem flexibel im Vergleich zur klassischen Lichtinstallation mit Schaltern über Draht. Meine Ängste über die Funkreichweite kann man auch getrost vergessen, jedes Leuchtmittel agiert gleichzeitig auch als Funkrepeater, somit erreiche ich bei uns auch die hinterste Ecke im Haus. Kleine Einschränkung – bei Lampen anderer Hersteller muss das nicht zwingend funktionieren.

Andere Hersteller ist so eine Sache für sich – Osram stellt ein Produkt bereit welches kompatibel ist. Ich habe eine Birne davon zu Hause und die funktioniert – allerdings meine ich, dass diese auch mal ein Kommando „verpasst“ was die Hue’s eigentlich nie machen. Vielleicht liegt es an der Software – aber aha, mit dem Philipps Kontroller kann ich natürlich keine Osram updaten……..! Noch ungeschickter verhält sich das mit den neuen Ikea Lampen. Im Prinzip kompatibel, aber eben doch nicht da ein paar „Softwarefeatures“ (m.E. falsche Implementierung) dies verhindern. Ikea sagt, dass man das „flicken“ wird, allerdings wird das wieder einen Software Update brauchen welcher den Kontroller braucht weil der von Hue…….und so weiter.

Trotz eigentlicher Kompatibilität gibt es fast nur eine Lösung – ein Hersteller, ein System und alles von dem. Allerdings ist das bei Osram eher ein Gefühl, funktional passt das. Bei Ikea ist „es bleibt dunkel“ kein Gefühl sondern Tatsache. Schade eigentlich, alles von Hue zu kaufen reisst schon ein kleines Loch in die Familienkasse…

Und nebenbei, andere Hersteller und andere Normen gibt es viele. Es wäre schon ganz schön könnte man sich auf zwave oder zigbee einigen, aber auch da passieren mir unerklärliche, der Protektion dienende Dinge. Bestrebungen einiger Tüftler und cleverer Menschen „Gateways“ für all diese möglichen Varianten anzubieten erscheint mir aktuell der richtige Weg – ich kaufe was ich will, installiere 10 verschiedene Technologien und steuere alle in einheitlicher Manier auf einer Platform. Irgendwann werde ich so eine zutun…..

Fazit: Hue macht wirklich Spass und eröffnet Möglichkeiten die man „früher“ (auch heute bei klassischen Implementierungen nicht kennt. Ich habe Freude dran und werde das System wo immer möglich einsetzen – wer weiss, vielleicht haben wir bald keine verdrahteten Lichtschalter mehr zu Hause.

Fazit 2: Apple macht hier mit HomeKit eigentlich auch mit in dem Spiel, überlässt die Integration aber den Anbietern – das ist aus meiner Sicht löblich (da endlich offen und möglich), andererseits wird es protegierenden Massnahmen einiger nicht entgegen treten. Bei Android gibt es zur Steuerung von allem und jedem eh schon 1000 Apps (da immer schon offen, die Vielfalt ist aber nicht immer ein Gewinn…).

Energiestrategie und Tesla – passt das?

Wir entscheiden demnächst über die Strategie der Schweiz in Sachen Energieversorgung, ein langfristiger Entscheid da diese sinnvoller Weise bis 2050 ausgearbeitet ist. Sinnvoll deshalb, weil es viele langwierige und grosse Bauvorhaben braucht sollten die Ziele tatsächlich erreicht werden. Ich persönlich glaube eigentlich nicht daran dass die darin enthaltenen Ziele erreicht werden können – im Sinne des Aufrechterhaltens der Bestrebungen Energie zu sparen werde ich unter Umständen – da habe ich mich tatsächlich noch nicht entschieden – ein JA einlegen. Am Ende wird uns keine Regierung ohne Strom dasitzen lassen sondern schlicht und einfach den Volksentscheid im Notfall „ignorieren“, das wäre wahrlich nicht das erste Mal.

Aktuell scheint ja die Lösung für alle Umwelt- und Energieprobleme von Tesla (TM) zu kommen. Das voll elektrische Auto, das erste, das wirklich funktioniert und im Alltag bestehen kann. Dahinter steckt eine Strategie die weit mehr ist als das Auto selbst. Die Strategie der einzigen Lösung für Strom in Zukunft, der Strom muss wenn er produziert ist in massive Speicher gleangen können. Der bei Strom extrem starre Zusammenhang zwischen Produktion und Verbrauch muss aus der Welt geschafft werden! Dazu bieten sich im Prinzip Autos an weil diese schon mal recht viel Platz anbieten würden um solche Speicher zu verstauen.

Ein Ökosystem welches per Solarpanels mein Auto lädt, meine Batterie zu Hause lädt und ich den Strom dann verwenden kann wann ich will tönt verlockend. Die Frage bleibt, wie weit sind wir davon entfernt? Solarenerige ist nicht wirklich effizient, ich lebe auch nicht in einem sonnigen Land, die Produktionsschwankungen dürften immens ausfallen – was nahe legt – die Speicher müssen ebenfalls immens sein und auch von anderer Quelle muss „notfalls“ noch Strom eingespeist werden können.

Immens Speicher – sollte nicht das eigentlich Problem sein. Auch heute besitzen viele Häuser Tanks für Öl die mehrere tausend Liter gross sind, da dürfte so der eine oder andere Kubikmeter Batterie auch noch daneben passen, oder? Gefährlich, ja, wenn wir sehen was Handybatterien so gelegentlich mal anstellen könnte ich mir schon vorsehen dass so eine „Hausbatterie“ ein richtiges Feuerwerk anstellen könnte wenn es Pannen gibt.

Auch die Herstellung von Batterien ist nicht unumstritten, belastet die Umwelt und benötigt Rohstoffe welche teils aus dubiosen Abbaugebieten geliefert werden. Das ist dann allerdings das Problem anderer, in unseren Breitengraden gibt es diese Erden nicht – somit geht uns diese Problematik auch nichts an solange es für uns stimmt (-> Ironie! –  wenn auch heute schon bei einigen Dingen Tatsache).

Autos die mit Strom betrieben sind können also irgendwie nicht die Lösung sein. Es entsteht ein enormer Bedarf an Strom – da denke ich doch gerne daran zurück wie ganz Europa die Glühbirnen durch LED Lampen ersetzt hat um dann pro Haushalt und Jahr so eine „Autoladung“ (wenn überhaupt) zu sparen……..

Damit will ich in keiner Weise sagen, dass wir weiterhin auf Benzin und Öl setzen sollen, aber ein Grossteil des Stroms in Europa wird nicht eben umweltschonend produziert und wenn der Bedarf steigt dürfte der Umweltschutz nicht an oberster Stelle stehen – so gesehen in Amerika, um den Strom billiger zu machen soll wieder mit Kohle gearbeitet werden (was zum Glück nicht wirklich geht weil eigentlich keiner mehr mit Kohle etwas anfangen kann – aber der Präsident brauchte ja Erfolge..). Kernkraft – ja, wäre aus einigen Blickwinkeln eine sehr verlockende – leider egoistische (da wir alle Abfälle und Gefahren unseren Nachkommen der nächsten Generationen überlassen) und nicht ganz ungefährliche – Variante. Mag ich jetzt auch irgendwie nicht dafür sein.

Es braucht also irgendwie komplette „Systeme“ welche Strom speicherbar machen um die unglaublichen Vorteile von fossilen Brennstoffen wett zu machen oder zumindest die Flexibilität zu erhöhen. Nochmals ein Beispiel, einen aktuellen Tesla kriegt man an einer normalen Steckdose über Nacht so 40-70% betankt…..da kann man sich schon vorstellen wie viel Strom da rein muss……die Beschränkung ist nämlich die „Lieferung“ von Strom, nicht die Batterie, die kann deutlich schneller….

Die Speicherung und das autonomere Verhalten der Konsumenten in Bezug auf Energie wie ich mir das vorstelle hat aber noch einen ganz anderen Knackpunkt. Die heutigen Energielieferanten haben nicht das geringste Interesse daran dass ich selbst für mich selbst Strom produziere. Dass die Netzeinspeisung nicht funktioniert haben wir ja gesehen in der Vergangenheit. Viele Diskussionen über zum Beispiel die Effizienz von Windkraft stimmen wenn man in grossen Dimensionen denkt absolut – im kleineren, auf einen Haushalt beschränktem Umfeld könnte das anders aussehen. Es braucht also direkt eine neue „Industrie“ die daran Interesse hat und es schafft, die heutigen Lieferanten zu überzeugen (weil, wenn dann mal ein paar Tage keine Sonne und kein Wind brauche ich ja doch eine „Notlösung“…und die brauchen dann wieder ganze Regionen gleichzeitig…).

Fazit: Tesla als Auto allein ist toll (auch dass einer das mal wagt) aber löst aktuell noch keine Probleme der Enerigeversorgung oder der Umwelt sondern verlagert einen Teil davon in andere Bereiche. Aus meiner sicht muss die Entwicklung dahin gehen, dass ich persönlich in der Lage bin, autonom zu werden und meine Energieproduktion speichern kann. Bin gespannt was da noch alles kommen wird….

P.S.: Mir ist schon klar dass eine Dachfläche eines normalen Einfamilienhauses aus heutiger Sicht nie und nimmer genügend würde um den Energiebedarf zu decken……..

TAG HEUER Connected 45 Modular

DIE SmartWATCH! Das trifft es aus meiner Sicht weitaus am besten. Es gibt viele Testberichte und Aussagen im Sinne „zu teuer“, „zu gross“, „zum halben Preis gibt es welche die mehr können“ und so weiter. Das stimmt, Punkt! Allerdings ist diese Diskussion wie bei vielen anderen Markendingen müssig. Wieso soll ein Mercedes besser sein als ein VW? Beide bieten dieselben Leistungen wenn man das will. Aber Marken haben halt ihren Bedeutung und ihren Preis.

Was hier auf jeden fall aber aus der Masse raus sticht ist eben, dass diese Smartwatch in erster Linie eine Uhr sein will. Das Schmuckstück welches viele genau deshalb am Handgelenk haben. Die Zeit nachschauen – ja, kann man auch – persönlich mache ich das fast nur unterwegs weil mein PC mir seine Zeit sowieso aufdrängt. Trotzdem, eigentlich ist das Ding schon dazu da mitzuteilen wie spät es ist – und dazu ist es auch fähig.

Die Verarbeitung dieser Smartwatch entspricht einfach einer hochwertigen Uhr wie man das von Tag Heuer auch gewohnt ist. Natürlich gibt es viele Konkurrenten die was die verbaute Technik angeht genau dasselbe oder noch mehr (wie zum Beispiel der Pulsmesser) drin haben als die Tag Heuer. Aber kommt es wirklich nur darauf an? Für mich eben nicht. Es geht tatsächlich auch um das „Schmückstück“ Uhr. Ich wollte schon immer eine blaue Uhr – und nach dem Selbstversuch gegen Ende letzten Jahres mit der Fossil Smartwatch (welche für einen Fünftel des Preises fast dieselben Funktionen geboten hat…) wollte ich auch eine Smartwatch.

Die Ankündigung von Tag Heuer dass es eine neue Connected geben wird kam aber so was von zum richtigen Zeitpunkt! Die erste Version war durchaus schon ganz akzeptabel, hat aber genau im Bereich Wertigkeit aus meiner Sicht gepatzt – der untere Gehäusedeckel war aus Plastik gefertigt…hmmm, man sieht den nicht, stimmt schon, aber….!? Für mich noch entscheidender war, dass diese erste Ausgabe zu leicht war für die Grösse, hat irgendwie auch nicht zueinander gepasst.

Beides wurde korrigiert in der neuen Version. Nun bleiben die Kritiker, die Uhr ist zu gross, der Akku hält nicht länger als bei anderen (oder sowieso zu wenig lang). Alles eigentlich valable Anmerkungen, aber überleben die den Faktencheck? Ich beginne mal mit dem einfachsten – der Akku meiner Connected hält drei Tage wie der der iWatch – WENN ich folgende Dinge mache: Bluetooth aus, always on Bildschirm aus, Helligkeit niedrigste Stufe, alle Sensoren aus, Bildschirm wieder ausschalten nach 2 Sekunden. Was habe ich dann noch – eine Zeitanzeige auf Verlangen, also deutlich weniger als mit einer mechanischen Uhr oder einer Swatch. Diese Laufzeitangabe (die man oft hört, Personen die ihre Smartwatches auf „Laufzeit“ trimmen ….) macht m.E. absolut keinen Sinn, die Smartwatch soll ja „smart“ sein, dazu braucht es nunmal  all die Funktionen und wenn die Zeit immer sichtbar ist finde ich das auch viel schöner als die schwarzen Bildschirme am Handgelenk.

Als Konsequenz sinkt die Akkulaufzeit bei mir auf maximal 24 Stunden. Schwach…aber das reicht doch völlig aus! Noch nie im Leben behielt ich meine Uhr zum Schlafen am Handgelenk, wieso sollte ich damit gerade jetzt beginnen? Die Uhr kommt auf das Ladegerät sobald ich ins Bett gehe – und äusserst selten sind dann seit dem aufstehen mehr als 24 Stunden vergangen. Weit Reisende könnten damit ein Problem bekommen, für mich persönlich ist diese Laufzeit absolut in Ordnung – und meist sind meine beiden Mobiltelefone (ein iPhone und ein Samsung) früher leer….

Gross ist die Uhr, liest man oft. Nun, es ist eine 45mm Uhr, ein Standard welcher auch bei mechanischen Uhren oft anzutreffen ist. Die Uhr ist gross, weil sie halt so gross ist und nicht weil es eine Smartwatch ist! Die ähnliche mechanische Uhr von Tag Heuer ist gleich gross! Nun, man hätte in dem grossen Gehäuse vielleicht noch mehr Akku unterbringen können – aber wie schon beschrieben, ist nicht wichtig.

Modular heisst die Uhr, weil viele einzelne Teile getauscht werden können. So könnte zum Beispiel auch das komplette Uhrenmodul gegen eine mechansiche Variante getauscht werden. Aktuell ist eine „normale“ Uhr zu kaufen, geplant scheint auch ein Tourbillon Modell zu sein. Allerdings muss ich sagen ist dieser Teil für mich ein reiner Marketing-Gag. Natürlich, es geht etwas schneller das Uhrenband zu wechseln als konventionell, aber gehen würde es auch dort. Ich hatte schon eine mechanische Uhr von Fortis da wurden ein Stahl- und ein Lederband mit geliefert inklusive ein bisschen Uhrmacherbesteck und einer Anleitung. Der Tausch hat keine Minute gebraucht (ausser beim ersten Mal :-)), gemacht habe ich es trotzdem nur sehr selten. Ebenso würde ich kein mechanisches Modul kaufen sondern dort gleich die ganz Uhr, viel mehr kostet das gar nicht.

Die Modularität ist für mich als kein Argument das wirklich zieht, wer allerdings Spass daran findet und sich nicht um Budgets kümmern muss kann sich natürlich unglaublich viele Varianten basteln. Ich wollte blau, ich bleibe bei blau und mechanische Module werde ich wohl nie kaufen.

Zur Funktion kann man eigentlich nichts sagen – Android Wear 2.0 (auf Basis Android 7) und das wars. Kann genau was Android kann, angezeigt auf einem sehr klaren, hellen Bildschirm welcher – Uhrmacherei lässt grüssen – mit Saphierglas „verstärkt“ ist.

Fazit: Zu gross, zu wenig Akku, zu teuer im Vergleich – alles wahr auf eine Art, aber ohne Bedeutung. Wer eine Swatch kauft versteht den Rolex Käufer auch nicht, wird aber wenn er die Uhren in der Hand wiegt oder am Handgelenk trägt Unterschiede feststellen. Jeder muss für sich entscheiden, wie viel Geld welches Gefühl wert ist. Ich habe „meine Uhr“ gefunden, ich denke für lange Zeit (ob es über 20 Jahre werden wie bei einer mechanischen Uhr, wer weiss, ich denke eher nicht ….).

Providerwahl eigentlich ein falscher Ansatz..

Viel wird in unserer Region diskutiert und abgestimmt und Wahlbeschwerden eingereicht und andere Dinge mehr. Immer geht es darum, ob die Stimmbürger mit bestimmen dürfen, wer in Zukunft das „Signal“ (geht um TV, Internet) liefern darf. Ich habe selbst auch schon darüber geschrieben und die eine oder andere Sache fand und finde ich auch nicht optimal. Und doch sprechen wir aus meiner Sicht über die falsche Sache am Ende.

Es kommt nicht darauf an, welcher Provider in einer Gemeinde gewählt wird und wer nun die Daten liefern kann. Es kommt darauf an, wem die Netzinfrastruktur in den Orten gehört und was dort daraus gemacht wird. Aktuell gibt es irgendwie zwei Lager – wenn man von den Grosstädten mal absieht. Es gibt die „traditionelle“ Telefoninfrastruktur welche zu grossen Teilen die Internetversorgung (über Kupferkabel) übernimmt oder aber die Kabelanbieter welche über die uns als Fernsehanschluss bekannt Coaxial-Leitung die Versorgung übernehmen.

Beide Technologien haben im Prinzip in der heutigen Zeit ein Kapazitätsproblem. Die Anbieter mit Kupferleitungen müssen den Übergang auch dieses Kabel sehr nahe zu den Verbrauchern ziehen damit sie noch sinnvolle und konkurrenzfähige Geschwindigkeiten liefern können. Durch diese Leitung geht halt nicht allzu viel durch – und schon gar nicht über weite Distanzen. Die Fernsehanschlüsse besitzen was das Kabel angeht eine deutlich grössere Bandbreite, aber auch da gibt es Limitationen und auch da muss geschaut werden, dass die einzelnen Versorgungsgebiete welche so erschlossen sind nicht zu gross werden.

Die Grossverteilung der Signale erfolgt heute fast ausschliesslich über Glasfaserkabel. Eine Technologie, welche aus heutiger Sicht nur wenige Einschränkungen bietet – auf jeden Fall einen unglaublich grössere Menge an Daten übertragen kann als die oben genannten Technologien. Diese Technologie endet dann wenige Meter (oder mal Kilometer) von den Häusern entfernt, dort wird das Signal dann auf die „schwächeren“ Medien verteilt.

Nun, in Städten sieht das auch heute schon anders aus. Wenn ich 4km von mir weg schaue kann ich ein Internet-Abo über Glasfaser für CHF 64.50.– erhalten – 1Gbit/1Gbit, schon was anderes als meine 100Mbit/10Mbit für CHF 50.–. Wieso geht das? Weil dort kein Monopol des Anbieters besteht und es Netzwerkbetreiber gibt die nur die Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung stellen. Die Anbieter können sich diese teilen. Was natürlich wieder nur mit Glasfasern bis in die Häuser geht, sonst reicht die Kapazität nicht für weitere Anbieter.

Nun, ganz klar, das oben erwähnte Tempo bringt eigentlich rein gar nichts (Stand heute). Internet ist auch mit 100Mbit extrem schnell und 1Gbit kann keines der Geräte die ich zu Hause besitze wirklich verarbeiten, auch wenn das so aussieht wenn man nur den Prospekt liest. Aber in diesem Umfeld habe ich die Wahl und eine moderne Technologie im Einsatz die sich ausbauen lässt. Vor 10 Jahre hätte ich auch behauptet, eine 5Mbit Internetleitung ist schnell….ist in 5 oder 10 Jahren 100Mbit noch „gut“? Ist meine Anbindung an das coaxiale Netzerk gut (wie sieht das aus mit der Dispersion  im Hausanschluss nachdem der Maler letztens Dispersion unter anderem auf die Wände verteilt hat) gut genug um schneller Raten zu verkraften?

Somit lautet die Frage aus meiner Sicht langsam nicht mehr, welchen Provider man als Gemeinde leicht ausserhalb der Ballungsgebiete wählen soll sondern viel mehr, auf welche Technologie will man zukünftig setzen. Da man mit einem Entschluss Glasfasern zu den einzelnen Haushalten zu bringen aktuelle Anbieter nicht ausschliesst dürfte das auch absolut übergangslos machbar sein. Der aktuelle Provider kann ja weiterhin genau so liefern.

Die Angst, dass der Aufbau und der Betrieb solcher Netze teuer sein könnte ist u.U. nicht ganz unbegründet. Unsere Gemeinde zum Beispiel wendet aktuell für den Netzausbau ca. CHF 150K pro Jahr auf was nur einem zweistelligen Betrag pro Haushalt entspricht. Dazu müsste man noch erwähnen, dass Mehrfamilienhäuser meist mit einem einzelnen Glasfaseranschluss ausgerüstet werden können und im Haus selbst die Verteilung wie bestehend gemacht werden könnte.

Ich bin der Meinung, zukunftssichere (und somit die Investition schützende) Ausrüstung einer Infrastruktur für TV, Telefon, Radio und Internet bedeutet Glasfasernetzwerke zu den Haushalten zu bringen und die Providerwahl zu öffnen. Dies widerspricht natürlich gänzlich den Konzepten wie sie jetzt gefahren werden.

Fazit: Eigentlich gibt es nur eine Option, die Strategie jeder Gemeinde muss sein ihre Haushalte an ein offenes Glasfasernetzwerk anzuschliessen. Alle anderen Investitionen sind aus meiner Sicht nicht wirklich nachhaltig. Allerdings muss man natürlich eingestehen, dass das in Stand halten des status quo um Faktoren günstiger ist als der aktuelle Ausbau. Je länger man wartet, desto günstiger könnte das werden. Als  Kunde gibt es heute tatsächlich eine Zweiklassengesellschaft – diejenigen die nehmen  müssen was sie erhalten und diejenigen, die die Wahl haben. Bei welchen wäre ich wohl lieber…..?

Vergangenheitsbewältigung und Ferienplanung…..

Vor zwei Jahre haben wir unseren Urlaub in Dänemark verbracht. Leider hat der „Jahrhundertsommer“ vorletztes Jahr dort stattgefunden und wir durften uns an kühlem Wind (17 Grad, 50km/h so im gefühlten Durchschnitt….) erfreuen. Wenn wir heute die Bilder anschauen die wir da gemacht hatten verstehen wir uns eigentlich selbst nicht mehr, die Aussicht aus dem Häuschen war fantastisch! Aber es war halt kalt….

Also haben wir daraus unsere Lehren gezogen und im letzten Sommer gab es wieder Urlaub im Süden, schön warm, etwas weniger Aussicht halt – und auch schön flach. Die Destinationen hatten also sogar gewisse Ähnlichkeiten.

Und jetzt, 2017? Die Flüge sind gebucht, einmal Hinflug nach Edinburgh und einmal Rückflug von London – dazwischen eine Schottland/Wales/England Reise die wir bis auf ein paar Eckpunkte noch nicht weiter definiert haben. Und das alles weil wir „nie wieder“ kaltes Wetter möchten in den Sommerferien!

Tönt skuril, bei uns ist sich auch noch niemand so richtig sicher ob das eine „gute Sache“ wird. Na ja, für mindestens zwei Mädels wird es eine gute Sache werden da der Abschluss der Ferien in London „gefeiert“ wird, da kann man unter anderen auch mal Shoppen wenn das Wetter schlecht (oder gut) ist. Somit ist schon jetzt ein guter letzter Eindruck garantiert.

Ganz ehrlich aber freue ich mich sehr auf den noch nicht wirklich durchdachten Teil dazwischen, ich werde hier auch wieder davon berichten und hoffe natürlich, dass ich nicht die doch etwas negative Art der Berichterstattung wie von vor zwei Jahren aus Dänemark wiederholen muss. Ich bin aber sehr positiv eingestellt – und zum Wärmen gibt es in allen drei Ländern ja spezielle Kaltgetränke denen ich durchaus nicht abgeneigt bin :-).

Fazit: Ich bin gespannt was uns erwartet und auch ein bisschen stolz, dass wir nicht wegen einer nicht sehr positiven Erfahrung das Thema „Urlaub in nördlichen Gebieten“ komplett ausgeschlossen haben. Allerdings gehe ich doch davon aus, dass dies auch eine Art „letzter Versuch“ sein wird – sollte das nicht der Hammer werden dürfte uns der Norden wahrscheinlich nicht so rasch wieder sehen……

Werbetexter und ihre Wortkreationen….

Kürzlich sind mir seit längerer Zeit mal wieder Werbetexte aufgefallen. Es gibt ja sehr viele „Sprüche“ aus der Werbung, die sind seit Jahrzehnten vielen Menschen geläufig (mir kommt da als älterer Herr „Sie baden gerade ihre Hände drin“ in den Sinn) wie das auch bei Markennamen vorkommen kann. Einige Dinge definiere ich noch heute über den Markennamen anstatt über den Artikel – wie zum Beispiel ich eigentlich kein Styropor kenne sondern nur Sagex, was aber eben kein Artikel sondern der geschützte Markenname der Firma Sager AG für eben das ist (auf der WEB-Seite wird von PS-Hartschaum geredet….somit habe ich also tatsächlich keine Ahnung was wirklich Sagex ist J).

Nun, wieso sind mir diese Botschaften grad jetzt aufgefallen? Es war zum einen das tolle Wortspiel eines Schweizer Bauchemiekonzerns welcher gross auf seinen Lastwagen geschrieben hatte; „die Klebensart“ – was das genau soll steht in den Sternen. Mir ist natürlich klar, dass es sich einerseits um eine „Kunst“ handeln kann (was die „Art“ im Wort zeigen könnte) wie auch noch offensichtlicher eine Anlehnung an das Wort „Lebensart“. Speziell wäre vor allem in dem Fall, dass „Lebensart“ noch nicht mal zwingend eine positive Bedeutung mit sich bringen müsste. Da wäre die Nähe zur Kunst dann doch eher noch etwas das ein wenig einzigartig macht. Aber Kunst am Kleben auf dem Bau – naja…..

Aber tatsächlich kann ich dem Wortgebilde nur ein Schmunzeln abgewinnen und sonst gar nichts. Allerdings muss man dem Werber zu Gute halten, dass genau dieser Unsinn mich angesprochen hat. „Kleber für den Bau“ oder so wäre mir wahrscheinlich nicht aufgefallen. Ein ähnliches „Problem“ hat eine deutsche Brauerei vor Jahren mal produziert mit „Das König der Biere“ – eine sehr kontroverse Diskussion darüber WAS denn nun genau falsch ist an dem Spruch hat diesen weit über die Biergeniesser hinaus bekannt gemacht. Erstaunlich daran war für mich, dass „Die Königin der Biere“, was in meinen Ohren viel passabler tönt, genauso falsch wäre.

Das zu aus meiner Sicht unsinnigen Wortgebilden in der Werbung. Da schon etwas sensibilisiert habe ich noch folgende Beobachtung gemacht. Eine Versicherungsgesellschaft schreibt auf die Autos „Wir machen Sie sicherer“…..hmmm. Also ich erachte mich selbst so oder so nicht wirklich als unsicher, meine Struktur funktioniert, hält mich schon seit Jahren zusammen. Oder will mich die Versicherung davon abhalten, dass ich Verbrechen begehe und ich auf diese Weise für den Rest der Menschheit sicherer bin? Nun gut, wahrscheinlich wollen die damit sagen, dass sie mein Leben sicherer machen und nicht mich selbst….wobei…

Auch dann geht die ganze Geschichte ja nicht auf. Die Versicherung kann nur die Folgen von Dingen für mich weniger einschneidend machen – sicherer an sich wird dadurch nur, dass ich zum Beispiel finanzielle Schäden nicht selbst tragen muss. In keiner Weise wird etwas anderes sicherer. Wenn ich mein Fahrrad gegen Diebstahl versichere ist es nicht sicherer, es kann genauso gestohlen werden. Auch die Hausratsversicherung schützt mich nicht vor Einbruch sondern ersetzt mir den dabei entstandenen Schaden.

Aber auch hier hat die Werbung natürlich genau das erreicht, was gewollt war. Der Satz hat eines meiner Grundbedürfnisse, die Sicherheit, angesprochen und verspricht mir, mich da zu verbessern. In sehr begrenztem Rahmen mag da sogar etwas dran sein, meine finanzielle Sicherheit zum Beispiel wird erhöht, das macht mich aber auch nicht sicherer. Allein durch die Tatsache, dass die Aussage nicht komplett absurd ist macht sie wertvoll und bleibt in meinem Kopf hängen.

Fazit: Werbung versucht mittels Aussagen mich abzuholen, die eigentlich mit der Sache nicht zu tun haben oder auch mit auffälligen Kunstwörtern die frei erfunden sind. Ich verstehe den Ansatz, dass eine Versicherungsgesellschaft mir Versicherungen anbieten kann tönt selbstverständlich austauschbar und nicht sexy. Ist schön toller wenn man mir „Sicherheit“ versprechen kann. All diese Werbung verfehlt bei mir die Wirkung nicht, ich werde aufmerksam und genau dadurch kann sich am Ende Produkt A von Produkt B unterscheiden und meine Erstauswahl beeinflussen. Ich würde sagen, Werber, bitte weiter so, schmunzeln ist eine gute Sache.

Philips Hue oder WLAN Lampen – ein update..

Nun ist bereits einige Zeit vergangen in der wir uns mit Hue Lampen von Philips beschäftigen. Deshalb hier ein kurzes Update ob das was taugt oder ob es eventuell sogar Nutzen bringt.

Wir haben im Wohnzimmer begonnen mit der Ausstattung verschiedener Lampen mit Hue Leuchtmitteln. Dabei haben wir damals schon bemerkt, dass wir ziemlich viele Lampen mit E14 Anschluss (die „kleine“ Schraubbirne) verwenden bei uns zu Hause. Und die gibt es schlicht nicht zu kaufen bei Philips. Auf Grund der Kompatibilität zu Osram Lightify gibt es aber zumindest eine Möglichkeit, allerdings dann „nur“ Weisstöne und dimmen, Farben gibt es dann keine.

…Nebenbei bemerkt will wohl Ikea in das Geschäft einsteigen, ich hoffe auch die werden sich auf ZigBee Light Link ausrichten und deren Leuchtmittel könnten auch bei vielen anderen Systemen eingesetzt werden – in Schweden, wo es diese schon gibt – sind die doch deutlich günstiger als Osram und Philips hier bei uns……

Was als wirklich etwas schwierig ist, pro Raum gibt es eigentlich nur alles oder nichts. Wenn ich konventionelle und „smarte“ Lampen in einem Raum an einem Schalter mische ist das auf jeden Fall mal doof. Da gibt es nämlich nur zwei Varianten. Entweder die konventionelle Leuchte leuchtet immer (wohl nicht wirklich eine erstrebenswerte Alternative) oder aber die smarten Lampen gehen nach dem Knopfdruck erstmal mit voller Leistung und weiss an den Start. Mit smarten Schaltern kann man direkt Stimmungen einschalten, was vor allem am Morgen ein wahrer Genuss ist ;-).

Wenn alle Leuchten mit smarten Leuchtmitteln ausgestattet sind stellt „man“ (da muss ich sagen, dass das bei uns in der Familie nicht allen so erging) fest, dass es schon sehr mühsam ist immer ein Handy zur Hand zu nehmen um das Licht einzuschalten. Also müssen Schalter her. Philips hat da ein recht geniales Teil im Angebot. Ein mechanischer Schalter mit vier Schaltmöglichkeiten welcher mit der Basisstation funkt. Tönt recht normal soweit, allerdings finde ich cool, dass dieser die Energie durch die Bewegung der Tasten gleich selbst herstellt! Nichts mit Batterien wechseln oder so, einfach drücken, ein Leben lang….natürlich leidet darunter das „Tastgefühl“ ein bisschen, langer Tastenweg ist halt das was man für die Lösung in Kauf nehmen muss.

Auch dieser Schalter war im Handumdrehen eingerichtet, da bleibe ich dabei, was einem da an einfacher Benutzbarkeit geboten wird ist grandios, habe ich noch selten mit einem System so erlebt. Gut, man könnte jetzt nörgeln und sagen das bisschen an Steuerbefehlen die da hin und her geschickt werden müssen muss ja einfach zu implementieren sein usw…ich meine aber schon technisch einfache Systeme angetroffen zu haben die dann trotzdem nicht so einfach oder instabil waren bei der Einrichtung. Also, weiterhin bleibe ich dabei, Philips hat hier einen richtig guten Job gemacht.

Drittanbieter habe ich im Moment noch keine integriert da ich mal hauptsächlich mit den farbigen Leuchtmitteln spielen wollte. Auch unsere Wahl für neue Leuchten fürs Wohnzimmer wurde ein bisschen darauf ausgerichtet, es mussten Leuchten sein welche für Standardfassung vorgesehen sind (E27, E14 (geht mit Adapter auch) oder GU11).

Eine spannende „Entwicklung“ haben wir erst gestern erlebt. Es gibt verschiedene Apps welche auch wirklich wilde Dinge anstellen können mit diesen Lampen wie zum Beispiel Disco-Licht wenn Musik läuft und so weiter. Jetzt habe ich gestern eine solche App ausprobiert und dort die Option „Farbenregen“ (oder so ähnlich) gewählt. Unsere Lampen beim Tisch haben dann auf blau, rosa und gelb geschaltet als ich das wieder angehalten habe. Und was haben wir bemerkt, die Lampen sahen lustig aus (wie leuchtende Luftballons) und das Licht war durchaus angenehm!

Farbe hat also Einzug gehalten in unser Haus – von aussen sieht das schon auch mal ganz lustig aus und ich kann nur hoffen, dass beim Farbmuster rot nicht mal die Gewerbeaufsicht auftaucht, da leuchten von aussen alle Fenster ganz schön rot was man durchaus bei gewissen gewerblichen Betrieben auch sieht…

Fazit: Es ist wichtig, dass beleuchtete Bereiche entweder konventionell oder halt mit Steuerung geschaltet sind. Mischungen sind mühsam in der Bedienung. Wenn aber alles mal so schön smart verschaltet ist, macht das eine Menge Spass und ich man drückt nicht nur rum sondern sucht sich tatsächlich Einstellungen die für die eine oder andere Situation passen. Wichtig ist es aus meiner Sicht auch, dass man die Zubehörschalter verwendet. Immer das Handy, den PC oder ein Tablet zur Hand zu nehmen um am Licht etwas umzustellen – das würde bei mir dann wieder im (mühsamen) ein/aus enden und keinen Mehrwert bringen. Ich mag das System auf jeden Fall immer mehr…..

 

Swisscom „inOne“ – yes…

Ich bin kein Abonnent von Swisscom – zu Hause habe ich kein Festnetztelefon und der Ausbau unserer Telefonanschlüsse ist so schlecht (da meine Wohngemeinde mehr oder weniger voll auf Kabeldienste setzt), dass Internet nicht vernünftig geliefert werden könnte. Deshalb ist das also keine Werbung und ich werde voraussichtlich davon nichts haben.

Allerdings bin ich wirklich genervt von all den „Kombi-Abos“ die schlicht so verfügbar sind wie es die halt gibt. Da kriegt man dann halt oft wenn man von den Dienstleistungen nicht alles will nicht denselben guten Preis sondern bezahlt wesentlich mehr als in den Kombis wenn man all die zusätzlichen Dienste anschaut. Aktuell bezahle ich (günstige) CHF 50.– für einen 100/10Mbit Internet-Anschluss mit Zusatzleistungen (10 Mailadressen mit je 5GB Platz, einen „Viren- und Spamfilter für e-Mails“ und 50GB Cloud Speicherplatz). Schön, aber schon hier kann ich mit ruhigem Gewissen sagen benötige ich weder den Cloud Platz noch die e-Mail Adressen, also schon hier würde ich noch Dinge (die beim Anbieter auch Geld kosten) weg konfigurieren wenn ich könnte. Ob das bei Swisscom so detailliert dann gehen wird muss sich auch erst noch zeigen.

Allerdings würde ich für 85.– dieselbe Internet Leistung, daüfr aber 1TB Cloud Platz (20x mehr…), einen Festnetzanschluss mit Swiss Flat, ein TV Paket mit 190+/75+ Sendern/HD, 100 Stunden Aufnahme und ein einfaches Mobile Abo operated by Sunrise mit allerdings recht mageren Leistungen. Ich finde, das ist sehr viel mehr als ich für die 50.– bekomme, dass das nicht mal das doppelte kostet ist irgendwie komisch.

An allen Kombi-Paketen überall stört aber noch wesentlich mehr, dass auch dort einzelne Dienste nicht raus konfiguriert werden können. So könnte ich nicht wirklich sagen „ich will kein Mobiltelefon“ -> die Aussage „es kostet ja nichts, Sie müssen das auch nicht benutzen“ bringt mich dann noch mehr auf die Palme. Natürlich kostet es mich etwas, das wird nicht geschenkt sondern ist im Abo-Mix eingerechnet. Wenn ich im Paket mehr Internetleistung will, muss ich das nächste Gesamtpaket kaufen, welches 20.– mehr kostet.

Ein oder zwei Beispiele die ich hier bei unserem Anbieter raus gesucht habe zeigen auch umgekehrt Tendenzen, es gibt einige Abo-Übergänge bei denen die einzelnen Leistungen weniger stark den Preis erhöhen als in den Paketen. Und was macht jetzt inOne anders?

inOne lässt mich genau das und nur das beziehen, was ich auch wirklich will. Zusätzlich dazu kommen Motivationsfaktoren (Rabatte) um möglichst viele Dienste von Swisscom zu beziehen im Sinne eines Family Office.

Mir ist klar, dass diese Auslegung durchaus zuerst durch taugliche Infrastrukturen unterstützt werden muss die auch wieder Geld kostet. Ob da andere, kleinere schon mithalten könnten – ich glaube eigentlich schon, aber günstige Kombis sind sicherlich besser geeignet dem Kunden ein bisschen mehr Geld zu entlocken als er sonst ausgeben würde – unter dem Deckmantel der Kostentransparenz. Man weiss immer genau, was alles zusammen kostet (man bezahlt zwar mehr als notwendig aber man weiss, wie viel …. macht das Sinn??).

Die Beispiele stammen von unserem Anbieter, das hat aber nichts mit bisher gemachten Äusserungen zu diesem und meiner nachvollziehbaren Liebe zu eben diesem zu tun. Wären wir noch beim vorherigen Anbieter würde sich die Situation mehr oder weniger identisch zeigen ausser dass es dort Kombis mit weniger gebundelten Inhalten geben würde.

Fazit: Ich habe schon erwähnt, mein Haushalt besitzt kein einzige Abo von Swisscom und das wird was das Internet angeht auch weiterhin so bleiben auf Grund unzulänglicher Infrastruktur. Die in unserer Gemeinde geplanten Investitionen in deren Infrastruktur werden nicht ausreichen um flächendeckend auf Glasfaser zum Haus umzustellen. Vielleicht steckt dahinter auch ein wenig Kalkül, was natürlich eine Unterstellung ist. Aber was die Abostruktur (klick an was Du brauchst und wir nennen dir einen Preis dafür) hat Swisscom jetzt aus meiner Sicht alles perfekt gemacht. So müsste es sein – ob Swisscom dann sogar günstiger wird, wer weiss, es gibt Gerüchte…..