…fand ich immer schon und bin ich bis heute der Meinung; Und genau deshalb habe ich mir mal so einen gekauft! Tönt absurd, aber Tatsache ist, ich sitze extrem viel pro Tag und das kann irgendwie nicht richtig sein. Wenn ich nun einen solchen Schrittzähler bei mir trage an einem Tag, an dem ich „normal“ Arbeit erhalte ich so ca. 2000 – 3000 Schritte maximal, was mich eher noch überrascht. Geschätzt hätte ich noch weniger.

Tatsächlich aber hat so ein Teil einen gewissen motivierenden Effekt. Ich weiss halt jetzt schwarz auf weiss dass ich eigentlich nur rum sitze und viel zu wenig tue. Es ist ja keineswegs so, dass ich das nicht vorher auch schon gewusst hätte, aber die Belegbarkeit macht das alles halt zur Tatsache und somit irgendwie „dramatischer“.

Nun sind die Armbänder aber tatsächlich ein Schrott, das sieht doof aus und ist unnötig. Auch meinen Schlaf will ich nicht überwachen lassen – da wüsste ich nicht wozu das gut sein sollte. Mit viel Weisswein am Abend schlafe ich etwas unruhiger, nach strenger nicht körperlicher Arbeit an einem Tag auch, bei strenger körperlicher Arbeit ruhiger usw. Da brauche ich echt keine Hilfe um das zu belegen.

Da die Armbänder optisch nicht in Frage kamen habe ich mir halt so ein Teil für die Tasche besorgt. Dieses hat natürlich viele Nachteile. Man muss daran denken, es kann verloren gehen und vergessen werden und viele andere Möglichkeiten noch dazu. Aber eben, ein Band ans Handgelenk kam halt nicht in Frage.

Die zweite grössere Baustelle ist die Batterie. Das kenne ich schon von Funk-Bluetooth Kopfhörern fürs Mobilephone. Wenn man sie braucht ist der Akku leer … oder zumindest kurz darauf.Viele dieser Schrittzähler-Dinger funktionieren auch mit Akkus, permanenten Verbindungen zu einem Smartphone und weitere Dinge die Strom brauchen. Werde also auf jeden Fall immer früher als erwartet keinen Strom mehr haben.

Ich habe eine „Lösung“ gefunden die mich als e-Book Leser so oder so begeistert.Ein Gerät das mit rudimentärem Bildschirm in e-ink Technologie funktioniert. Prognostizierte Laufzeit etwa ein halbes Jahr mit einer einfach zu tauschenden Knopfbatterie. Natürlich, diese Batterien sind nicht wiederaufladbar und deshalb irgendwie auch keine Endlösungen, aber immer nach einem halben Jahr eine wäre für mich ok. Mal schauen ob das wirklich so kommt oder ob die Batterie dann doch schon nach kurzer Zeit leer ist… (www.withings.com) -> ich verwende dieses Teil natürlich nicht mit dem Uhrenband, sonst wäre es ja wieder so ein kurioses Armband ;-)!

Und was bringt das jetzt – ein ganz klein bisschen ein schlechtes Gewissen wenn da abends nur 2000 Schritte stehen und daraus folgend ein bisschen Motivation, über Mittag einen etwas längeren Spaziergang zu machen als sonst. Die Auswertungen und weiteren Möglichkeiten gehen mir viel zu weit, ich gebe da sicher nicht ein wie viel ich gegessen habe, was ich mich sonst noch bewegt habe usw. Das Ding zählt Schritte und fertig.

Die Form (Mitnahme eines kleinen Plastikteils) ist nicht wirklich ideal. Die Alternativen rar. Die Apple-Smartwatch kann alles auch, finde ich aber nicht schön und zu teuer (und privat nutze ich ein Android-Handy was den Einsatz der Apple-Watch mehr als nur einschränkt). Die tollen Garmin-Smartwatches sehen gut aus, sind aber etwas gross und recht teuer. Ich versuche es voraussichtlich dann mal mit einer Fossil Smartwatch mit Android drauf – die passt zu allen Mobilephones, einige sehen recht gut aus (mein Geschmack) und der Preis ist ok.

Fazit: Tatsächlich kann ich die motivierende Wirkung eines solchen Gerätes nicht abstreiten. Das schlechte Gewissen lässt sich halt einfach etwas weniger gut unterdrücken. Man erhält halt konkrete Zahlen an Stelle von klaren Gefühlen zu dem Thema. Einige würde das unter Druck setzen, für mich ist es im Alltag eine recht gute Hilfe (nein, ich nehme nicht den Aufzug, ich gehe die Treppe hoch….zum Beispiel) um die einfachen und nicht zusätzlichen Möglichkeiten sich zu bewegen auch wirklich zu nutzen.