Seit vielen Jahren schon bin ich Orange (heute Salt) Kunde. Es gab Zeiten, da war das nicht wirklich ein Vergnügen, zu Beginn der Ära Orange war das Netz in der Schweiz nicht wirklich toll. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass „damals“ (tönt wie wenn es hundert Jahre her wäre, es sind aber vielleicht 10 oder so) noch mehrheitlich telefoniert wurde mobil und es auch in dem Sinne noch keine Smartphones gab oder diese erst langsam am Kommen waren.

Ich habe auch das eine oder andere Gerät von Orange damals gekauft (das gab es tatsächlich noch, Geräte die das Branding des Anbieters drauf hatten – ich glaube in einigen Märkten gibt es immer noch solche Dinge, ich sehe bei uns keine solchen Angebote mehr), speziell die „SPV“ Linie von Windows Phones. Heute ist Windows Phone ein sehr gutes mobiles Betriebssystem, damals wurde das Grab dazu geschaufelt. Ich weiss von einem Geräte das ich hatte (und die waren damals richtig teuer) da durfte man sich nicht bewegen während des Telefonierens, sonst ist das abgebrochen. Genau dafür hat man natürlich ein mobiles Gerät gekauft….

Mit Orange ging es aber danach was das Netz anging immer bergauf – was die Administration anging leider genau in die andere Richtung. Administration und Support waren wirklich mangelhaft. Allerdings muss ich zugeben, ich habe keinerlei Referenz wie es bei anderen zu und her geht. Wenn man die Blogs und Meldungen im WEB liest bekommt man das Gefühl, dass alle Anbieter nichts verstehen von Kundenservice. Ich glaube da eher an eine schweigende weil zufriedene Mehrheit von Kunden. Wenn sich das linear verteilt, hätte Swisscom weitaus am meisten zufriedene Kunden.

Wieso hat man eigentlich damals Orange gewählt oder heute Salt? Wegen des Preises natürlich. Die Preise sind unschlagbar und wesentlich günstiger als die Konkurrenz. Wieso sollte man da denselben Service erwarten? Ist ein BMW gleich gut wie ein Dacia – in den Rahmenbedingungen schon (ist ein Auto, hat vier Räder, fährt, ist wasserdicht usw…), im Detail aber doch deutlich anders. So nehme ich den schlechteren Service wie auch vielleicht das schlechtere Netz gerne in Kauf, die Einsparungen auf finanzieller Seite rechtfertigen diese Einschränkungen längst.

Das Netz – hmm – ich sitze in zwei Büros in Zürich, in beiden habe ich mit Salt denselben Empfang wie mit Swisscom, beide besser als Sunrise (die an einem Ort gar kein Netz bieten obwohl sehr nahe an der Stadt Zürich dran). In den Bergen – in der Nähe grösserer Ortschaften immer mindestens gleich gut wie Swisscom – ausserhalb wird das dann schon enger. So lange noch Verkehrswege oder grössere Dörfer zu finden sind gibt es auch noch Netz, danach schon etwas früher nicht mehr als bei Swisscom. Allerdings; Auch diese Netze ziehen sich nicht flächendeckend über die Schweiz. Gerade in den Alpen kommt es immer mal wieder vor dass man „ums Eck“ geht und gar keinen Empfang mehr hat.

Aus Netzwerksicht für mich also alles paletti, keine Reklamationen. Service und Administration haben wir eigentlich keinen Kontakt mehr – was immer ein gutes Zeichen ist. Das war zuvor aber wirklich mehr als nur mühsam. Falsche Rechnungen mehr oder weniger immer, Abmachungen aus Verträgen nicht eingehalten usw. Ich bin aber der Meinung, dass sich das massiv verbessert hat.

Fazit: Wenn man billig kauft muss man akzeptieren, dass man in gewissen Bereichen vielleicht auch billig bekommt. Trotzdem kann billig in dem Fall noch günstig sein. Mittelmässige Qualität zu minimalem Preis ergibt ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als unter Umständen maximale Leistung zu maximalem Preis. Und schlecht ist die Leistung von Salt in keiner Weise, ich fühle mich nur äusserst selten eingeschränkt und meist habe ich dann keine echten Vergleichswerte. Mein früheres Swisscom-Prepaid Handy zum Biken habe ich weg geworfen, brauchts nicht mehr….

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