Vor langer Zeit – damit meine ich in dem Moment vor etwa 10 Jahren – habe ich mir manchmal vor Weihnachten mein ganz eigenes Geschenk gegönnt. Das war öfter mal ein elektronisches Gadget, genauer genommen war das während einigen Jahren ein Smartphone – mal von Nokia, dann mit Windows Phone, mal eines , mit Android. Keines hat damals länger als ein Jahr überlebt.

Ich hätte es nie gewagt, ein solches Smartphone zu verschenken, und schon gar nicht an meine Frau. Nie war es denkbar ein solches Geschenk zu machen. Vielleicht wäre man ein bisschen besser weg gekommen als bei Staubsauger, elektrische Zahnbürste, Mixer und Co., aber ich bin sicher, ich hätte im besten Fall nur wenige Punkte verloren und ganz sicher keine gewonnen.

Aber, die Zeiten ändern sich. Das Smartphone hat sich zum 1a Geschenk gemausert. Wie es dazu kam, dass gerade dieses elektronische Gadget nicht den Status des Gebrauchsgutes erreicht hat, ist mir ein Rätsel. Grundsätzlich ist es ja wirklich nichts anderes, oder ich zumindest sehe das immer mehr so. Ein in den Alltag integriertes elektronisches Geräte, womit wir schon wieder sehr nahe am Staubsauger dran wären.

Wenn man nichts falsch machen will gibt es nur eine Lösung, Apple kaufen. In meinem Fall gibt es allerdings sogar dort noch Fallen. Natürlich ist die Version in grau in keiner Weise zu vergleichen mit der Version in Gold oder Rosa. Die Geräte sind komplett anders, im Prinzip nicht vergleichbar. So einfach wie oben beschrieben ist es also nicht.

Sogar richtige Fettnäpfchen gibt es. Ich könnte zum Beispiel versuchen, meiner Frau ein aus meiner Sicht in der Leistung (ganz zu schweigen von Preis/Leistung) nicht zu übertreffendes Windows Phone oder vielleicht ein Google Nexus mit nativem Android (in Gold – nicht das Android, das Gerät natürlich) schenken. Diese Geräte würden allesamt dem Staubsauger gleich gesetzt werden und somit als Geschenkt unbrauchbar.

Interessant, auch mit dem Preis hat es nichts zu tun. Noch interessanter, 700.– für ein Apple Geräte scheinen absolut gesehen die bessere Investition darzustellen als 500.– für alles andere! Ich selbst verwende in der Zwischenzeit ein Windows Phone für CHF 250.–, erstaunlicherweise kann das alles was ich brauche.

Fazit: Apple hat es nicht nur geschafft, dass im Prinzip technisch nicht interessierte plötzlich ihre Smartphones selbst konfigurieren (was nicht einfacher ist als bei anderen, aber weil Apple drauf steht wäre es peinlich wenn man sich eingestehen müsste, man kann das nicht ;-)) und wir Männer plötzlich elektronische Gadgets verschenken können und erst noch punkten damit. Unser Leben wurde einfacher, aber nicht billiger dadurch… 😉

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