Wie schon so oft in den letzten Jahren haben wir unseren Sommerurlaub in zwei Teile aufgeteilt – einen Teil am Meer und den anderen Teil irgendwo in den Bergen. Da es in den Bergen im Sommer eigentlich immer genügend Angebote gibt, entschliessen wir uns da meist sehr kurzfristig, im Prinzip erst so Donnerstag oder Freitag vor der Abreise vom Meer (Internet sei Dank……).

Die Meer-Ferien haben wir in diesem Jahr zum für mich etwas erschreckenden sechsten Mal im Norden von Italien verbracht, genauer in Caorle (www.caorle.it), ein Städtchen am Meer nördlich von Venedig. Caorle stimmt nicht ganz, der „Ort“ heisst Lido di Altanea (http://www.lampo.it/language/de-DE/Le-nostre-localit%C3%A0/Altanea.aspx) und ist im Prinzip eine Ansammlung von Ferienhäuschen nahe beim Strand und ein paar Pools. Zum Strand geht es 300m oder so zu Fuss, was schon irgendwie auch Luxus bedeutet. Der Strand selbst ist so halb typisch italienisch. Natürlich gibt es die in Reih und Glied aufgestellten Sonnenschirme welche man für Geld mieten kann – unterhalb der Dammmauer (das Land dort liegt bis zuweilen einige Meter unter dem Meeresspiegel) gibt es aber auch noch den eher nicht so typischen öffentlichen Sandstrand.

Schön ist es, oben zu liegen und runter zu schauen, gemütlich dazu – und auch die vorbei gehenden Strandflanierer und -flaniererinnen können ganz spannende Ausblicke ergeben. Auf jeden Fall abwechslungsreicher als der doch recht eintönige Blick aufs Meer.

Wir sind da bei der Auswahl der Häuschengruppe (zu jeder gehört jeweils ein Pool) immer ein bisschen wählerischer geworden. In diesem Jahr (und auch schon im letzten, aber noch nicht so ausgeprägt) war das sehr erfolgreich. Einige der Häuschen der gewählten Gruppe werden nicht vermietet sondern wurden in der Zwischenzeit verkauft und somit ist diese Überbauung nie voll – am Pool musste man noch nicht mal um Liegestühle kämpfen, es hatte immer genügend davon!

Der erste Teil war somit schon mal sehr erholsam, wie in bisher jedem Jahr sind wir aktuell davon überzeugt, dass wir nächstes Jahr woanders hingehen werden – wir werden es im Herbst sehen wenn man sich so langsam wieder Gedanken machen müsste wo hin es denn im Sommer gehen sollte. Ich kann aber die Destination nur empfehlen – vor allem mit Kindern bis ca. 10-12 Jahre. Für ältere Kinder ist das Angebot dann doch recht eingeschränkt, auch ein Grund weshalb wir glauben wir müssten mal woanders hin gehen.

In der letzten Woche war dann rasch klar, das Wetter bleibt fantastisch, eine Buchung in den Bergen kann gemacht werden. Im Herbst waren wir schon sehr oft in St. Moritz, im Sommer waren wir schon in Laax, Brigels würden wir kennen – aber nichts davon hat uns irgendwie überzeugt. Am Ende wurden wir hoch über Thusis fündig bei Aclas Heinzenberg ( http://www.aclasheinzenberg.ch ) . Ein touristisches Maiensäss auf rund 1550 M.ü.M, bestehend aus 22 3 ½ Zimmer 58m2 Häuschen mit allem notwendigen drin (Dusche, Wasser, Herd – und sogar etwas Luxus mit einem Geschirrspüler ;-)). Die Aussicht ist unverbaut (und bleibt dies auch) in Richtung des Piz Scalottas, in Richtung Via Mala oder das Tal Richtung San Bernardino. Auf der rechten Seite überragt der doch fast 3000 Meter hohe Piz Beverin die Szene – grossartig – ich wüsste wirklich nicht was sonst sagen dazu. Die Luft, die Aussicht, die Schweiz und die Berge können derart fantastisch sein! Klar, das Wetter hat absolut mit gespielt, nach sieben Tagen Regen wäre ich garantiert nicht in gleichem Masse begeistert von der Destination!

Ruhiger, abgeschiedener Tourismus (einkaufen in Thusis, 10km und 1000 Höhenmeter weg….) mit schönen Badeseen und viel freiwilliger Arbeit von Einheimischen. Etwas, was wir gerne unterstützt haben und gleich für den Winter wieder gebucht haben. Es gibt dort drei recht lange Skilifte und ein paar Pisten, das reicht für unsere Ambitionen was das Skifahren angeht längst!

Fazit: Beide gewählten Destinationen haben uns sehr schöne Ferien gebracht und es fällt aktuell eher schwerer als gewohnt, wieder in den normalen Tagestrott einzutreten. Aber das wird sich auch ergeben in den nächsten Stunden oder Tagen.

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