So, nachdem ich jetzt irgendwie eingesehen habe dass NACH der Arbeit auf Grund der Fahrzeiten (Basel – Zürich) schlicht keine Zeit bleibt für Sport habe ich mich um andere Lösungen zu kümmern versucht. Bei einem meiner Kunden habe ich nun zumindest eine Lösung für 2-3 Stunden pro Woche gefunden, dort gibt es ein eigenes Fitnesscenter welches ich als externer Mitarbeiter mit benutzen darf. Das finde ich schon mal recht nett….

Nun bin ich nur sehr wenig unterwegs gewesen in den letzten zwei Jahren. Bisschen „wandern“ – meist eher spazieren – und ein bisschen Bike. Aber insgesamt einfach doch recht wenig. Meine Erwartungen an mich selbst waren deshalb auch äusserst bescheiden – einfach zuerst mal wieder anfangen. Und ja, ich habe mir auch vorgenommen das zu akzeptieren und halt einfach zu schauen, wie viel geht und mich daran freuen.

Das hat auch eine zeitlang geklappt. Stepper-Ergometer irgendwas Ding – ging ganz gut eigentlich. Ist natürlich auch nahe am spazieren dran, einfach mit weit höherem Puls. Weil ich oft in den Mittagspausen spaziere ist dort wenn möglich schwitzen „verboten“, deshalb immer zurückhaltende Geschwindigkeiten. Zwanzig Minuten, dreissig Minuten – schön schwitzen, alles gut soweit.

Wechsel aufs Laufband, zuerst mal ein bisschen gehen. Passt auch, bis 6 oder 7 km/h ganz gut. Da kommt die Grenze an der man zu joggen beginnen müsste. Da wurde mir dann sehr rasch klar, das kann ich schlicht noch vergessen. Ein paar Schritte (bei denen der Bauch oder besser gesagt das davor gesammelte Fett ganz gewaltig mit unkoordinierten Bewegungen nervt) und aus die Maus. Geht einfach nicht, braucht etwas mehr Grundlagen.

Da ich schon früher diese auf Rudergeräten versucht habe zu erlangen war das die nächste Wahl. Rudern ist einfach eine tolle Sportart. Trainiert sehr viele Muskeln am Körper und da ich wenn wenig dann nur auf Bikes trainiere auch eine ideale Ergänzung. Mit den Beinen geht ein bisschen was – beim Oberkörper fehlt es aber vollständig. Also rüber auf das Rudergerät. Drauf gesetzt und Füsse fest gezurrt und los gelegt.

Ich wusste ja noch von früher, die ersten paar Züge sind sehr einfach, da darf man sich blos nicht täuschen lassen um nicht nach zehn Minuten schon platt zu sein. Weit gefehlt, das Gefühl von „gar nicht so schlimm“ ist gar nicht eingetreten, es war von Beginn weg einfach nur ein Krampf! Nach gut zehn Minuten hat sich im Gegenteil eher so ein bisschen eine Erholung eingestellt und das Tempo – wenn man von Tempo sprechen soll – hat sich eingepegelt.

Leider nicht für allzu lange, nach etwas über zwanzig Minuten war für den Beginn einfach mal Schluss, nix ging mehr! Na ja, eigentlich bin ich ganz zufrieden damit und ich habe auch aufgehört um nicht mit völlig falscher Haltung noch ein bisschen was durch zu kriegen. Das würde nur zu Schmerzen führen. Ich denke, da kann ich mich auch wieder ein bisschen ran pirschen und die Leistungen erhöhen.

Wirklich blöd ist auch beim Rudern der Bauch – leider! Wenn man sich schön nach vorne beugt ist dieser nämlich grandios im Weg, drückt an allen Stellen und den Beinen. Fast wäre man geneigt mit den Armen zwischen den Beinen hindurch zu rudern, was natürlich haltungsmässig wieder sehr mässig wäre (um nicht zu sagen ein Blödsinn…) – und ja, eigentlich funktioniert der korrekte Ablauf dann gar nicht.

Natürlich war dies schon der zweite Hinweis auf das „eigentliche Problem“ (obwohl ich damit nicht wirklich ein Problem habe aktuell…) – Bauch zu gross.

Nun gut, in den letzten Jahren hat sich das tatsächlich mehr oder weniger allein durch die Menge an Training recht gut reguliert. Darauf hoffe ich auch jetzt, bin ich doch nicht wirklich bereit allzu viel an meinen (gar nicht soo schlimmen, aber natürlich auch nicht idealen) Essgewohnheiten zu ändern.

Fazit: Es braucht wirklich keine lange Zeit um mehr oder weniger wieder bei null anzufangen. Durch körperlich sehr anstrengende Bauarbeiten im letzten Jahr ist die „Durchhaltekondition“ zwar sicher gut – ich denke wandern könnte ich auch einen Tag am Stück – nicht aber die Kondition im Bereich von etwas höherem Puls. Mal schauen wie das zu Weihnachten aussehen wird……

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