Scheisswetter haben wir – das nervt eigentlich schon mehr als genug. Für das Autofahren sollte das kein Problem darstellen; Dach, Scheiben, Scheibenwischer, Licht – alles da was es braucht um eine Autofahrt „wetterfest“ zu machen. Was mich persönlich aber noch mehr nervt, kaum regnet es ist der nächste Auffahrunfall auf der Autobahn auch nicht mehr weit entfernt! Auch ich selbst bin schlechter drauf wenn das Wetter lange anhaltend schlecht ist, das mag ich nicht und da bin ich auch manchmal schon am Morgen genervt. Das nützt aber alles nichts und auf der Strasse sollte man nicht versuchen, den Ärger los zu werden.

Genau so kommt es mir aber manchmal vor. Blinken und in die Gischt rein stechen mit dem Effekt, dass der im nachfolgenden Fahrzeug rein gar nichts mehr sieht und einen Abstand herstellen muss – was dann zur Handorgel und zwangsläufig weiter hinten zu Stau führt. Wenn dann einer vorne zu dem Zeitpunkt auch gleich noch bremst ist das schon bei guten Verhältnissen kritisch, im Regen einfach noch viel schlimmer.

Neben dem Regen fallen mir auch immer mehr Leute auf (im Winter einfacher wegen den „farbigen Gesichtern“ im eher dunkleren Innenraum der Autos) die auf dem Smartphone rum drücken während der Fahrt. Von mir aus, aber dann nehmt das Smartphone wenigstens in die Höhe, hin zur Frontscheibe oder so damit die Augen neben dem Smartphone durch wenigstens die „Umwelt“ noch wahrnehmen können. Wenn man nach unten schaut ist es halt einfach schwierig gleichzeitig noch zu sehen was auf der Strasse läuft. Nein, es ist nicht schwierig, es ist unmöglich – nur ein schnelles hin und her ist möglich – wenn dieser hin und her Rhythmus allerdings nicht zur Situation auf der Strasse passt, kann es dumm laufen.

Auch ich selbst schaue mir die Mails auf dem Smartphone an – allerdings nur dann, wenn ich von meinem Auto „gefahren“ werde. Diese Art von „Tempomat“ (mit Lenkung und Abstandsautomatik) ist wirklich ein Segen.

Zurück zum Regen – auch dort bin ich der Meinung, dass moderne Autotechnik uns da massiv weiter helfen kann. Ich benutze mein Radarsystem relativ häufig im Kolonnenverkehr – lasse mir die Grafiken dazu (wie weit entfernt ist das davor fahrende Fahrzeug) nie anzeigen, sehe ich ja selbst. Im Regen aber verzichte ich meist auf die Automatik und nutze die Grafik. Da erkenne ich wirklich oft vorausfahrenden Verkehr bevor ich die Lichter sehe. Ein echter Fortschritt – hoffentlich werden solche Systeme schon bald Normalität. Kleiner Wehrmutstropfen – bei den letzten Starkregen wurde das System regelrecht „überflutet“ und hat mit „Radarsensorik verschmutzt“ geantwortet und sich selbst ausgeschaltet – je mehr man es gebrauchen könnte, je weniger funktioniert es.

Aber die extrem vielen Unfälle bei regnerischem Wetter sind schon auffallend. Es verträgt halt einfach weniger und die Konzentration auf den Verkehr wird wichtiger. Durch verschiedenste Faktoren der Ablenkung nimmt diese aber für mich gefühlt eher ab als zu. Für viele Fahrer ist wohl auch nicht ganz klar, wie extrem viel länger die Bremswege bei nasser Strasse sind – ob nun modernste Technik oder Reifen im Einsatz sind oder nicht.

Fazit: Augen offen halten und Konzentration auf die Strasse wäre eine ganz vernünftige Mischung beim Autofahren. Was bei schönem und trockenem Wetter – gut, schönes und nicht trockenes Wetter gibt es für mich eigentlich gar nicht – vielleicht noch gut geht endet bei Regen schlecht. Solange bremsem per Whatsapp nicht möglich ist sehe ich auch keine Möglichkeit, dass die Nutzung eines Smartphones am Steuer Vorteile bringen könnte, auch nicht bei Regen.

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