Seit kurzem sind wir per Kamera überwacht, Zutritte in den Garten werden aufgezeichnet und alarmiert, permanente Aufzeichnung der Kamerabilder stellt sicher dass auch noch nicht Alarm auslösende Dinge aufgezeichnet werden.

Fort Knox in Bottmingen – was soll denn so was?? Wir sind nicht vom Verfolgungswahn getrieben und wird haben uns auch nicht gegen Einbruchstourismus gesichert sondern tatsächlich wollen wir wissen, wer bei uns im Garten manchmal Dinge „verändert“.

Unsere Kaninchen wurden in unserer Abwesenheit frei gelassen, nachdem wir den Stall mit kleinen Schlössern gesichert hatten wurde eines davon zerstört (ohne dass geöffnet worden wäre). Ein paar andere Dinge lassen den Schluss zu, dass sich manchmal Personen in unserem Garten befinden welche da nicht hin gehören.

Das ist in erster Linie irgendwie unangenehm, ich erachte das nicht als wirklich „gefährlich“ und fühle mich nicht nach Leib und Leben bedroht. Trotzdem konnte ich meine Neugier darüber, wer das sein könnte nicht weiter unterdrücken. Zusammen mit der neuen IT-Infrastruktur (NAS) hatte ich gute Voraussetzungen.

Ich bin im IT-Überwachungsbereich ein völliger Neuling – habe ich noch nie vorher gemacht. Die Software war im NAS verfügbar, also musste nur noch eine Kamera her. Wetterfest, klar, WLAN – logo, kann ja kein Problem sein – ist es auch nicht, aber überraschend teuer. Ein erster Kauf erwies sich als Flop weil nicht mit der Software des NAS kompatibel sondern ausschliesslich mit irgend welchen Apps, nichts zentral, immer „online“ -> und ich will ja wirklich nicht den ganzen Tag meinen Garten anschauen ;-).

Ich wurde bei Edimax fündig – für CHF 140.– wetterfest mit interessantem Konzept (Kamera aussen, dünnes Kabel nach innen, Stromversorgung und WLAN acces innen) welches bei uns gut gepasst hat. Die Teile innen finden gut irgendwo Platz, sind auch klein, die Durchführung der Kabel habe ich durch den Fensterrahmen realisiert (8mm Loch bohren, Kabel durch, Silikon und gut ist).

Die Kameras habe ich nach etwas Überlegung im ersten Obergeschoss montiert. Nicht (nur) wegen der Übersicht sondern viel mehr damit die nicht einfach zerstört oder abgedeckt werden können. Tagsüber sind die zu sehen (den im Prinzip notwendigen Sticker am Eingang dass es eine Überwachung gibt muss ich noch irgendwo anbringen) und nachts durch die Infrarotbeleuchtung fast noch besser. Ebenso ist natürlich das überblickbare Feld recht gut.

Erfahrungen – alles gut. Die Einstellungen sind bei solch einfachen Kameras (es gibt viel günstigere mit viel mehr Funtionen, das Killerkriterium ist „wetterfest“ -> und durchs Fenster funktionieren die Bewegungssensoren nicht wirklich….) eingeschränkt, deshalb bin ich aktuell mit der Bewegungsmeldung noch nicht zufrieden, muss das Bild nochmals etwas ändern weil die Bewegungsmeldung mehr oder weniger auf die Mitte des Bildes reagiert und aktuell habe ich am meisten Bewegung an den Rändern.

Alarme sind so eine Sache für sich – wenn wirklich mal was wäre bin ich natürlich froh „nur“ die Alarme anschauen zu müssen. Aber es gibt halt doch auch viele Fehlalarme (wie jetzt zum Beispiel Herbststürme mit Regen und Blättern…..). Heimlich in den Ausgang oder davon nach Hause geht bei uns jetzt auch keiner mehr (was genau genommen auch keine Einschränkung darstellt weil das so oder so nicht vorgekommen war).

Fazit: Wetterfeste Ausstattung ist relativ teuer, das Edimax Teil erachte ich als guten Kompromiss und es ist recht kompatibel. Das Bild mit 1280×720 Bildpunkten genügend, die Infrarot-Ausleuchtung relativ mager über ein paar Meter (Infrarot typisch ist natürlich das Standardbild recht dunkel, wenn sich darin aber jemand bewegt viel heller), nachts würde ich wohl nur Menschen die ich kenne identifizieren können. Ich fühle mich gut dabei und hoffe jetzt natürlich, dass ich mal jemanden „erwische“.

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