Nein, ich will niemanden mit einem weiteren Jahresrückblick – weder privater Natur noch geschäftlicher Art – belästigen. Trotz allem habe ich über die Festtage mal ein bisschen zurück gedacht und mir überlegt, was mir im Zusammenhang mit dem Schreiben dieses Blogs alles aufgefallen ist.

In diesem Jahr kam es oft zu einer Art „Ideenstau“ – ich hatte keine Idee zu schreiben und deshalb auch keine Lust. Deshalb gibt es oft längere Zeitabschnitte in denen ich eigentlich überhaupt nichts geschrieben habe. Und es gab die genau umgekehrten Zeiten, Tage an denen ich mehrere Ideen gehabt hätte aber nicht genügend Zeit um zu schreiben.

Es hat auch im Jahr 2016 einen neuen Rekord an Lesern abgesetzt, seit ich 2012 begonnen habe sind die Aufrufe um das 20-ig fache gestiegen. Das ist irgendwie erstaunliche da ich nicht wirklich allgemeine Themen aufgreife oder nur selten. Es gibt darunter einige Artikel (wie zum Beispiel der über meine Jung-Analyse) welche immer wieder aufgerufen werden – weit über dem Durchschnitt. Natürlich sind auch die allgemeinen Themen mit internationalen Markennamen (hauptsächlich meine Artikel zu Ubiquiti’s Unifi WLAN Geräten) beliebter als eine Liebeserklärung an meine Frau (welche auch schon ein paar „Monate“ zurück liegt).

Etwas hat sich aber durchaus geändert – und das ist die kritische (im negativen Sinne) Auseinandersetzung mit den Themen. Bisher waren Kommentare mehrheitlich positiver Natur – was ich eigentlich gar nicht will. Ich akzeptiere alle Kommentare die gemacht werden und das wäre auch nicht anders wären diese kritisch. Meist gelangen diese Kommentare aber über Dritte an mich….was irgendwie keinen Sinn macht und dem Wesen eines Blogs eigentlich komplett widerspricht.

Wie äussert sich das – in Dingen wie „das ist eine verbohrte Meinung“, „darf man das so sagen“ oder „könnte es nicht sein, dass man damit jemandem auf den Schlipps tritt“. Vielleicht muss ich da mal etwas nochmals klar stellen. Ich schreibe diese Blogs zu irgend einem Thema das mich gerade interessiert und zu dem ich in dem Moment eine Meinung habe. Angriffig in der Tonlage bin ich – so meine ich zumindest – doch eher selten. Dass dies nun meine sakro-sankte, unumstössliche Meinung darstellt ist in keiner Weise wahr. Es ist eine Momentaufnahme zu der ich in jedem Fall und immer zur Diskussion bereit bin.

Ich weiss nicht mehr alles was ich hier geschrieben habe – auch das eine spannende Geschichte. Ich werde gelegentlich angesprochen weil ich über etwas geschrieben habe – und ich weiss es selbst nicht mehr. Könnte man als peinlich erachten, ist es mir aber nicht. Wenn der Artikel geschrieben ist, ist das für mich „erledigt“, ich habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt oder mich zu irgend einem Thema geäussert.

Dass viele der negativen Kommentare über Dritte zu mir gelangen und nie von guten Kollegen oder gar Freunden zeigt mir, dass es mehrheitlich Leute sind, die mich persönlich nicht kennen und mich deshalb – was natürlich verständlich ist – über diesen Kanal identifizieren. Grundsätzlich hätte ich nie an eine solche Wirkung geglaubt, aber es scheint doch so zu sein. Freunde kennen mich – die wissen, dass ich auch beim ersten Bier Blog 1 schreiben könnte und nach ein paar Diskussionen von anderen Meinung überzeugt werden kann. Zumindest akzeptieren kann ich viele Meinungen. Alles was hier geschrieben ist gilt für den Moment in dem ich es schreibe – ich bin aber meist flexibel.

Fazit: Das Jahr 2016 hat neue Dinge zu Tage gebracht. Ich sehe allerdings absolut keinen Grund etwas zu ändern. Wenn ich Lust habe was zu schreiben werde ich das wieder tun und mich nicht in erster Linie darum kümmern, wer sich welche Gedanken darüber machen könnte. Wann immer jemand denkt das etwas nicht gut ist nehme ich gerne Kommentare entgegen. Mir macht es weiterhin Spass zwischen durch zu schreiben….

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