Ich arbeite am Projekt Gartenumbau. Dabei ist man auf maschinelle Hilfe angewiesen. Sägen, bohren, schneiden und andere Dinge sind mit Maschinen viel einfacher und schneller zu machen als von Hand. Ich als Bürolist stehe sogar dem Problem gegenüber, dass ich nicht fünf Stunden sägen kann – da fallen mir nämlich buchstäblich die Hände runter – gar nicht zu reden vom Versuch danach ein Glass Wasser in einer Hand zu halten und leer zu trinken (ich weiss nicht, wer das alles kennt, aber meine Hand zittert dann dermassen dass ich mich schon im Altersheim wähne).

Diese Maschinen braucht man oft einmal oder zweimal und dann ist gut. Es drängt sich also im Prinzip eine Kurzzeitmiete auf. Schon ein paar Mal habe ich das auch gemacht. In letzter Zeit aber immer weniger – und warum? Weil ich ein Gerät kaufen kann zum Preis zu dem ich eines mieten könnte!

Kann denn diese Rechnung aufgehen? Einmal ein klarer Fall von ja und nein! Entscheidend ist aus meiner Erfahrung die Einsatzdauer der Geräte. Ich habe zum Beispiel einen Bohrhammer gekauft für – keine Ahnung mehr wie viel genau – recht wenig Geld. Im normalen Haushalt wie bei uns benötigt man diesen ein paar wenige Male im Jahr und man bricht damit auch keine Wände ab sondern bohrt meist Löcher in Stein oder Beton. Das geht ganz gut – schon seit ein paar Jahren habe ich diese Maschine und die läuft jetzt noch wie neu.

Etwas anders verhält es sich mit Maschinen, die man immer wieder oder einmalig sehr intensiv verwendet. Für das Schleifen unseres Gartentisches habe ich mir für CHF 26.50 einen Exzenter-Schleifer gekauft. Diesen konnte man nach dem Bearbeiten des Tisches eigentlich auch gleich wieder weg werfen. Aber ich weiss auch wirklich nicht, wenn ich wieder so einen brauche – wahrscheinlich beim nächsten Schleifen des Tisches. Das erste mal habe ich den letztes Jahr nach etwa 6 Jahren so behandelt….

Ebenfalls nicht sehr erfolgreich war der Kauf einer Kettensäge um die Pergola platt zu machen. Auch diese hat in etwa eine Tagesmiete gekostet (CHF 70.–) – hat aber in der Mitte der Arbeiten eine Kette verschliessen (gut, da war ich etwas mitschuldig, habe eine Schraube übersehen…) deren Ersatz nochmals 35.—gekostet hat. Vielleicht – das ist nicht bewiesen – wäre ein etwas teureres Modell da haltbarer gewesen und nur unwesentlich teurer als die Miete. Scheinbar wäre das günstige Teil dafür gedacht gewesen mal ein bisschen Gebüsch umzuschneiden und nicht um fast einen ganzen Tag 10 – 20 cm dicke Balken zu zersägen.

Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass nur hochwertiges Werkzeug auch wirklich Spass macht bei der Arbeit. Für die Velomontage und den Service daran führt kein Weg an hochwertigem Werkzeug (vorallem Inbus-Schlüssel von höchster Qualität sind sehr wichtig, sonst ist am Ende immer Werkzeug und Schraube kaputt) vorbei. Nun kann man sich fragen, wo liegt denn das Problem, immer hochwertig und fertig. Na ja, wie immer bei „hochwertig“ liegt das Problem beim Preis. Klar, es gibt zwischen CHF 70.—und richtig guten Kettensägen noch viele Mitteldinge die wohl besser funktionieren und die nicht die Welt gekostet hätten. Bei anderen Werkzeugen gibt es leider fast nur Schrott und teuer – zurück zum Inbus-Set, habe letztes Jahr vergessen meines nach Italien mitzunehmen und habe ein 12-teiliges für 3.95 (Euro) gekauft. Meines zu Hause hat über CHF 80.—gekostet….

Fazit: Wenn absehbar ist, dass der Einsatz „professionellen Charakter“ besitzt in Bezug auf die Dauer des oder die Belastung während dem ist es wohl doch sinnvoller, professionelle Geräte zu mieten oder sich zumindest für die „Mittelklasse“ (wenn es eine solche gibt) zu entscheiden. Für gelegentlichen Einsatz eignen sich nach meiner Erfahrung auch Billiggeräte. Maschinen mit dem Ziel diese gleich wieder weg zu werfen nach dem Einsatz ist ja irgendwie im Sinne der Umweltverschmutzung und dem Ressourcenbedarf auch irgendwie doof…..

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