…welche von vielen Leuten nur einmal im Leben gekauft werden geht es einem schon gut.

UPDATE von heute, 30.9.2016: Ich habe nicht mehr gewusst, wann der Artikel veröffentlicht wird. Die Geschichten unten stimmen weiterhin, allerdings haben wir uns geeinigt und die Tonalität in den Mails (telefonieren werde ich nur noch im äussersten Notfall) gemässigt. Nächste Woche sollte die ausstehende Abdeckung auch noch geliefert werden.

Mir war das bisher nicht klar – ich war immer der Meinung, dass eine Verkäuferin / ein Verkäufer im Sinne des Kunden handeln sollte. Es gibt gar rechtliche Vorgaben (Treu und Glauben) das zu tun – wenn auch dieses in beide Richtungen gilt was viele Kunden auch nicht zu wissen meinen.

Normalerweise bin ich wirklich nicht der Kunde mit dem schwierig umzugehen ist. Natürlich erwarte ich vom Verkäufer Kenntnisse zum Produkt welches er verkauft und falls notwendig von seinen eigenen Vertriebswegen. Bei unserer Poolbeschaffung mussten wir leider erleben, dass dies nicht imemr der Fall ist. Da es immer zwei braucht und ich das Geschäft hier nicht in den Dreck ziehen möchte verzichte ich auf die Namensnennung. Sollte jemand einen Pool bauen wollen kann er mich gerne anfragen von welcher Firma ich hier spreche.

Lange haben wir hin und her gemacht was für ein Pool es denn werden soll. Auf Grund der in unseren Breitengraden recht engeschränkten Nutzungsdauer haben wir uns dann doch entschieden, kein Vermögen auszugeben. Ein französicher Hersteller produziert Pools mit Holzwänden – sieht schön aus und kosten nicht ganz so viel. Dürfte natürlich auch nicht 30 Jahre halten, aber für den Preis würden wir das auch gar nicht erwarten.

Im Internet findet man sehr viele Anbieter, die eben genau diese Modelle anbieten. Bei den meisten haben wir gesehen, dass die Transportkosten in die Schweiz sehr hoch ausgefallen sind (so um die 1200 EUR). Sogar bei CH-Anbietern war das nicht anders. Nur ein Anbieter hat bei seinen Preisen uns auch auf Rückfrage bestätigt, dass die Lieferung frei, also im Preis enthalten ist. Wir haben für den Ablad noch zusätzlich bezahlt. Dieser Lieferant war der teuerste aller Anbieter (also teurer als die günstigsten inklusive über 1000 EUR Transportkosten) und somit war für uns die Lieferung frei Haus plausibel. Für die nur von dem Anbieter angebotene Ablademöglichkeit bei uns zu Hause waren wir gerne bereit etwas mehr zu bezahlen.

Dass Liefertermine nicht eben zuverlässig sein können – das habe ich bei einer französichen Firma über einen Online-Vertrieb eigentlich erwartet. Trotzdem wurden wir recht rasch avisiert (oder auf Nachfrage informiert), dass der Liefertermin kurz bevor stünde. Allerdings – die Kosten seien viel zu hoch und wir müssen dann noch CHF 500 bezahlen. Hä? Was war anders als zum Zeitpunkt der Bestellung – wieso melden andere Shops 1200 EUR und dieser Lieferung frei Haus? Wieso scheinen einige das zu wissen, andere nicht? Schlecht abgeklärt, einfach mal verkauft. Etwas trickreich an der Sache ist, dass die Nachforderung durchaus im Bereich Geringfügigkeit bezogen auf das gesamte Geschäft angesiedelt ist und wir somit im Prinzip gerichtlich keine Chance hätten. Trotz allem habe ich mal „verweigert“ zu bezahlen – und ja, da habe ich dann zum erstem aml ein paar Dinge gehört die mich schon überrascht hätten.

Eingie kleine Muster:

„meinen Sie andere Lieferanten hätten mit einem fliegenden Teppich geliefert“ -> ähm, nein, aber die hätten von Beginn weg die korrekten Transportkosten ausgewiesen.

„ich merke schon, sie wollen mir nicht helfen“ -> als Antwort weil wir nicht in der Lage waren, bei uns einen Stapler aufzutreiben (den wir ja schon bezahlt hatten) von unserer Seite. Normalerweise muss ich einem Lieferanten auch beim Liefern nicht helfen.

Auf meine Aussage, dass ich zum Zeitpunkt als mir die Mehrkosten bekannt gemacht wurden nicht mehr hätte zurück treten können vom Geschäft -> „das würde ja jetzt wirklich nur noch ein Bottminger machen“

„das sind jetzt einfach alles mal Behauptungen“ -> auf meine Aussage, dass andere Anbieter günstiger gewesen wären trotz hoher ausgewiesener Transportkosten

„Gerichte interessieren sich nicht für AGBs“ -> auf meine Aussage, dass in den AGBs drin steht, dass man a) Transportkosten anfragen soll weil das im online Shop nicht immer richtig ist (das ist normal und das haben wir gemacht) und ich b) deshalb behauptet habe, er habe sich nicht an die AGBs gehalten die klar besagen, dass in der Auftragsbestätigung alle effektiven Transportkosten ausgwiesen werden.

Ich könnte echt noch eine Weile weiter schreiben mit solchen „Schmankerln“ im Sinne der Kundenbindung durch den Lieferanten. Im Bereich der Mehrkosten könnte ich sogar Überlegungen anstellen ob das eventuell Absicht ist. Eine kleine Nachforderung kriegt man doch meist noch irgendwie durch.

Nun, was ist daraus geworden, ich weiss es nicht. Zuerst mal wurden offene Lieferungen im Wert von fast CHF 2000 Franken (wir haben ausser den Nachforderungen den gesamten Betrag im Voraus bezahlt!) zurück gehalten im Sinne „ein kleines Druckmittel müssen sie uns schon lassen“ weil wir ja sonst nie bezahlen würden und „wir echt keine Lust haben unserem Geld hinterher zu rennen“ (alles in kursiver Schrift sind Zitate). Natürlich würde auch hier die Geringfügigkeit gelten und dieses zurück halten war sicherlich nicht ganz korrekt.

In der Zwischenzeit habe ich – weil ich die Ware ja bezahlt habe und eigentlich auch will – ein Teil der ausstehenden Lieferung (CHF 350.–) erhalten. Für die CHF 500.—Nachforderung habe ich eine ordentliche Rechnung verlangt, bisher hatten wir das alles nur in einer e-Mail als Vorabinformation. Und jetzt ist Ruhe – keine Antworten mehr, keine Rechnungen mehr. Scheinbar ist die Ware für uns bestellt worden, ich denke auch dieser Lieferant möchte irgendwann Geld sehen und Ware versenden.

Aktuell habe ich ein bisschen Geduld. Wir haben den Pool abgedeckt, wenn auch nicht schön und noch weniger bedienungsfreundlich. Da man aber jetzt wohl nicht mehr ständig auf und zu machen wird ist das alles halb so wild.

Fazit: Ob es richtig ist, dass wir nun unserer Ware nachrennen müssen im Wert von CHF 1450.—(exkl. Ebenfalls bereits bezahlten Transport von CHF 150.–) weil für eine Nachforderung von CHF 500.—das Ausstellen einer ordentlichen Rechnung zu viel Arbeit ist stelle ich in Frage. Dass es aber offenbar etwas anderes ist eher einmalige Verkäufe abzuwickeln als etwas zu verkaufen bei dem die Kundenbindung wichtig ist war für mich irgendwie neu. Für mich ist das Verhalten in fast jeder Phase nicht akzeptabel, es wird also auch für uns eine einmalige Geschichte werden – dem durch das Verhalten implizierten Wunsch keiner Kundenbindung geben wir in dem Fall gerne nach. In der Zwischenzeit warten wir mal auf eine Rechnung über die Mehrkosten die wir dann auch bezahlen würden…….

 

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