Noch nicht allzu lange ist es her da war ich absolut überzeugt, die Zukunft der „kleinen“ Computer und der Streaming-Devices liegt in den Minicomputern die meist mit Android laufen. Die Anschlussmöglichkeiten wie auch die Tatsache, dass man mit diesen Geräten ganz normale Arbeiten machen konnte (mit Google-Apps lief das wie geschmiert) hat mich dabei überzeugt.

Dann kam ein für mich erster „Problemfall“ – der Einsatz dieser Geräte an Stellen wo kein Bildschirm vorhanden ist. Natürlich war es möglich, das Gerät einmalig an einem Bildschirm einzurichten, danach auszuschalten und wieder einzuschalten am gewünschten Ort ohne Bildschirm – aber beim kleinsten Problem hiess es halt; Machs noch einmal.

Das war der eine nicht so elegente Teil, den ich mit Chromecast Audio Geräten absolut perfekt abdecken konnte. Die Integration in meinen Squeezebox-Server war so oder so perfekt, hat Spass gemacht. Nun war also noch an den Fernsehern jeweils ein solches Android-Mini-PC-Gerät installiert, hauptsächlich um zattoo zu schauen. Und genau da lag auch das Problem. Die Geräte wurden nur teilweise (offiziell eigentlich gar nicht, aber es gab wohl solche, die bei der Android-Version etwas angegeben hatten was zattoo passte – und halt andere) unterstützt und somit war schon bald mal auf einem – dummerweise dem leistungsstärksten – die neusten App Versionen nicht mehr verfügbar. Die APK zu erhalten hat sich nebenbei auch als recht schwierig heraus gestellt.

Als zweite Unschönheit war zu vermerken, dass halt immer irgendwo eine Tastatur herum lag. Natürlich wäre die Bedienung zumindest theoretisch auch mit einer Fernbedienung (im Lieferumfang) möglich gewesen – aber komfortabel oder gar treffsicher war das alles ganz und gar nicht. Dass nun halt diese Tastaturen im Wohnzimmer und irgendwo im Schlafzimmer rum lagen war nicht schön und die „Effekte“ wenn man im Bett darauf einschlief waren sowohl für das Fernsehprogramm wie auch für die Haut (schönes Muster danach…) sehr interessant.

Eine weitere Unschönheit teilen sich auch diese Geräte mit allen Android Geräten. Auf jedem Gerät eine andere Version, was auf dem einen Gerät bestens läuft funktioniert auf dem andere gar nicht oder kann erst gar nicht installiert werden. Das ist das was es für die Offenheit des Betriebssystems halt zu bezahlen gilt – jeder Hersteller arbeitet mit bestem Wissen und bester Absicht – in eine andere Richtung. Somit hatte bei mir das schwächste Gerät die neuste Software – Resultat ruckeln – und das stärkste Gerät die älteste – Resultat nicht alle Funktionen fehlerfrei verfügbar.

Da hat Apple natürlich mit ihren Apple-TVs die Nase vorn, da geht was geht und Basta. Natürlich ist auch der Airplay Standard offen und kann von anderen Geräten ebenso genutzt werden. Zwei Dinge haben mich dann doch bei Google halten können. Erstens sind die Chromecast Audio Geräte auch mit einem analogen Anschluss versehen und können somit wirklich überall angeschlossen werden ohne zusätzliche Konverter oder solches Zeugs. Aber noch viel überzeugender ist der PREIS. Die Apple-TVs kosten heute ca. 80.—aufwärts (das CHF 80.—Gerät ist das, welches man am ehesten mit Chromecasts vergleichen kann, die anderen haben einen weit grösseren Funktionsumfang) gegen die Chromecasts welche so gegen 50.—kosten.

Seit gesten hängt also auch ein Chromecast am neuen Fernseher – weil ich habe weiterhin kein Fernseh-Abo – und der macht seine Sache absolut perfekt und das Unifi-WLAN mach tauch mit (die zwei Fussballspiele gestern haben rund 11GB an Datenverkehr generiert). Mit jedem Gerät das so oder so rum liegt (also zumindest bei uns liegt immer irgendwo ein iPad oder ein Handy rum – falls mal nicht steht auch noch ein fixer PC zur Verfügung) einschalten, Programm wählen und wieder abschalten. Die Fernbedienung des Fernsehers ist noch zum Ein- und Ausschalten gut und um die Lautstärke zu regulieren.

Der Vorteil der Minicomputer dass man auch was anderes machen könnte als Dinge zu streamen hat sich bei mir dann nie als echter Vorteil erwiesen – ich habe nie etwas anderes damit gemacht, wieso sollte ich auch vor einem Fernseher sitzen und surfen….

Fazit: Ich bin für mich falsch gelegen als ich dachte, die Minix-Geräte seien „meine“ digitale Zukunft. Wer heute meint, dass ich diese ja als Chromecast-Streamer hätte weiter verwenden können irrt leider, da macht jetzt auch Google mal einen auf Selbstschutz und verbietet reine Softwarelösungen für Google Cast (und macht zusätzlich den Entwicklern das Leben mehr als schwer). Somit bleibt wohl nichts anders übrig als Abschied zu nehmen. Mit einem Lachen, die Lösungen jetzt sind viel besser….

 

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