Nach vielen Jahren in Italien haben wir uns in diesem Jahr entschlossen, unseren Sommerurlaub an einem anderen Ort zu verbringen. Spanien – nee, irgendwie zu gleich, Griechenland hat keinen „angemacht“ und grundsätzlich wollten wir auch etwas aktiv sein mit Fahrrad usw was durch die Anreise per Auto wesentlich vereinfacht wird. Also haben wir uns für Ferien in Dänemark entschieden. Dies auch deshalb, weil wir immer am liebsten in unserem eigenen kleinen Häuschen wohnen und so wie es scheint ist dies auch eine der bevorzugten Reisearten in Dänemark. Es gibt auf jeden Fall tausende solcher Häuschen im Internet zu mieten.

Die Wahl war etwas schwierig, da wir das Land überhaupt nicht kannten. Bekannte haben uns „global“ mitgeteilt, dass die Westküste eher windiger ist und man an der Ostküste mehr Deutsche antreffen könnte. Da wir alle Wind nicht wirklich mögen, haben wir uns für die Ostküste im Süden von Dänemark entschieden.

Bei der Anfahrt für mich eine erste kleine Überraschung (einfach weil ich von Geografie nicht viel verstehe und ich mich um diese Details nicht gekümmert habe…), das Land ist ja gefühlt topf eben. Keine Erhebung stört den Blick, Wälder stellen die höchsten Hindernisse dar. Gut, schon ein paar Kilometer nach der Grenze zu Deutschland waren wir dann da. Ein ganz tolles Haus hat uns da erwartet, das entsprach absolut unseren Erwartungen. Was nicht so ganz gepasst hat waren die knapp 20 Grad mitten am Nachmittag……

Na gut, vielleicht ein nicht so schöner Sommertag – was sich leider als Trugschluss heraus stellen sollte. Das Meer dort wo wir sind (und wohl oft im Osten von Dänemark) zeigt sich eher als „grosser See“ – auf Grund der vielen Inseln sieht man von uns aus wohl das Meer, allerdings reicht dieses nirgends bis zum Horizont. Somit ist das für mich kein „richtiges“ Meer, aber es sieht wirklich toll aus. Los an den Strand, auch wenn es ein bisschen zu kalt war im Prinzip und Füsse ins Wasser – und schon waren diese erfroren!! Natürlich übertreibe ich hier absolut, aber für mich war an Baden gar nicht zu denken da und ein solches Meer wird sich auch in wenigen Tagen nicht soweit erwärmen dass mir das Spass machen würde.

Nachdem nun schon der grösste Teil der Ferien vorüber ist kann man folgendes berichten: Es ist nicht wärmer geworden, der Wind (der hier tatsächlich nicht so stark bläst wie an der Westküste, davon haben wir uns bei einem Tagesausflug auf Sylt überzeugt) hat eher zugenommen und das Wasser ist weiterhin nicht eingefroren. Ein weiterer Ausflug hat uns nach Kopenhagen gebracht, dort sind aktuell gerade die Sommerkleider im Angebot, Windjacken und Daunenjacken sind nicht im Angebot, die scheinen hier einen „all season“ Preis zu haben – werden ja wahrscheinlich auch immer nachgefragt.

Fazit: Meine Tochter hat es im Prinzip erklärt – wenn sie gewusst hätte, dass wir in die Herbstferien gehen wäre es mega cool, für Sommerferien ist es einfach gut 10 Grad zu kalt (was im letzten Jahr ganz anders gewesen wäre) und viel zu windig. Deshalb werden wir den Aufenthalt hier auch etwas verkürzen und uns noch ein paar Tage im Süden gönnen. Es war mehr als einen Versuch wert, aber für mich hat es keine Zukunft als Sommerferien-Destination.