Ja, auch Lehrer dürfen sich einen Weihnachtsapéro gönnen, von mir aus dürfen die da sogar Alkohol trinken, da wäre ich völlig entspannt. Ich gehe – oder besser ging – bis heute davon aus, dass so etwas nach der Schulzeit in „verschlossenen“, den Schülern nicht zugänglichen Räumlichkeiten geschieht.

Wo das passiert, darüber bin ich nicht informiert. Allerdings hat eine meiner Töchter mir heute eröffnet, dass sie morgen früher von der Schule kommt, die Schule dauert morgen bis 11.10 Uhr. Hä, 11.10 ist keine Zeit, fällt eine Stunde aus oder wieso ist das so? Die Antwort – die Lehrer gehen dann zum Weihnachtsapéro.

Ich habe echt gedacht ich höre nicht richtig. Für mich ist es ok wenn da etwas veranstaltet wird für die Leher, das ist fair und das passiert auch in einigen Firmen. Ebenso bin ich überzeugt, dass das für keinen einzigen Schüler auch nur ansatzweise ein Problem darstellt schon um 11.10 Uhr nach Hause „entlassen“ zu werden.

Allerdings bin ich der Meinung, das kann nun einfach nicht sein. Uns Eltern wird es doch ziemlich schwierig gemacht, wenn unsere Kinder mal früher aus dem Unterricht gehen sollten – und ich denke, ein „Apéro“ als Begründung wäre nicht gerade gerne gesehen. Ebenso ist es auch in Firmen so, dass die Weihnachtsanlässe (zumindest in den Firmen, in denen ich schon war) nach der Arbeitszeit stattfinden.

Wieso ist es den Lehrern (und wohl auch den Lehrerinnen nicht möglich, ihren Weihnachtsapéro um 11:45 zu starten, dann wäre die Schule aus und nebenbei hätten wir immer noch „nur“ den 23. Dezember – viele anderen arbeiten auch am 24. noch bis zur Mittagszeit oder gar bis 16 Uhr.

Ganz ehrlich, ich bin da ein bisschen empört darüber und ich mag wirklich jedem einen Apéro gönnen. Hier handelt es sich im eine Schule, bei der wohl etwa 20 oder mehr Lehrer angestellt sind. Alle machen eine Stunde weniger, d.h. man hat mal locker 20 Schulstunden – eine halbe Woche Schule zu Gunsten eines Apéros gestrichen.

Klar, das ist ein wenig pingelig – ich möchte auf keine Fall Lehrer sein, nie und nimmer hätte ich wohl die Nerven dafür – aber es bleibt dem Berufsstand doch eher mehr Freizeit als anderen, ich denke, das ist unbestritten. Dann gehören persönliche Vergnügen ganz einfach nicht in die Schulzeit.

Fazit: Ich merke, dass ich bei einigen Dingen etwas kleinlich denke. Mich ärgert solches Verhalten aber wirklich, ich erachte dies als absolut nicht vorbildlich gegenüber Oberstufen Schülern. Was sagen die Lehrer, wenn eine Klasse einen Apéro organisiert hätte für die letzte Stunde am 23.? Einige hätten das sicherlich unterstützt, ganz sicher hätte es aber auch welche gegeben, die dagegen gewesen wären und die hätten unterrichten wollen. Mir gefällt dieses Verhalten nicht…..

Werbeanzeigen