…EIGENTLICH bin ich kein Nörgler, aber die Truppe da ist einfach etwas schwierig und macht aus meiner Sicht extrem viele Fehler. Ich habe schon über die Umstellung in unserer Gemeinde berichtet, ich habe schon gute Dinge berichtet, ich habe über die allgemein verbreitete Upload-Schwäche berichtet und über ein verunglücktes Marketing zum Thema „alle erhalten doppelte Leistung“ – wo mit „alle“ gemeint war, auf einigen Abos, im ganzen Versorgungsgebiet.

Nun habe ich die nächste kuriose Geschichte zur InterGGA. Ein bisschen Marketing, ein bisschen Leistung – beides kommt vor. Es gibt eine neue Cloud Lösung, die App (von Quickline, nativ) sieht sehr gut aus, die Funktionen sind soweit ich schon getestet habe OK. Diese neue Cloud-Lösung wird beworben mit „1TB Speicher für alle“. Ich war ja aus Erfahrung skeptisch und bin mal nachschauen gegangen, ob das für mich gilt. Und siehe da, bei InterGGA stehe beim meinem Abo (Internet M) „Cloud* 1TB“.

Spannend fand ich schon, dass bei dem identischen Quickline Abo dort 50GB stand – vielleicht eine Sonderlösung für InterGGA – wäre zum ersten Mal und unnötig, weil der einzige echte regionale Konkurrent ist im Bereich Cloud-Speicher um Längen zurück. Also habe ich mal – nachdem ich mein Passwort anfragen musste, was nebenbei perfekt geklappt hat (ich will ja wirklich nicht nur nörgeln) – eingeloggt und da standen die erwarteten 50GB Kapazität.

Also Mail an InterGGA, was muss ich tun damit ich das 1TB erhalten. Antwort: In allen All-in-One Abos (ausser S) gibt es 1TB, in den Internet Abos 50GB. Hmm – aber da steht doch im Leistungsbeschrieb „Internet M“ beim Punkt Cloud 1TB. Gut, hat das Sternchen hinter Cloud eventuell eine Bedeutung? Tatsächlich, unten auf der Seite steht dann (wohlverstanden auf der Seite mit den reinen Internet-Angeboten, da ist sonst nichts drauf) bei *) alle All-in-One 1TB (ausser S) – alle Internet Abos 50GB.

Aber hallo Leute, das ist irreführend und zwar sehr klar. Quickline macht das nicht so, dort steht bei diesen Angeboten was Sache ist, 50GB kriegt man, mit Aufpreis auch mehr. Ich kann nicht verstehen, wieso eine Firma die nachweislich viel Kredit auf Grund der Kommunikation verloren hat (die nebenbei einer regionalen Zeitung bereits einen gerichtlichen Maulkorb verpasst hat) wieder der Meinung ist, Leute zu verarschen sei eine gute Sache.

Quickline hat sich da eine Tochter geangelt, die aus meiner Sicht nur ein Problem für deren eigene Reputation sein kann. Ich mag die Strategie von Quickline zwar nicht (alles All-in-One usw) und ich habe auch die „Abo-Optimierung“ auf die letzten Tests unabhängiger Unternehmen nicht toll gefunden. Aber Quickline sagt, was Sache ist und bleibt transparent. Eine Partnerunternehmung die erst noch von Geldern von Gemeinden finanziert wird sollte sich an der Nase nehmen und gefälligst nichts anderes tun, als genauso transparent und fair zu kommunizieren.

Fazit: Ich weiss echt nicht, was die Truppe dort geritten hat. Es gibt überhaupt keinen Grund dieses Angebot auf diese Art falsch darzustellen. Eine Sternchenbemerkung ist schlicht nicht geeignet um zu sagen, das was oben in der Beschreibung steht, lieber Kunde, stimmt im Fall nicht. Ich plädiere an offene und faire Kommunikation – wobei im Falle InterGGA gemäss meiner Wahrnehmung „Kommunikation überhaupt“ schon Fortschritt bedeutet. Überrascht war ich nicht, aber ich werde jetzt mal schriftlich dort und bei der Gemeinde intervenieren… mir stinkt’s ein bisschen, obwohl ich das auch einfach ignorieren könnte…..