Den Spruch habe ich mir bei „Raider“ ausgeliehen, der Schokoriegel welcher im Jahr 1991 in „Twix“ umbenannt wurde. Bemerkung am Rande, immer mal wieder gibt es „Sondereditionen“ welche „Raider“ heissen – wenn die Marke 5 Jahre nicht genutzt würde, würden die Markenrechte verfallen.

Orange – einer der drei Mobilfunkanbieter in der Schweiz – wurde in diesem Jahr umbenannt in Salt. Dabei hat sich nicht nichts geändert, nein, eine ganze Menge hat sich getan. Alle Verkaufsstellen wurden grün/schwarz/elegant, die Werbung und die Webseite haben sich verändert (nur zum Guten, nebenbei) und die Abos haben sich auch irgendwie geändert. Dass sich Abos ändern war aber bei Orange bereits mehr Normalität als Änderung.

Wir haben in der Familie 4 Handy-Abos besagter Firma Salt. Dies ist einfach so passiert, ich hatte mal eines, die Abos von Orange hatten gepasst und durch die Firma meiner Frau erhielten wir wirklich gute Konditionen im Bereich Firmenabos.

Auch die „Leistung“ ist absolut ok aus meiner Sicht. Die oft monierte Netzabdeckung in der Schweiz ist aus meiner Sicht gar nicht so schlecht (deutlich spürbar schlechter als Swisscom, aber für unseren Alltag bestens genügend) und die Internet-Durchsätze sind oder waren zumindest meist sehr gut.

In der Zwischenzeit hat sich Salt zum Discounter erklärt, keiner der Anbieter ist günstiger als Salt. Ebenso wurden viele Datenabos voran getrieben (quasi das Heiminternet über Mobilfunk). Dies hat dazu geführt, dass die Datendurchsätze aus meiner Sicht nicht mehr ganz so gut sind wie früher, um aber mal eine WhatsApp Message oder eine e-Mail zu versenden reicht es mehr als.

Eine wirklich und echte Katastrophe aber ist die Administration der Firma. Nach ein paar Abowechseln vor zwei Jahren hat es Orange nicht geschafft, auch nur während eines Monats eine korrekte Rechnung zu senden. Mit jeder Rechnung musste meine Frau in den Shop um Korrekturen zu veranlassen. Immer wurde gesagt „wir haben das jetzt korrigiert, die nächste Rechnung wird stimmen“ – denkste. Die nächste Rechnung war dann oft anders, aber sicher immer falsch.

Dann plötzlich hat sich – da Firmenabo – mal eine „Vermittlerin“ oder persönliche Betreuerin gemeldet, die das alles in den Griff kriegen wollte. Auch daraus wurde nichts. Der muss ich zu Gute halten, dass sie nicht von Salt selbst kommt – sie hat aber lediglich beweisen können, dass die Probleme nicht durch uns als Kunde verursacht werden. Aktuell ist Salt sogar der Meinung es sei korrekt, Leistungen aus der Orange Zeit (die damals sicherlich manuell korrigiert wurden) erneut auf die Rechnung zu schlagen.

Fazit: Gute Leistung, sehr guter Preis, katastrophale Administration. Salt hat sich wohl „Probleme bei der Abrechnung“ als Alleinstellungsmerkmal ausgewählt, eine äusserst zweifelhafte Wahl. Ich denke, für uns hat sich Salt so schnell wie halt möglich (eventuelle Vertragsbindungen – natürlich kann da keiner genau sagen was jetzt Sache ist) erledigt. Es macht einfach keinen Spass, wenn grundlegende administrative Dinge schlicht nicht funktionieren. Der Chef von Salt musste vor ein paar Wochen gehen – viel Spass dem, der diesen Stuhl genommen hat – das dürfte ein etwas unbequemer Hocker sein im Moment.

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