Seit ein paar Tagen arbeite ich im Zug (also gegen zwei Stunden täglich) nicht mehr mit einem Toshiba Portége R830 (http://www.toshiba.ch/de/discontinued-products/portege-r830-10v/ ) sondern mit einem Lenovo Thinkpad Yoga (http://shop.lenovo.com/ch/de/laptops/thinkpad/yoga-series/yoga/ ). Die Yoga-Serie ist die Lenovo Serie, bei welcher man den Bildschirm über die obere Kante umlegen kann, so erhält man dann ein 12.5″ Touch-Tablet mit der Möglichkeit per Stift eingaben zu machen.

Zuerst mal zu den Nachteile(n) – das Gerät ist rund 200 Gramm schwerer als das Toshiba war und dabei etwas kleiner, diese Kombination bewirkt, dass es sich richtig „fett“ anfühlt. Weitere negative Punkte – ich habe bisher keine gefunden – wenn man suchen will könnte man noch das in der Funktion grandiose Touchpad erwähnen welches bei den physikalischen Klicks ein nicht sehr Vertrauen erweckendes Geräusch von sich gibt. Aber das war es dann aus meiner Sicht schon mit den negativen Punkten.

Aber wo liegen denn die Unterschiede, was ist eigentlich anders? Es ist schlicht darauf ausgelegt, damit „ernsthaft“ zu arbeiten. Die Tastatur mit sattem Tastendruck und auch etwas Tastenweg. Der Bildschirm steht bombenfest (ok ok, das MacBook – zumindest das 11″ das wir zu Hause haben ist noch stabiler in dem Punkt), im Zug ein Vorteil bei dem ich erst jetzt wahr nehme, wie anstrengend das eigentlich vorher war mit dem Toshiba – welcher in dem Punkt einen seiner schwächsten Punkte hin nehmen muss.

Die Geschwindigkeit war schon vorher kein Thema – und jetzt auch nicht. Für mich unterwegs auf einem mobilen Gerät ist es nicht relevant, ob da ein i3, i5 oder i7 werkelt, ebenso war ich nie wirklich verzweifelt ab der laut Testberichten eher langsamen SSD des Toshiba. Klar, jetzt fühlt sich alles nochmals etwas schneller an – wenn ich aber im Zug fahre limitiert so oder so immer die über UMTS verfügbare Bandbreite meine Geschwindigkeit – und da käme manchmal auch ein Intel 80486 noch mit (für die, die den überhaupt noch kennen, war der erste Intel-PC Prozessor mit integrierter mathematischer Einheit, bei den 80386ern musste man diese noch für viel Geld dazu kaufen)!

Diese Yogas haben mir eigentlich immer schon sehr gefallen, sind aber wegen ihrem glänzenden Bildschirm nicht in Frage gekommen. Das Problem wäre nicht, dass ich mich dann früh morgens selbst anschauen müsste – an den Anblick habe ich mich in den Jahren gewöhnen können – sondern dass ich die Bildschirminhalte nicht sehen würde bei zu viel Licht. Auch hier hat Lenovo sich an die sehr guten Thinkpad-Zeiten zurück erinnert und ein Display eingebaut von hoher Qualität, mit HD-Auflösung (welche ich als ideal erachte für diesen 12.5″ Bildschirm), welches „absolut“ nicht spiegelt.

Das Touchpad ist echt eine Wucht – auch hier habe ich nichts vermisst beim Toshiba und es fällt erst jetzt auf, wie gut die noch sein könnten. Allerdings muss ich sagen habe ich mich zum ersten mal wirklich etwas rumschlagen müssen damit, so viele Einstellungen können gemacht werden und bei den ersten Gehversuchen hat das Gerät aus meiner Sicht manchmal schon fast ein Eigenleben entwickelt. Dem war natürlich nicht so, ich hatte nur auf Bereich rum geklickt, gedrückt, geswipped, ge….was auch immer und damit Funktionen ausgelöst, die ich gar nicht kannte oder wusste, dass die so ausgelöst werden.

Fazit: Ich konnte auch schon einige Blicke werfen auf die Yogas der Consumer-Serie. Die sind sehr ähnlich, haben aber eine spiegelnden und somit für den mobilen Einsatz aus meiner Sicht komplett ungeeigneten Bildschirm. Der Vergleich mit dem Toshiba zeigt zwei Dinge – das Toshiba war damals ein sehr gutes Ultrabook, welches auch heute noch eine gute Figur macht und dass Lenovo nicht verlernt hat, dass das Thinkpad Geschäft einfach etwas ein anderes ist als das sonstige Ultrabook Geschäft. Ein wirklich professionell nutzbares Gerät ist entstanden an dem ich richtig viel Freude habe bisher – und das, nachdem ich für mich mal beschlossen hatte „Hardware ist Hardware“! Sollte jemand vor der Investition in ein kleines Notebook stehen empfehle ich dringend als Alternative – falls als Arbeitsgeräte gedacht – die Thinkpadserie auch mit in die Auswahl zur Beurteilung aufzunehmen.

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