Wintertrainingsstart…..ojeh…

So, nachdem ich jetzt irgendwie eingesehen habe dass NACH der Arbeit auf Grund der Fahrzeiten (Basel – Zürich) schlicht keine Zeit bleibt für Sport habe ich mich um andere Lösungen zu kümmern versucht. Bei einem meiner Kunden habe ich nun zumindest eine Lösung für 2-3 Stunden pro Woche gefunden, dort gibt es ein eigenes Fitnesscenter welches ich als externer Mitarbeiter mit benutzen darf. Das finde ich schon mal recht nett….

Nun bin ich nur sehr wenig unterwegs gewesen in den letzten zwei Jahren. Bisschen „wandern“ – meist eher spazieren – und ein bisschen Bike. Aber insgesamt einfach doch recht wenig. Meine Erwartungen an mich selbst waren deshalb auch äusserst bescheiden – einfach zuerst mal wieder anfangen. Und ja, ich habe mir auch vorgenommen das zu akzeptieren und halt einfach zu schauen, wie viel geht und mich daran freuen.

Das hat auch eine zeitlang geklappt. Stepper-Ergometer irgendwas Ding – ging ganz gut eigentlich. Ist natürlich auch nahe am spazieren dran, einfach mit weit höherem Puls. Weil ich oft in den Mittagspausen spaziere ist dort wenn möglich schwitzen „verboten“, deshalb immer zurückhaltende Geschwindigkeiten. Zwanzig Minuten, dreissig Minuten – schön schwitzen, alles gut soweit.

Wechsel aufs Laufband, zuerst mal ein bisschen gehen. Passt auch, bis 6 oder 7 km/h ganz gut. Da kommt die Grenze an der man zu joggen beginnen müsste. Da wurde mir dann sehr rasch klar, das kann ich schlicht noch vergessen. Ein paar Schritte (bei denen der Bauch oder besser gesagt das davor gesammelte Fett ganz gewaltig mit unkoordinierten Bewegungen nervt) und aus die Maus. Geht einfach nicht, braucht etwas mehr Grundlagen.

Da ich schon früher diese auf Rudergeräten versucht habe zu erlangen war das die nächste Wahl. Rudern ist einfach eine tolle Sportart. Trainiert sehr viele Muskeln am Körper und da ich wenn wenig dann nur auf Bikes trainiere auch eine ideale Ergänzung. Mit den Beinen geht ein bisschen was – beim Oberkörper fehlt es aber vollständig. Also rüber auf das Rudergerät. Drauf gesetzt und Füsse fest gezurrt und los gelegt.

Ich wusste ja noch von früher, die ersten paar Züge sind sehr einfach, da darf man sich blos nicht täuschen lassen um nicht nach zehn Minuten schon platt zu sein. Weit gefehlt, das Gefühl von „gar nicht so schlimm“ ist gar nicht eingetreten, es war von Beginn weg einfach nur ein Krampf! Nach gut zehn Minuten hat sich im Gegenteil eher so ein bisschen eine Erholung eingestellt und das Tempo – wenn man von Tempo sprechen soll – hat sich eingepegelt.

Leider nicht für allzu lange, nach etwas über zwanzig Minuten war für den Beginn einfach mal Schluss, nix ging mehr! Na ja, eigentlich bin ich ganz zufrieden damit und ich habe auch aufgehört um nicht mit völlig falscher Haltung noch ein bisschen was durch zu kriegen. Das würde nur zu Schmerzen führen. Ich denke, da kann ich mich auch wieder ein bisschen ran pirschen und die Leistungen erhöhen.

Wirklich blöd ist auch beim Rudern der Bauch – leider! Wenn man sich schön nach vorne beugt ist dieser nämlich grandios im Weg, drückt an allen Stellen und den Beinen. Fast wäre man geneigt mit den Armen zwischen den Beinen hindurch zu rudern, was natürlich haltungsmässig wieder sehr mässig wäre (um nicht zu sagen ein Blödsinn…) – und ja, eigentlich funktioniert der korrekte Ablauf dann gar nicht.

Natürlich war dies schon der zweite Hinweis auf das „eigentliche Problem“ (obwohl ich damit nicht wirklich ein Problem habe aktuell…) – Bauch zu gross.

Nun gut, in den letzten Jahren hat sich das tatsächlich mehr oder weniger allein durch die Menge an Training recht gut reguliert. Darauf hoffe ich auch jetzt, bin ich doch nicht wirklich bereit allzu viel an meinen (gar nicht soo schlimmen, aber natürlich auch nicht idealen) Essgewohnheiten zu ändern.

Fazit: Es braucht wirklich keine lange Zeit um mehr oder weniger wieder bei null anzufangen. Durch körperlich sehr anstrengende Bauarbeiten im letzten Jahr ist die „Durchhaltekondition“ zwar sicher gut – ich denke wandern könnte ich auch einen Tag am Stück – nicht aber die Kondition im Bereich von etwas höherem Puls. Mal schauen wie das zu Weihnachten aussehen wird……

Meine persönliche Trump Zwischenbilanz

Als er gewählt wurde habe ich geschrieben; Es ist erst mal gut dass Amerika jetzt einen Präsidenten hat und dass der Wahlkampf nun zu Ende ist. Das ist eines der einzigen Dinge die nicht so gekommen sind – der Wahlkampf wurde gar nie beendet, geht fliessend weiter mit Brandreden die nur für eine Seite gut sind. Das find ich eigentlich nicht gut.

Die restlichen Wahrnehmungen meinerseits sind durchaus auch mal positive, wenn auch nicht in meinem Sinne! Es ist ein Mann der zumindest versucht, das umzusetzen was er im Wahlkampf versprochen hat. Nun ist da das grösste Problem verborgen, was versprochen wurde war zumindest teilweise natürlich absolutes Marketing Geblabber und niemand hat erwartet, dass er gleich an allen Dingen hängen bleibt.

Innerhalb der USA passiert einiges – viele Regulatorien werden aufgehoben, Vereinfachungen im Kleinen werden zu Hauff eingeführt. Einigen dürfte das Leben einfacher gemacht worden sein in letzter Zeit. Weltpolitisch musste man mit dem aller Schlimmsten rechnen, aber bisher ist es nur „schlimm“ geworden. Passiert ist nicht wirklich etwas, die verbreitete Unsicherheit überall wie er sich verhalten wird ist aber ein echtes Problem und es braucht nicht viel damit da auch mal was explodiert (und das müsste dann wahrscheinlich tatsächlich wörtlich genommen werden, leider….).

Sicherlich positiv sind die Abgänge all der sehr kuriosen „Berater“ welche in erster Linie eigentlich nicht beraten wollten sondern ihr eigenes Ding durchziehen. Dass sich diese abwenden ist gut, die sind in der „Nicht-Regierungs-Opposition“ viel besser aufgehoben.

Dass er sich von Rechtsradikalen nicht konsequent distanziert ist auf eine Weise sogar nachvollziehbar – der Abstand bei den Wahlen war ja weit weniger gross als er selbst zu erzählen pflegt und die Stimmen dieser Gruppierungen benötigt er. Bei der nächsten Wahl wird unter Umständen – wenn es so weiter geht – die Arbeitergruppe nicht mehr unbedingt Trump wählen. Das ist allerdings jetzt noch nicht abzuschätzen, da muss die Entwicklung der nächsten Jahre noch zeigen wie sich die Wirtschaft entwickelt.

Aber was ist denn geworden mit all den Versprechen? Steuererleichterungen, Fehlanzeige. Deregulation, ja, da geht wohl ein bisschen was! Kündigung von Handelsabkommen, nix, das einzige was „gekündigt“ wurde war noch nicht ratifiziert, also so oder so nicht in Kraft! „Schlechte Deals“ rückgängig machen – hmm, vielleicht passt die Kündigung des Pariser Klimaabkommens in diese Kategorie. Da ist natürlich der „Deal für die USA“ schlecht – weil die einfach sehr viel zu tun hätten. Grundsätzlich sehe ich diese Kündigung allerdings nicht so dramatisch, auch wir in der Schweiz werden die Ziele wohl eher nicht erreichen – ABER, wir versuchen zumindest noch, das Zeichen an die Welt war mal wieder nicht sehr intelligent.

TWITTER – nehmt dem Mann endlich Twitter weg! Auf dem Kanal kommt mehrheitlich Müll welcher dann interpretiert und analysiert wird – und ganz nach dem Prinzip shit-in-shit-out sind die dazu gemachten Kommentare meist auch nicht besser! Diese Art der Kommunikation ist unwürdig und erreicht zu viele Menschen direkt. Weltpolitik auf wenig Zeichen beschränkt funktioniert einfach nicht.

Das Beschimpfen der Presse war anfangs irgendwie ein lustiges Spiel, welches irgendwie auch langweilig wird. Trotzdem wird es in einigen Köpfen dazu führen, dass man der Presse nicht mehr glaubt. Dies wird auch diejenigen Medien treffen, die eigentlich zu Trump stehen. Diese Entwicklungen kann man auch jetzt schon beobachten, am Anfang hätte sich FOX nie gewagt etwas gegen Trump zu melden, heute schon. Die wissen genau, dass auch ihre Glaubwürdigkeit genauso leidet wie die der anderen Medien und es über längere Zeit keinen Sinn macht an Trump uneingeschränkt zu glauben.

Fazit: Viele Menschen dieser Welt (und auch in Personen die Mehrheit der wählenden Amerikaner, wird ja gelegentlich immer mal wieder vergessen – war ja auch Wahlbetrug und Manipulation) dachten dass der Mann für das Amt nicht geeignet ist. Wahrscheinlich hatten alle auch recht damit – aber er ist nun mal da und einige Berichte lassen hoffen dass der Rest der amerikanischen Politik stark in Richtung „Schadensbegrenzung“ arbeitet. Eine falsche Bewegung allerdings (wie ein Krieg mit Nordkorea zum Beispiel) und die ganze Welt wird erleben, was für ein Fehler seine Wahl war…..!

..nimm’s gelassen und es funktioniert…

Nach langer Zeit bin ich heute mal wieder Zug gefahren. Laut Fahrplan eine Zugfahrt ein Weg von 2h51min, von Basel nach Genf. Basel bis erste Station Biel, alles bestens. Dort ausgestiegen – Anschlusszug hat 17, och nee, 18….aha 20 Minuten Verspätung. Da steht man so auf dem Perron und ich gebe zu, ich habe begonnen mich zu ärgern.

In einer Art „Schicksalsschlag“ (das Wort dient in erster Linie der Dramaturgie :-)) kommen zwei Mönche auf den Bahnsteig, einer in roter Kleidung, der andere in Orange (was das für Mönche waren weiss ich nicht……..). Oh, da hatte ich doch mal ein Buch gelesen das mir sagen wollte, man solle in allen Dingen die einem widerfahren das Positive suchen. Diese Mönche haben bei mir genau das ausgelöst, ich habe das mal aktiv versucht.

Also, ich hatte genügend Zeit eingeplant, mein Termin war vorläufig nicht gefährdet. Ja, das Wetter war schön, eigentlich war da auf dem Bahnsteig sitzen ganz erholsam und völlig stressfrei. Meine Erkältung die mich drei Tage etwas geplagt hatte bessert sich und meiner Familie geht es gut. Hmm – tatsächlich scheinen die 20 Minuten nicht wirklich die Welt zu bedeuten und es gibt viel Positives welches diese 20 Minuten locker aufwiegt.

Wäre die Erkältung noch stärker gewesen hätte ich so oder so alles absagen müssen, wäre das Wetter kalt und regnerisch gewesen hätte ich mir einen Unterstand suchen müssen und unter Umständen gefroren (und mich wieder erkältet dabei) und so weiter und so fort.

Es war tatsächlich entspannend sich daran zu erinnern und ich glaube, das ist tatsächlich ein Rezept das zum Erfolg führen kann. Die Frage für mich bleibt nur; die Mönche kommen in der nächsten solchen oder ähnlichen Situation nicht wieder, da muss ich schon selbst auf die Idee kommen, die „Probleme“ umgekehrt zu betrachten, was habe ich alles noch, was ist alles positiv geblieben trotz dieser Situation.

Wieso glaube ich noch nicht so ganz an diese Kraft oder meine zumindest, darin noch nicht genügend Übung zu haben? Ganz einfach, der 20 Minuten verspätete Zug hat alle Reisenden an der nächsten Station wegen einer Störung wieder ausgespuckt. Auf Umwegen wurden aus den 20 Minuten dann 60 bis zum Ziel – und ich hatte immer mehr Mühe die Sache positiv zu betrachten. Und dies obwohl alle oben beschriebenen positiven Parameter weiterhin bestand hatten, auch diese Stunde hat mich nirgends in Bedrängnis gebracht, war locker im Zeitplan drin.

Fazit: An das Positive in der Situation zu denken kann ganz schön hilfreich sein und ist ein absolut richtiger Weg. Allerdings braucht der offensichtlich Übung und für mich noch wichtiger, ich muss die Situation die solches Denken erfordern „erkennen“ und mich aktiv um diese positiven Komponenten kümmern. Ich glaube es ist es wert in diese Sache ein bisschen zu „investieren“!

…alles Raser oder was…

Vom BfU wurde heute über Mittag (vielleicht auch später noch) eine Studie oder besser eine Umfrage veröffentlicht mit schockierendem Ausgang! Es wurden Autofahrer befragt ob sie gelegentlich oder häufig die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten. Wirklich absolut schockierende Werte kamen dabei heraus – auf Autobahnen über 50%! Wir Schweizer ein einig Volk von Rasern also.

Nicht fehlen durfte natürlich auch der Hinweis, dass zu schnelles Fahren einer der Hauptgründe für schwere Unfälle darstellt. Da ist im Grundsatz sicherlich nichts dazu einzuwenden. Und doch bin ich der Meinung dass die Umfrage reiner Humbug ist und der Schluss zum Thema Unfälle nicht zwingend richtig. Nebenbei sind wir Schweizer in einer Rangliste mit Verkehrsopfern sehr weit vorne anzutreffen in Europa (und Europa ist weltweit sehr weit vorne anzutreffen).

Zuerst mal zur Umfrage. Einer steht auf der Strasse und fragt mich: „Fahren Sie gelegentlich oder regelmässig zu schnell auf a) Autobahnen, b) Landstrassen oder c) Innerorts“. Gut, auf Autobahnen gelegentlich auch mit voller Absicht, auf Landstrassen, ja eher häufig aber innerorts versuche ich mich immer an die Regeln zu halten“. Ja, was heisst jetzt das, ich habe also eigentlich dreimal geantwortet, dass ich mich gelegentlich nicht an die Beschränkungen halte. Zweimal habe ich das so gesagt, einmal habe ich gesagt dass ich es versuche.

Meine „Statistik“ was Bussen angeht ist eigentlich eine sehr gute, verglichen mit den gefahrenen Kilometern sogar eine sehr gute (Insider könnten anmerken, dass die im letzten Jahr einen – wenn auch sehr kleinen – Peak erfahren hat). Trotzdem fahre ich manchmal tatsächlich und auch absichtlich zu schnell. Nun, was heisst das. Ich gestehe, nachts oder morgens früh aus leerer Autobahn fahre ich manchmal fast 130 – OMG! Ausserorts – ok, als ich noch meine Lotus fuhr war ich da sicher manchmal im „Raserbereich“, aber auch heute erlaube ich mir manchmal bis zu 100km/h – EIN AUFSCHREI! Innerorts, ja, dort versuche ich mich wirklich immer an die Beschränkungen zu halten, was mir nicht immer gelang in letzter Zeit (gemessene Geschwindigkeit nie mehr als 56km/h)….

Warum begebe ich mich denn in solche Gefahren? Weil ich meine, diese Gefahren sind nicht real. 130 auf der Autobahn wäre bei strömendem Regen gefährlich – aber ist 120 da wirklich sooo viel weniger gefährlich? Ausserorts, ja, da gehe ich sicherlich mehr Risiko ein damit schneller zu fahren – als unsere Autos noch viel langsamer und weniger sicher waren durfte man in der Schweiz dort noch 100 fahren…..hmmm.

Nun wurde direkt eine Verbindung hergestellt durch die Häufigkeit von schweren Unfällen auf Grund hoher Geschwindigkeit. Aber das hat doch damit rein gar nichts zu tun (oder nur indirekt). Natürlich geschehen viele Unfälle wegen hoher Geschwindigkeit, aber im Sinne „den Verhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit“. Auf schneebedeckten Autobahnen in der Schweiz gilt an vielen Orten auch 120 als Höchstgeschwindigkeit – unmöglich und hoch gefährlich! Im Prinip ist es meines Erachtens nicht die absolute Geschwindigkeit die entscheidet sondern die der Lage angepasste oder eben nicht.

Ausserorts mit 100 eine lange Gerade befahren ist verboten und ich bin ein Raser, ist aber weit weniger gefährlich als eine unübersichtliche Kurve mit 80 zu umkurven. Ich will hier natürlich nicht sagen, dass 100 fahren ausserorts OK ist, aber im Kern der Sache vielleicht doch nicht ganz so gefährlich. Die angegebene erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist eine gesetzliche Geschichte und hat nichts damit zu tun, ob die Geschwindigkeit auf Grund der Situation gefährlich oder eigentlich fast zu langsam ist. Man dürfte halt einfach nicht schneller

Fazit: Ich finde es schade, wenn öffentliche Berichte von Bundesbetrieben oder diesen nahe stehenden Betrieben Dinge durchmischen die nur bedingt etwas miteinander zu tun haben. Unfälle mit nicht angepasster Geschwindigkeit gibt es immer und auch eine Beschränkung auf 60 auf Autobahnen würde nicht alle verhindern (wahrscheinlich viele). So ein bisschen zu schnell fahren kann sehr gefährlich sein – ist aber vielerorts auch absolut ungefährlich, gerade auf Autobahnen. Innerorts unterstütze ich eine Null-Toleranz Strategie und dort ärgern mich Bussen auch sehr weil ich selbst weiss; das ist unvorsichtig!

Kleine Menukarte

Alle „Restaurant-Kritiker“ oder „-Helfer“ empfehlen Restaurants die Karte klein zu halten. Ich selbst finde das auch sehr angenehm, es ist für mich einfacher aus einer gut sortierten kleinen Karte auszuwählen als aus einer Karte mit hundert Gerichten. Erst recht wenn dann noch die Art der Küche wild gemischt ist – auf das indische Currysüppchen folgt ein Rahmschnitel mit Nudeln oder so….

Nun habe ich am letzten Wocheende etwas anderes erlebt, und es war spannend. Wir waren zu Gast im Engadin und in dem Restaurant gibt es eine eben solche reduzierte Karte, pro Gang vielleicht 5-6 Speisen maximal zur Auswahl. Aber – und das war das spezielle – diese Gerichte pro Gang sind quer über den Globus verteilt. Nun kann man sich also wenn man will ein asiatisches Menu zusammen stellen oder ein traditionell (mehr oder weniger) schweizerisches.

Trotz allem war das für mich jetzt eine recht grosse Herausforderung (…..um nicht missverstanden zu werden, ein äusserst wichtiges over-first-world-problem….) da ein Menu zusammen zu stellen. Passt das Gemüsecurry hinter ein Kalstartar? Schmeckt ich das Zanderfilet noch wenn ich die Currysuppe vorher gegessen habe?

Ich schreibe das hier nicht in aller Kürze auf weil ich darin wirklich ein Problem sehe sondern weil ich überrascht war, dass auch eine klein gehaltene Karte Auswahlschwierigkeiten bereiten kann.

Fazit: Ich bin auch der Meinung eine kleine Karte ist „besser“ als eine ellenlange – sobald aber die Essensstile gemischt werden wäre es für mich wieder einfach ich könnte mich für eine Richtung entscheiden (..heute will ich asiatisch…) und hätte da dann eine Auswahl verschiedener Gerichte. Aber – meine letztlich getroffene Wahl hat NICHT zusammen gepasst geschmacklich, hat aber trotzdem sehr gut geschmeckt!

Spaziergänge in der Nacht – eine Empfehlung….

Ein Spaziergang an einem Sommerabend ist eine tolle Sache. Ich habe mir das letzte Woche mal wieder etwas ausgedehnter „gegönnt“ (zweieinhalb Stunden) und die Erfahrungen sind einfach jedes Mal fantastisch – diesmal war noch Sommerferienzeit was einige Dinge noch schärfer heraus arbeiten konnte.

Von zu Hause muss ich durch einige doch typische Vorort Quartiere. Diese sind sehr oft nach 22 Uhr recht gespenstisch. Ich frage mich immer mal wieder; Wohnt hier überhaupt jemand? Man müsste Licht sehen. Jetzt im Sommer müsste man wegen offener Fenster Stimmen hören oder Fernseher laufen sehen. Aber manchmal geht es „unendlich“ lang einfach dunklen Häuserreihen entlang. Tatsächlich ein etwas komisches Gefühl manchmal.

Nach etwa einer Stunde geht es dann endlich von den letzten Häusern weg, man hört noch das eine oder andere Fest das am Laufen ist (ganz erstaunlich wie weit man Stimmen und Gelächter in der Nacht über freies Land hören kann) und irgendwann wird es ruhig.

Zusammen mit dem aufkommenden Bodennebel führt das dazu, dass man eigentlich nur noch seine eigenen Schritte hört – diese dröhnen allerdings fast schon in den Ohren. Dann kommt das Waldstück, diese schwarze Höhle von Bäumen welche am Tag überhaupt nicht auffällt oder wenn dann als positiver Schattenspender. Man läuft rein und sieht direkt rein gar nichts mehr weil auch der Rest Mondlicht im Blätterwerk hängen bleibt. Irgendwie gruslig schön so was. Die überall aufsteigenden Nebel tun ihre Sache dazu J.

Neben den eigenen Geräuschen gibt es auch noch gaanz viele andere Geräusch, Blätter welche scheppernd von den Bäumen fallen, Käfer welche in vertrocknetem Laub einen riesen Lärm veranstalten, in dem noch besser sind Vögel oder nachts halt auch viele kleine Nager. Auf jeden Fall eine äusserst angenehme Kakophonie von natürlichen Geräuschen. Sehr cool.

Der Weg zurück fühlt sich dann auch deutlich anders an. Geradezu schreiend empfindet man Menschen welche sich auch nach 23 Uhr noch erdreisten im Garten zu reden. Alle Lichter die man sieht blenden schon fast, kaum vorstellbar wie sich Personen in diesem gleissenden Licht wohlfühlen können. Beim Hinweg war an dieser Stelle noch recht ruhig und schon ziemlich dunkel – die Wahrnehmung verschiebt sich enorm in wenigen Minuten.

Dann, irgendwann (..wann ist nicht klar, aber es ist auf jeden Fall nicht zu vermeiden) trifft einen dieser gefühlte 5000 Watt Vorplatzbeleuchter welcher nicht nur den Vorplatz beleuchtet sondern auch noch die zwei nächsten, angrenzenden Quartiere. Interessant daran ist nur der stechende Blitz welcher einen direkt ins Auge einschlägt und für die nächsten paar Minuten eine Blindheit hinterlässt. Genauer genommen einen grossen blauen Fleck in der Mitte des Sichtfeldes und viel dunkelgrau ringsum. Am besten man hält kurz an nachdem man von einer solchen Ar…lo..lampe getroffen wurde!

Der dazugehörige Bewegungsmelder ist natürlich so eingestellt, dass das Ding auch los geht wenn man auf der anderen Strassenseite vorbei geht. Aber klar, diese Strahler sollen ja auch nicht einfach so beleuchten sondern zusätzlich ungebetene Gäste vertreiben. Da sie aber doch recht gut beleuchten kann ich mir durchaus vorstellen, dass potentielle Einbrecher ganz froh sind um die Beleuchtung, so kann man in der Dämmerung doch wesentlich besser auskundschaften als wenn es ganz dunkel wäre. Also ich verstehe diese Beleuchtungen nicht und die halben Herzattacken die man jeweils dabei erlebt sind nur noch von Hunden zu übertreffen welche aus dem Nichts nachts plötzlich hinter dem Grünzeug zu bellen beginnen….

Fazit: Wer das was ich oben geschildert habe nicht kennt kann ich nur empfehlen, das mal selbst zu versuchen. Sicherlich ist es nicht jederfraus/jedermanns Sache (wieso ist hier jederfrau falsch und jedermann richtig angezeigt auf dem Computer??) allein in der Nacht zu spazieren. Es ist aber die Erfahrung wert und ich selbst finde diese stadtnahen Gegensätze interessanter als einfach irgendwo auf dem Land über Wiesen und durch Wälder zu gehen – dort ist einfach ruhig und basta, stadtnahe Spaziergänge bringen viel mehr „Action“ in diese ruhige Betätigung!

Erweiterte und virtuelle Welten..

Von virtuellen Welten reden wir schon lange und es gibt auch schon einige sehr interessante Anwendungsgebiete. Es gibt viele Dinge, die ich mir absolut vorstellen kann in Zukunft in einer virtuellen Welt zu machen. Ausbildungen zum Beispiel kann ich mir recht gut virtuell vorstellen, allerdings nicht so wie man das jetzt so macht (Kurse die man sich anschauen kann….online learning…) sondern virtuelle Klassenräume in denen es eigentlich genau so interaktiv zu und her gehen kann wie vor Ort. Natürlich wird nicht alles ersetzt, aber doch sehr viele Dinge würden so gehen (auch die Interaktion zwischen Teilnehmern würde ich als durchaus „machbar“ ansehen).

Auch Universitäten könnten und werden vermutlich in Zukunft einiges einsparen mit virtuellen Möglichkeiten. Einen Professoren oder eine Professorin virtuell und „hautnah“ zu erleben ist u.U. nicht soo viel schlechter als in der hintersten Reihe zu sitzen und ganz knapp mit zu kriegen, was vorne abgeht.

Trotz allem sehe ich jetzt den grossen Entwicklungsrahmen nicht im Bereich der virtuellen, sondern der erweiterten Welten. Dinge also, die mir zusätzlich zu meiner Realität gezeigt werden können. Pokemon go hat bewiesen, dass Leute durchaus empfänglich sind dafür. Mir können Dinge gezeigt werden zusätzlich zu der Realität in der ich mich bewege. Stadtführungen, Hotelrundgänge mit Erklärungen, Routenanzeigen ähnlich eines Head-up Displays im Auto und so weiter – mir kommen da tausend Dinge in den Sinn die aus meiner Sicht sinnvoll wären..

Einige natürlich kombiniert mit der vollständig virtuellen Welt – Hotels zum Beispiel könnten den Rundgang sehr persönlich schon vor der Buchung anbieten per virtueller Realität – vor Ort dann erweiterte Realitäten und/oder Menschen. Tönt für mich eigentlich nicht doof.  Gewöhnen müsste man sich schon daran und vielleicht würde nicht die oberste Liga von Hotels zuerst aufsteigen.

Was aber an Möglichkeiten für ein Marketing entstehen ist unglaublich. Kritischster Punkt aus meiner Sicht könnte da auch mal werden, dass nach dem  virtuellen Erlebnis einige Dinge gar nicht mehr bereist oder besucht werden müssten weil man alles schon gesehen hat…

Kehrseiten – ja, gibt es mehr als genug. Viele wenn nicht sehr viele Arbeitsplätze könnten durch die digitale Revolution vernichtet oder umgeschichtet werden. Umgeschichtet tönt in dem Fall natürlich irgendwie als Ausweg, allerdings dürften nicht alle Hoteliers oder Banker sich plötzlich zu Programmierern umschulen lassen. Aber auch die industrielle Revolution war nicht aufzuhalten und hat vieles verändert. Hier kann nur gelten – wer früh mit dabei ist hat sicher einen Vorteil.

Auch ist es aktuell äusserst umständlich sich in einer virtuellen oder noch mehr einer erweiterten Realität aufzuhalten. Virtuell mag ja noch gehen, da kann ich zu Hause sitzen und mir irgend ein Ungetüm über den Kopf stülpen und das war es. Unterwegs sieht das ein bisschen anders aus – ich will ja die erweiterte Realität auch als solche erleben, ich will ja nur zusätzliche Informationen eingeblendet erhalten, nicht die ganze Welt (sonst hätte ich gar nicht mehr raus müssen – aber vielleicht gibt es ja doch Gründe sich in der Natur zu bewegen, auch später mal…).  Immer aufs Handy schauen wie all die Pokemon Spieler der Vergangenheit kann auch keine Lösung sein.

Hier steht also aktuell die Technik dem ganzen noch im Weg, man hat die geeigneten Wiedergabegeräte noch nicht zur Verfügung. Auch ganz grosse Player wie Apple haben angekündigt, daran zu arbeiten. Überhaupt werden hier die grossen aus der Szene abkassieren – mittlere und kleinere Betriebe die sich um diese Themen kümmern dürften gekauft oder sonst wie verdrängt werden. Diese Entwicklungen können wir als von drei bis vielleicht sechs bereits aktiven Firmen erwarten, Neueinsteiger würde mich überraschen.

Zurück zum Wiedergabegerät – als Kontaktlinsenträger steht mein Wunsch fest – über diese will ich alle virtuellen Informationen erhalten. Das wäre mit tatsächlich lieber als eine direkte Beeinflussung des Gehirns, was aber auch denkbar ist.

Alles Science Fiction? Vielleicht zum Teil und heute – von der Entwicklung in diese Richtung bin ich aber überzeugt, es erscheint mir logisch dass die digitale Revolution in diese Richtung weiter gehen wird.

Dahinter steckt ein Risikopotential und Gefahren die wir aktuell gar nicht abschätzen können – immens ist das so oder so. Dass die grossen Player noch grösser werden und sehr rasch (oder sind sie das heute schon) mächtiger sind als die Politik ist nicht unproblematisch – auch Geld ist und wird nahezu endlos zur Verfügung stehen. Grenzen stellen ein weitere grosses Problem dar an dem wir uns aktuell in massiver Überforderung die Zähen ausbeissen.

Fazit: Ich habe verschiedene Meinungen zu dem Thema. Ich freue mich definitiv auf die Möglichkeiten – ich fürchte mich aber auch vor dem Einfluss und vor den damit verbundenen Gefahren. Was überwiegt kann ich nur schlecht sagen im Moment, die Freude ist gross, der Respekt vor solchen Techniken aber auch…

Schottische Landschaft

Die Highlands, das Highlight des Nordens für viele Urlauber – eine Art non-plus-ultra der Natur! Ja, es ist sehr schön hier – und für mich fühlt es sich manchmal auch ein bisschen wie „wie zu Hause“ an.

Die Berge gleichen doch eher Hügeln für meinen Geschmack – dies kommt hauptsächlich davon, dass die meisten Berge bis zum Gipfeln mit Wiesen überzogen sind, also grün aussehen. Dies kommt wohl stark vom Klima (-10 bis +30 Grad wobei beides einen Extremwert darstellt…) wie auch von der absoluten Höhe über Meer. Weit über 1000m liegt hier nicht drin, das erreichen wir im alpinen Raum natürlich schon in den Voralpen oder im Jura locker.

Mich erinnert diese Landschaft eigentlich sehr stark an unseren Jura. Es hat Seen (wesentlich mehr als bei uns) und es hat mehrheitlich sanft wogende Berge. Natürlich ist die Vegetation anders, auch die auf ca. 500m.ü.M. liegende Baumgrenze ist „gewöhnungsbedürftig“, aber so ganz anders als im Schweizer Jura ist das wirklich nicht.

Man darf die Hügel natürlich nicht unterschätzen – eine Wanderung auf die höheren Hügel bedeutet dann doch eine Höhendifferenz von 900 Metern, durchaus auch auf steilen Pfaden zu bewältigen. Sind also nicht nur lockere Spaziergänge sondern durchaus auch mal Wanderungen.

Deutlich unterschiedlich ist die Tatsache, dass es praktische keine Bevölkerung gibt an vielen Orten und dass auf der Wanderung und nahe beim Gipfel auch kein Restaurant steht – die Berge riechen also nicht nach Pommes sondern nach Natur. Für mich ungewohnt, aber sehr angenehm.

Von oben wirklich eindrücklich zu sehen ist die viel niedrigere Bevölkerungsdichte des Landes – oft sieht man wirklich kein Haus weit und breit. Auch von unserem Cottage aus sehen wir nur recht weit entfernt ein Haus – die Nähe zur einer Verbindungsstrasse zeigt aber auf, dass es Leben gibt. Ebenso ist auf den „schönen, idyllischen Seen“ – zumindest auf den touristisch erschlossenen, andere werden wir auf Grund der kurzen Zeit praktisch nicht erkunden – recht viel los. Speedboats, Dampfboot oder auch Jet Skis sind eindeutige Zeichen für Tourismus.

Fazit: Die Landschaft beeindruckt mich nicht, dies nicht, weil die nicht sehr schön wäre, sondern einfach weil die in meinen Augen nicht allzu stark von Landschaften abweicht die ich schon gut kenne. Durch das Klima und die absolute Höhenlage (die eher nicht so hoch ist) sieht das alles schon ein bisschen anders aus, auf eine Art „Jura erweitert“ oder „Alpen light“ – für Wanderer ganz sicher ein Paradies………bei schönem Wetter!

Smartwatch Berichte und Tests

Ein lustiges Phänomen macht sich im Moment breit. Da ich selbst sehr überzeugt von Smartwatches bin könnte man mir natürlich Befangenheit vorwerfen, ich selbst meine eher nicht.

Gerade eben hat Louis Vuitton angekündigt, dass ihre Smartwatch jetzt erhältlich ist. Die nun doch schon vierte Nobelmarke die in diesen Markt einsteigt. Die Idee dahinter, die Smartwatch soll genau gleich aussehen wie die automatische Uhr. Diese Vorgabe hat wohl einigen Ingenieuren durchaus ein paar Nächte geraubt.

Braucht es denn diese Geräte? Ich bin sicher, ja, die braucht es und zwar auch die „edlen“ die von Uhrenherstellern gemacht werden. Erstens ist das für die Marken eine Möglichkeit zu zeigen, dass sie durchaus an die Zukunft denken und zweitens wird der Markt bis 2020 auf gut 40 Milliarden geschätzt, davon könnten doch einige einen Teil abkriegen wollen. Aus Schweizer Sicht muss man vielleicht sogar sagen sie sind für eine ganze Industrie überlebenswichtig wenn auch komplementär zu den heutigen meistverkauften Modellen. Die digitale Revolution wird nicht halt machen und die Uhren werden in Zukunft wichtig werden (meine Meinung) in dem Spiel – wer jetzt schon dabei ist macht sicher noch Fehler oder verkauft Dinge, die schon in zwei Jahre keiner mehr will, aber digital dabei sein heisst auch früh dabei sein…

Für die Uhren der Uhrenhersteller sind aktuell CHF 800.– bis CHF 2500.– (in Grundausstattung) zu berappen. Jetzt werden diese Geräte getestet in einem Testverfahren wie Computer oder andere mobile Geräte. Entscheidend sind also die (in der Software – und nur dort) „verbauten“ Funktionen, die Geschwindigkeit, Speichergrösse und Akkulaufzeit. Letzteres macht ja irgendwie noch Sinn – oder doch nicht? Sehr oft wird dabei geschlossen mit “ die kann auch nicht mehr als die xyz Watch der Marke abc…..

Man nehme nun zehn mechanische Uhren mit Preisen zwischen 1000.– und 10000.–, also einer Spanne von 10 (zur Erinnerung, bei den „Edel“-Smartwatches beträgt diese nur ein bisschen mehr als 3). Was können nun diese Uhren? Sie zeigen alle die Zeit an – gut, andere zeigen vielleicht das Datum an oder die Mondphasen. Alles Dinge die bei Smartwatches „einfach so“ klar sind. Wie unterscheiden sich die Uhren dann? Machart und Design, ich mag die Marke und so weiter. Nie aber auch gar nie wird es eine Funktion geben, die auf den smarten nicht möglich wäre.

Ebenfalls redet keiner über Gangzeitreserve – oder nur wenige. Ob die Uhr nach einem Wellness-Weekend noch läuft? Fragwürdig – und nebenbei, nach dem Aufziehen oder genügendem Schütteln stimmt die Zeit dann nicht automatisch wieder – also auch hier gibt es konzeptionell vergleichbare Mängel (und ein Uhrenbeweger ist teurer und sperriger als ein Ladegerät – welches ich fürs Handy so oder so brauche….).

…und die meisten Funktionen die ich beschrieben habe gibt es auch bei Uhren für noch viel weniger Geld.

Dass also eine Smartwatch nicht auch etwas teurer sein darf ist falsch – natürlich darf sie das. Die Unterscheidungsmerkmale sind genau gleich wie früher. Die „Gleichheit“ ist natürlich grösser, die eigentlichen Funktionen werden von Software zur Verfügung gestellt, ich kann mich bei der Auswahl der Uhr also allein auf Design, Machart und Budgetwunsch konzentrieren.

Zeitlos – ein Argument das ich gelten lassen muss, auch ich hundert Jahren wird eine mechanische Uhr noch eingeschränkte funktionale Möglichkeiten haben – wohin die smarten Uhren noch gehen weiss im Moment keiner. Gut möglich, dass die heutigen Besitzer 2020 nicht mehr dieselbe Uhr besitzen. Nun gut, die Wählscheibe bei Haustelefonen hat auch mal ausgedient, vielleicht nur ein Zeichen von technologischem Fortschritt und nicht unbedingt Nachteil per se, oder?

Fazit: In der klassischen Uhrenwelt werden seit Jahrzehnten dieselben Funktionen in einer riesigen Preisspanne angeboten – was scheinbar für niemanden ein Problem darstellt. Smartwatches sollen dem nicht folgen – obschon sie alle im Bereich Funktionalität bestehenden Uhrenkonzepte weit überflügeln. Ich verstehe das nicht wirklich…..muss ich aber auch nicht mehr, ich habe mich entschieden – und besitze auch weiterhin eine mechanische Uhr. Seit ich eine hochwertige Smartwatch habe, habe ich diese allerdings keine Stunde mehr getragen…..

Eine Bierkur der besten Art

Als Schweizer habe ich früher gelernt, Bier gibt es entweder „Stange“,  „Spez(li)“ oder „Kübel“ – drin war eigentlich immer dasselbe Lager-Bier der drei oder vier grössten Brauereien der Schweiz (damals gab es tatsächlich noch ein paar grosse und unabhängige, heute gibt es eigentlich eine grosse in ausländischer Hand und viele kleinere). Einzig ein Spez(li) war etwas stärkeres Bier, welches es aber immer nur in kleinen Flaschen gab.

Für die die das nicht mehr kennen, „Stange“ steht für 3 Dl Lagerbier vom Fass, „Kübel“ für 5 Dl desselben. Ausnahmen gab es noch bei denen, die auch eine „Flasche“ wollten, Bier war es wieder dasselbe, einfach in einer 6 Dl Flasche (heute 5 Dl wie auch sonst überall). Diese Bezeichnungen stammen alle aus der Region um Basel, es gibt noch viele mehr. Gemeinsamer Nenner – alles recht „langweiliges“ Lager Bier.

In der Zwischenzeit hat sich eine stattliche Anzahl kleiner Brauereien entwickelt welche auch durchaus gutes Bier brauen können. Ich hoffe für diese, dass dies auch wirtschaftlich funktioniert und weiterhin eine Vielfalt an Bier angeboten werden kann.

Jetzt bin ich seit einer Woche auf „der Insel“. Die Biere von dort sind für mich auch zu Hause wenn erhältlich erste Wahl (ausser Weizenbiere – bei denen bevorzuge ich je nach Lust und Laune die weissen Weizen aus Belgien oder die Deutschen). Und was soll ich sagen, jedes Bier das man bestellt ist schlicht und einfach fantastisch – für meinen Geschmack und im Vergleich zu Massenware Lagerbier!

Beim Einkaufen gehe ich streng nach dem Muster „alles ausprobieren“ vor – und in Restaurants einfach das Lokale. Keine einzige Auswahl habe ich bereut. Natürlich waren welche dabei, die meinen Geschmack nicht so getroffen haben (zu viel Malz gibt es da zum Beispiel), dafür fand ich Sorten oder Brauvarianten die ich bei uns noch nie gesehen habe (zum Beispiel ein IPA mit 4% Alkohol – oder auch ein alkoholfreies Ale). Eines davon war sehr gut (IPA), das andere, ich gebs ja zu, habe ich (noch) nicht versucht.

Fazit: Ich bin was Bier angeht wohl ein Engländer und werde das auch bleiben. Entscheidender aber ist die schiere Auswahl an guten Bieren die hier wohl kaum zu übertreffen ist. Etwas einschränkend muss man sagen, auch hier gibt es offensichtliche Vorlieben und leichte Ales sind recht vorherrschend in den Regalen. Stouts sind interessanterweise praktisch nicht vertreten (dafür im Regal daneben noch mindestens zehn Sorten Cider…..), mal schauen ob sich das beim Grenzübertritt nach England morgen ändern wird…..