In diesem Frühling haben wir uns entschieden, dass unser Garten jetzt eine „Renovierung“ braucht. Ich war eigentlich auch schon seit längerer Zeit bereit dazu etwas zu ändern, so wie es war war irgendwie nicht mehr „gut“. Am Ende half dann der Werkstoff Holz, dass wir mit der Planung begonnen haben – unsere vollständig überwachsene Holzlaube war nach 16 Jahren in einer Ecke wirklich morsch. Beim Abbau dieser war ich nicht sicher, ob die Laube am Gebüsch hängt oder umgekehrt ;-).

Es ist immer wieder faszinierend, wie viele Dinge man im Internet findet. Steinplatten in hundert Millionen von Varianten – einfach alles was man will Wenn man es dann gefunden hat findet man raus, dass der Lieferant nur in Polen liefert … . Die Wahlmöglichkeit im Internet hat ihre guten Seiten, gerade aber bei Dingen die transportiert werden müssen (nicht einfach per Post versendet) ist es nicht immer hilfreich. Beim lokalen Händler aus 15 Designs aussuchen war früher sicherlich einfacher….

Nun gut, wir konnten uns auf viele Dinge einigen – so auch, dass die Steinplatten von einem Gärtner gelegt werden müssen. Ich war drauf und dran, das selbst zu machen. Allerdings hat mich dann das Liefergewicht von über 13 Tonnen etwas schockiert – ich hätte die ganzen 13 Tonnen noch von der Einfahrt zum Bestimmungsort bringen müssen. Und auch mehr als 40 KG pro Platte haben mich davon überzeugt, dass ich da einem lokalen Gärtner etwas mehr Geld senden sollte und er das alles gleich macht.

Eine lange Diskussion (eigentlich gibt es diese Diskussion seit etwa 10 Jahren) haben wir geführt zum Thema Schwimmbad. Aber auch da konnten wir uns diesmal einigen, eine einigermassen günstige Lösung die man mit Eigenleistung noch günstiger realisieren konnte. Als Eigenleistung hätte ich zuerst mal angenommen – aufstellen des Beckens und mit Wasser befüllen, danach ringsum ein Holzdeck und fertig.

Wie so oft kam das aber etwas anders. Der vorgesehen Plattenplatz (an Stelle der ehemaligen Laube) war uneben, deutlich ausgebeult nach oben in der Mitte der Fläche. Das geht natürlich nicht, die Platten müssen weg und der Untergrund ausgebnet werden. Nachdem die Platten weg waren kam da verfestigter Kies hervor. Auch gut, kann man mit demselben Material ausebnen. Leider wurde das Material damals sehr ungleich eingebracht, einmal 10 cm dick, einmal hauchdünn so dass es bricht wenn man drauf steht. Und ja, natürlich dort dünn wo es so oder so schon zu hoch war. Also, all das Material weg (was die erste Mulde mal gefüllt hatte – oder nein, eigentich die zweite, die erste war nach dem Abbau der Laube voll, plus 38 Gemeinde Grünabfuhrsäche welche per Tretroller zum Sammelplatz gebracht werden mussten….). Darunter, Steinbett, passt – aber leider wäre der Platz ja zu klein gewesen und auf einer Seite hätte man….hätte wäre wenn, am einfachsten erschien es die ganzen Steine abzutragen bis auf gewachsenen Boden – ca. 40cm tief auf etwa 20m2.

Zwei ganze Mulden wurden voll mit dem Material, per Schaufel, in die Schubkarre und weg damit…es war ja schönes Wetter all die Tage – im Durchschnitt gefühlte 40 Grad (war natürlich weniger, aber weit über 30 war es doch oft mal). Mehrere Liter Wasser flossen zum Mund rein und durch die Haut wieder raus, T-Shirts wechseln habe ich irgendwann aufgegeben.

Der ganze Krampf war leider aber nicht ganz alles was es zu tun gab. Ruhige Arbeiten habe ich auf den Sonntag verschoben wie zum Beispiel alle notwendigen elektrischen Installationen.

Am Ende (also jetzt – für den Moment) kann ich sagen, wir werden besser in den Schätzungen wie lange etwas dauern wird. Trotz x-facher Änderung des eigentlich Plans was meist mit Mehraufwändungen zusammenhing konnten wir recht gut die Zeiten einhalten. Klar, eigentlich wissen wir nicht besser wie lange etwas dauert, wir wissen aber in der Zwischenzeit viel besser, in welchen Faktoren wir Reserven einbauen müssen J.

Ein Plackerei war das, fast jeden Abend (was verbunden ist mit aufstehen um 5:00 Uhr damit abends noch genügend Zeit bleibt), Samstag sowieso, Sonntag die leisen Arbeiten. Ich habe extrem gut geschlafen während der Zeit, meist schon vor meinen Kindern J. Ja, auch die Muskeln wurden wieder etwas „entfettet“ – nicht komplett, aber doch spürbar! Dafür schmerzt jetzt das Knie, eine gewisse Zeit schmerzte auch der rechte Arm (Poolfilter mit Wasser und Sand gefüllt „drauf gestellt“ aus Versehen – etwa 60 Kilo, Plastik“kübel“ mit so schmalen Stegen unten damit er gut aufgestellt werden kann….) – und meistens hat sich jedes Körperteil irgendwie matschig angefühlt.

Jetzt ist diese Bauetappe bis auf Kleinigkeiten vorbei und es sieht richtig schön aus. Bei mir wird die richtige Freude wahrscheinlich erst im Jahr 2017 aufkommen, wenn man den Sommer halt auf diese Art und Weise startet. Obwohl noch ein paar Dinge offen sind und obwohl ich mich noch nicht mal richtig über das geleistete freuen kann freue ich mich irgendwie doch schon auf die nächsten Etappen die schon geplant sind. Aber wahrscheinlich kommen zuerst noch ein paar Planänderungen und/oder Anpassungen dazu.

Fazit: Es ist wirklich anstrengend grobe Gartenarbeiten zu machen. Die Freude über das Vollbrachte lässt bei mir noch etwas auf sich warten, es wird aber besser. Ich komme sehr gerne abends nach Hause und schaue mir die Sachen an. Vielleicht hilft jetzt auch das schlechte Wetter ein bisschen – jetzt bin ich nicht draussen und überlege mir wie und was sondern kann schön Abstand nehmen. Dass wir aber eigentlich alles was geplant war auch hin gekriegt haben war neu – und dank grosszügigen Reserven sind wir auch mehr oder weniger in der Zeit geblieben. Budget – keine Ahnung, da ist a) meine Frau zuständig und b) haben wir nur die grösseren Posten wirklich aufgenommen, da passt es noch. Die Gesamtkosten sind so wie ich uns kenne sicherlich etwas höher als geplant ausgefallen.

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