Unser erster Ausflug auf einen Campingplatz hatte einen etwas fahlen Nebengeschmack, weil nachts um etwa 10 ein Ast vom Baum über dem Parkplatz unsere Heckscheibe am Auto in gefühlt 100 Mio Teilchen verwandelt hat. Ich drehe da in solchen Fällen nicht durch, aber doch war die Sache etwas unangenehm, wusste man doch nie, ob es noch zu regnen beginnt. Eine zerstörte Scheibe ist mal ein Ding. Ein mit Wasser aufgefülltes Auto (wenn nicht ein Land Rover oder Jeep oder ähnliches die dafür wenn auch nicht gedacht wenigstens nicht komplett ungeeignet sind….) wäre doch eine andere Liga.

Was tun? Hmm, Mercedes hat eine Service-Hotline, hat damit aber ja nicht viel zu tun, oder? Aha, die Versicherung (die hat wahrscheinlich etwas damit zu tun) wäre vielleicht eine Kontaktmöglichkeit. Also angerufen, 24h Dienst. Telefon von einer freundlichen Dame angenommen – und ich gebe zu, meine Erwartung war, dass man da jetzt nicht viel tun kann um diese Zeit usw. Aber halt, das lief ganz anders! Ich nehme den Schaden für Sie auf, eröffne intern die Meldung und schicke den Pannendienst gleich vorbei – vielen Dank und trotzdem einen schönen Abend!

Wow – coole Sache, wird ja sicherlich nicht funktionieren, ich hänge mal eine Decke über das „Loch“ im Auto….15 Minuten später klingelt das Handy (schon halb 11) mit einem Pannendienst Menschen der sich entschuldigt, dass er erst jetzt anruft und leider auch erst in ca. 20 Minuten bei mir sein kann……booahh, wird ja immer besser!

Zwanzig Minuten hat der dann auch gebraucht, aber auch nicht länger. Angekommen, ein paar Bilder gemacht („…wir müssen das dokumentieren damit die Versicherung dann nicht sagen kann, wir hätten noch zusätzlich etwas kaputt gemacht….“), Panzerband und Klebefolie montiert. Ich unterschrieben und „vielen Dank und trotzdem noch einen schönen Aufenthalt…….Mann, so müsste es sein – aber so war es ja!

Zwischenbemerkung: Als ich den Mechaniker gefragt habe, ob er nun von der Mercedes-Hotline oder von der Mobiliar Hotline kommt sagt der mir „ich glaube von der Versicherung, aber bei uns hier im Tal spielt das keine Rolle, da kommen so oder so immer wir, egal wo der Kunde anruft ;-)“.

Zu Hause ging es dann genau so weiter, Anruf des Partnerbetriebes der Versicherung mit einer kurzfristigen Terminabsprache (weil wir ja 5 Tage später in den Urlaub fuhren) hat ebenso geklappt. Kleiner Wermutstropfen, es wurde bei der Reparatur eine falsche/andere Scheibe verwendet welche stärker getönt ist als das Original, für mich kein Problem, für die Leasinggesellschaft eventuell schon…..

Bei der Reparatur ist ein kleiner Blechschaden noch zu Tage getreten – hmmm – jetzt wird es doch noch kompliziert oder teurer, da zahlt meine Versicherung jetzt nix (hätte ein „Sturm“ getobt – mehr als 75km/h Windspitzen – schon, es gab aber „nur“ 66km/h Spitzen……). Gut, ich frage doch einfach mal beim Campingplatz an, schliesslich wurde mir der Standplatz ja zugewiesen, vielleicht gibt es da von dieser Seite irgend welche Versicherungen……

Jetzt aus dem Urlaub zurück habe ich ein Schreiben im Briefkasten welche besagt, dass ich die Reparatur auf verschiedene Arten ausführen lassen kann, ich soll mich für eine davon entscheiden – „Mit freundlichen Grüssen“…….und erneut bin ich ein bisschen verblüfft, wie gut die Dinge funktioniert haben.

Fazit: Wahrscheinlich sind wir in der Schweiz was Service angeht durchaus an vielen Orten sehr verwöhnt und bemerken das selbst gar nicht mehr. Was ich hier erlebt habe war echte Qualititätsleistung für die man auch gerne Geld bezahlt. Natürlich waren auch alle Parteien und deren Verständnis notwendig für das Resultat. Genau das ist der Service, den ich möchte und erhalten haben, perfekt!

Die erwähnten Firmen und Partner waren:

Die Mobiliar (meine Autoversicherung)
Axa Winterthur (Versicherung des Camping ViaMala in Thusis)
Desa Autoglas Pratteln (Partnerbetrieb Mobiliar)

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