Seit langem schon schwirrt der Begriff durch die Welt und alle die in irgendwelchen Partnerschaften (bei „woman“ als Definition sind einfach mal Partnerinnen gemeint, es gibt da andere Formen wie „Wife AF“ für verheiratete oder „Spouse AF“ welches auch homosexuelle Paare einschliessen würde) sind grundsätzlich davon betroffen. Die Definition ist im Prinzip sehr einfach, dies ist eine Kennzahl die beurteilt wie gut Beschaffungen oder Investitionen von Männern bei deren Partnerinnen ankommen. Einen MAF – also die umgekehrte Form – gibt es nicht weil Männer in solchen Punkten keine Ahnung haben. Für solche die davon noch nie gehört haben empfehle ich auch die Lektüre der offiziellen und (wie immer auf Wikipedia) richtigen Definition WAF Wiki

Nun greift aber leider die Definition zu kurz oder sie verschweigt ein paar Dinge. Dazu zwingend wissen muss man, der WAF ist binär, also gegeben (nachfolgend mit 1 bezeichnet) oder nicht gegeben (nachfolgend mit 0 bezeichnet). Zwischenwerte gibt es nicht. Weiter kompliziert wird die Sache durch die Tatsache, dass der WAF an sich nicht allein steht sondern sich aus drei Teilkomponenten zusammen setzt die in enger Wechselwirkung zueinander stehen.

Der WAF-P(rice)

Jede unserer Beschaffungen ist – total unabhängig von der tatsächlichen Höhe des Betrages – einer Preisanalyse ausgesetzt. Dieses Kriterium – dazu später mehr – steht nie allein und in starker Wechselwirkung zu den anderen Teilkomponenten. Somit tendiert der WAF-P also immer in Richtung 0. Erst die zusätzlichen Kriterien aus anderen Komponenten können den WAF-P nach 1 bewegen.

Der WAF-F(unctional)

Die schwierigste Teilkomponente weil sehr oft im Vorfeld nahezu nicht zu evaluieren. Braucht es die Funktion? Macht die Funktion das Leben einfacher? Erschwerend kommt hinzu, dass gerade bei männlichen Käufen das Kriterium „bringt etwas“ oder „macht das Leben einfacher“ oft gar nicht vor kommt sondern vom gemeinen „will haben“ überlagert wird. Somit tendiert auch der WAF-F erst mal in Richtung 0. Wenn irgendwie möglich sollte man dem WAF-F versuchen aus dem Weg zu gehen und mit den anderen Komponenten versuchen zu überdecken. Sehr schwierig ist zu argumentieren, wenn vorher einfache Dinge zwar in der Funktion umfassender werden (tendenziell im Bereich von Funktionen, die man dann eventuell doch nicht braucht….) aber auch komplizierter. In solchen Fällen muss unbedingt davon abgesehen werden den WAF-F ins Spiel zu bringen.

Der WAF-D(esign)

Killer und Türöffner zugleich – eigentlich das Zünglein an der Waage. Sofern der WAF-P zum Problem mutiert kann mit dem WAF-D argumentiert werden (teurer aber schöner = teurer gewinnt). Sehr problematisch am WAF-D sind aber zwei Dinge. Wenn man etwas nicht sieht sondern die Funktion im Verborgenen stattfindet kann man damit nicht Punkten und die tendenziell in Richtung 0 tendierenden WAF-P und WAF-F werden übermächtig. Fast noch schlimmer sind sichtbare Dinge, die einfach nicht in schönem Design zu kriegen sind. In solchen Fällen ist man gezwungen auf irgendeine Art den WAF-P und den WAF-F auf 1 zu kriegen.

 

Das Zusammenspiel ist komplex und die Tendenz zeigt immer in Richtung 0, deshalb kommen spezielle Berechnungsmethoden zum Zug wie der WAF-O(verall) – gemeinhin in unterdefinierter Weise als WAF bekannt – zu Stande kommt. Der WAF-O ist immer dann 1 (gegeben), wenn die Summe aller WAF-Komponenten grösser/gleich 1 ist. Ein positiver WAF-Teilaspekt genügt.

Wie nun hängt der WAF aber mit der Kaufentscheidung zusammen? Im Prinzip gar nicht. Der „will ich haben“ Effekt übersteuert die komplette WAF-Berechnung – setzt den WAF auf den Status „interessiert mich nicht“. In jedem Fall ist es aber trotzdem von immenser Bedeutung zu wissen, wie der WAF grundsätzlich in etwa wäre pro Beschaffung. Wir sollten uns nie deshalb von Beschaffung nachhaltig abhalten lassen, allerdings ist es sehr vorteilhaft den WAF zu analysieren (vor oder nach dem Kauf spielt ebenfalls eine untergeordnete Rolle, aber falls WAF = 0 ganz sicher vor der heimischen Präsentation der Beschaffung). Der WAF gibt uns darüber Auskunft, wie lange direkt geschmollt wird und/oder wie lange uns die Beschaffung bei jeder anderen Art von Geld ausgeben noch vorgehalten werden wird.

Fazit: Der oft zitierte WAF ist in der Theorie recht komplex und undurchsichtig in der Handhabung. Diese Problematiken werden allerdings durch den „will haben Gateway“ wieder entschärft, so dass Beschaffungen in aller Ruhe getätigt werden können, auch wenn die Analyse des WAF 0 oder weniger ergibt. Dieser Artikel ist u.U. nicht 100% ernst zu nehmen, siehe Fazit 2.

Fazit 2: Ich habe diese Probleme zu Hause tatsächlich nicht – dies vor allem deshalb weil meine „will haben“ Käufe die ich einfach so mache einen vernünftigen preislichen Rahmen haben (vernünftig hat natürlich wieder ein bisschen Spielraum – aber Regeln können da helfen). Und ausserhalb eines solchen Rahmens ist es in Partnerschaften auch anständig, über solche vorher Dinge zu beraten….

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