Weiterhin habe ich selbst keine solchen Lampen bei mir zu Hause und in einem Fall bin ich sogar froh, dass ich nicht bei den ersten Käufern mit dabei war – mehr dazu etwas später hier. Wenn man in der Zwischenzeit googelt nach WLAN-Lampen erhält man sehr viele Resultate, doch befriedigend sind diese oft nicht. Zu viele Billiganbieter nennen irgend welche LED-Lampen mit Fernbedienung „WLAN“ gesteuert. So ganz unrecht haben die auch damit gar nicht, ist doch jedes Funknetzwerk zu Hause irgendwie ein WLAN (W-ireless L-ocal -A-rea N-etwork). Ich selbst meine in dem Zusammenhang natürlich das WLAN wie wir es von den Funknetzwerken des Internets kennen.

Viele Billiganbieter bieten also etwas, dass man zwar per Funk aber nicht per Internet steuern kann – so was will ich natürlich nicht, nicht noch ein weiteres Netzwerk im Hause, das wieder dieselben Probleme mit sich bringt (an erster Stelle die Reichweite) wie die schon einmal gelösten. Mich ärgert schon, dass ich für mein Funktelefon einen eigenen Sender brauche, der dann wieder nur sehr knapp in die „Ecken“ reicht. Dann gibt es die Varianten wie die Hue (http://www.meethue.com/de-CH) welche an das Internet angeschlossen werden und auch darüber – zum Beispiel über eine App – gesteuert werden können. Im Hause selbst aber dann doch auf einen „Lichtbus“, also ein eigenes Netzwerk mit Gateway zurück greifen.

Grundsätzlich wären solche Systeme kompatibler mit anderen Haussteuerung. Im Profibereich gibt es schon solche Standards, welche theoretisch ermöglichen, dass alle Geräte der Hausautomation (dazu kommen Temperaturfühler, Schlösser, Storen, Kameras und weitere mehr)  über dieselben Signale bedient werden können. Eine löbliche Idee, nur hat praktisch jeder grosse Hersteller hier sein eigenes Süppchen gekocht und derart viel in seine „einzigartige“ Technologie investiert, dass keiner mehr zurück will.

Der Trend des „Internet of things“ wird auch in diesem Bereich früher oder später seine Wirkung zeigen. Der Kühlschrank, die Waschmaschine, die Kaffeemaschine, die Klospülung, die Duschbrause – alles wird irgend wann mit WLAN-Chips ausgerüstet werden und irgend wie kommunizieren können. Das tönt alles noch absurd aus heutiger Sicht, aber dass Leute nur noch mit gesenktem Kopf sich bewegen ( …. weil sie irgend etwas wichtiges auf ihrem Smartphone machen müssen…) hätte vor noch wenigen Jahren auch niemand gedacht. Ich fände das auf jeden Fall noch cool wenn die Duschbrause meiner Kaffeemaschine sagen könnte, dass ich die Dusche jetzt abgeschaltet habe und somit in ca. 4 Minuten einen Kaffee trinken möchte….dann könnte ich mir die Anstrengung des auf den Knopf drücken sparen ;-)! Ausser ich möchte mal keinen, dann müsste ich halt im Badezimmer per Smartphone den Kaffee abbestellen.

Zurück zu den WLAN Lampen. Zwei Hersteller stechen aus meiner Sicht heraus. Greenwave Reality (http://www.greenwavereality.com) und Lifx wie schon einmal in diesem Blog erwähnt (http://lifx.co oder http://wp.me/p2OnD6-1h ). Beide haben allerdings ein ähnliches Problem wenn auch mit komplett unterschiedlicher Begründung. Beide bekomme ich nicht, die Lieferbarkeit ist das grosse Problem. Bei Greenwave habe ich noch nicht mal einen Händler gefunden, manchmal habe ich das Gefühl, die Firma besteht nur aus einer Webseite. Und Lifx – die haben das Geschäft mit Crowdfunding etwas verschätzt und die ersten Kunden so richtig verärgert. Schon während der Forschungsphase hat man wohl Verträge mit online Händlern abgeschlossen. Da diese Phase zu lange gedauert hat – weil es doch problematischer war wohl ein solches Produkt in eine Serienproduktion zu überführen – sind alle Auslieferungen zu spät. Sehr angenehm für die ersten Kunden, welche in ein nicht existentes Produkt investiert haben. Die haben zum Teil ihre Lampen immer noch nicht obwohl andere diese in einem online Shop kaufen und erhalten können. Klar, das sind Anfangsschwierigkeiten und ich werde demnächst mal ein paar bestellen. Den Unmut im Netz verstehe ich sehr wohl und kann einem solchen Unternehmen natürlich nachhaltigen Schaden zufügen. Und gerade bei der Wahl eines solchen „Systems“ braucht man Kontinuität – ich will nicht in zwei Jahren andere Lampen, andere Steuerungen…da will ich einfach nachbestellen können!

Fazit: Diese Technologien haben es noch richtig schwer, die Vielfalt ist gross und mit teils sehr ähnlichen Bezeichnung erhält man sehr unterschiedliche Produkte mit nicht vergleichbarer Leistung. Das Streben von grösseren Firmen zur internen Standardisierung hilft rein gar nichts, ausser bei einem reinen Neubau würde ich mich nie für ein proprietäres System mit dementsprechend immer ungewisser Zukunft einlassen. Ich starte jetzt mal einen Lifx Versuch und hoffe, ich werde da nicht enttäuscht wie bei der Squeezebox – kaum entschieden und Haushalt übergreifend eingeführt wurde die Produktion eingestellt. Wobei es weniger tragisch wäre, ein paar Glühbirnen zu lagern als ein „paar“ Squeezeboxen – was meine Lösung für den langfristigen Einsatz darstellt ;-)!

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