Immer wieder werde ich gefragt, ob es mir an Beschäftigung mangle oder an interessanten Beschäftigungen. Einige können sich weder erklären woher die Zet für das Schreiben kommt noch woher der Antrieb. Starte ich mal mit der schwierigeren Seite. Seit nun etwa drei Jahren schreibe ich mehr oder weniger regelmässig hier meine „Artikel“. Dieser Begriff ist aus meiner Sicht bereits meilenweit daneben, es ist nichts anderes als etwas längere „Social Media Posts“.

Mich beschäftigt etwas, ich habe etwas gelesen oder es ärgert mich etwas. Das schreibe ich dann auf und dann ist meist auch schon gut für mich. Es handelt sich hier also um eine Art Tagebuch wie auch um eine Art Medium zur Verarbeitung gewisser Dinge. Ob nun andere Personen das lesen oder gar richtig finden, das ist mir nicht wirklich wichtig.

Wieso ich das also mache ist und bleibt etwas diffus, selbst für mich. Mir gefällt es halt und in der Zwischenzeit entstehen  sehr oft persönliche Gespräche unter Freunden und Kollegen welche irgend eine Blog-Geschichte als Basis nehmen. Dass einige Menschen Dinge von mir wissen, die ich Ihnen nie gesagt habe war am Anfang etwas abstrakt, daran habe ich mich aber gewöhnt.

Das Problem dabei ist eher – ich habe keine Ahnung mehr, was ich vor zwei Jahre mal geschrieben habe. Vielleicht habe ich auch schon fünfmal dasselbe geschrieben oder ich habe mich in den Posts widersprochen. Alles möglich.

Dies war die Überleitung zur Zeit. Ich schreibe einen solchen Blog in durchschnittlich knapp 10 Minuten – in der Mittagspause, abends vor dem Fernseher, am Wochenende oder was einige schon bemerkt haben dürften in den Ferien (die Kadenz ist da meist etwas höher :-)). Ich lese eine Blog nie mehr vor der Veröffentlichung, wenn ich etwas geschrieben habe ist das gut und wird veröffentlicht (ein kurzer scrollen über die Seite und schauen ob noch viel rot unterstrichen ist, ist das Masimum an Review). Sicherlich merkt man das gelegentlich auch beim Lesen – aber eben, ich selbst lese das nicht mehr, mir geht es darum das zu schreiben und dann ist für mich gut.

Wenn LeserInnen wirklich mal Kommentare hinterlassen fordert mich das richtig. Sehr oft weiss ich nämlich nicht mehr genau, was ich geschrieben hatte oder welchen Standpunkt ich in einer Sache betont hatte oder nicht. Oft muss ich zur Freigabe oder Beantwortung von Kommentaren meine Blog selbst nochmals durchlesen.

Fazit: Zeit brauche ich nicht viel, was an der Deutschqualität oft mal spürbar sein dürfte. Sehr überlegt ist das Ganze oft auch nicht, sondern einfach runter geschrieben.  Ob ich mich in meinen eigenen Blogs bereits widersprochen habe oder nicht, weiss ich nicht – über die Jahre durchaus möglich. Es braucht also für mich nur sehr wenig Zeit und der Antrieb ist …..wenn ich das genau wüsste, aber irgendwie schon die Verarbeitung von Dingen die ich nicht einfach so im Kopf „wegdenken“ kann…

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