Da habe ich geschrieben, ich wüsste nicht, was man haben müsste. Und dabei habe ich schon bei der CES (offensichtlich) und jetzt auch am WMC einfach nicht gut hingeschaut. Gestern musste mich die Sonntagszeitung auf das Gerät aufmerksam machen, welches mich vielleicht doch dazu bringen kann, Geld auszugeben!

Seit Jahren schon (und das war nicht immer ein Vergnügen) lese ich Bücher als eBooks. In der Zwischenzeit ist die Auswahl sehr gross geworden, Neuerscheinungen sind eigentlich fast immer auch als eBook verfügbar. Das Lesen ist etwas anders als mit Büchern, darüber kann man natürlich trefflich diskutieren. Ich diskutiere allerdings da nicht mehr mit, für mich ist eBook die einzige Lösung (alleine das Gepäck für die Ferien nimmt um einige Kilos ab….). Weder von Samsung noch von Apple lasse ich mir einreden, dass man mit Tablets lesen kann. Die Dinger sind schwer (da kommen sie vielleicht den Büchern nahe ;-)), haben eine im Vergleich schlechte Akkulaufzeit (wenige Stunden, eBook Reader mehrere tausend Seitenwechsel – die benötigen nur dann Strom, wenn man die Seite wechselt…) und sind im Tageslicht unbrauchbar. E-Ink Bildschirme von Readern sind im Tageslicht am besten und brauchen ansonsten Beleuchtung wie ein „normales“ Buch auch.

Was hat das nun mit der WMC zu tun – eBook Reader kommen immer mehr auf den Markt und immer mehr Leute glauben, dass Tablets eine Lösung sind (die werden noch staunen wenn der Sommer kommt ;-))! Die Geräte irgendwie zu kombinieren, da bin ich bisher nicht mal auf die Idee gekommen – aber jemand anderes schon. Yotaphone hat ihr Flagschiff gezeigt – Android Handy, technische Daten tipptopp (DualCore 1.5, 140gr, 4,3 Zoll, 1280×720, LTE, Android 4.2, 64 GB) – der Clou aber ist die Rückseite. Anstatt irgend einer Abdeckung ist dort ein e-Ink Bildschirm untergebracht. Somit hat man in einem Gerät beide Möglichkeiten, Surfen, „Telefonieren“ – das ganze mobile werkeln halt auf dem TFT auf der einen Seite – Bücher lesen auf dem e-Ink auf der anderen Seite.

Dieses Konzept überzeugt mich (fast) vollends. Noch nicht überzeugt bin ich davon, ob die Akkulaufzeiten wirklich richtig gut werden, wenn ich auf dem e-Ink lese macht mein Smartphone ja doch alles mit (Synchronisation usw.) und bei 4.3 Zoll muss ich mir den Bildschirm wirklich mal gut anschauen, ich lese im Moment mit einem Sony mit 5.1 Zoll, das ist aber doch schon recht klein zum Lesen. Vielleicht baut Yotaphone ja dann auch mal ein Tablet …!

Nebenbei http://www.yotaphone.com ist die Webseite der russischen Firma Yotaphone – so kommen endlich auch die Russen mal in den Besitz all meiner Daten und können meine Verhaltensmuster auch mal studieren ohne dass sie die Daten den Amerikanern abluchsen :-)! Abgesehen von dem behauptet die Firma von sich selbst, 6% Marktanteil aktuell bei allen LTE-Devices (Modems und so Zeugs) und seit ihrem Start 2009 3 Millionen Geräte verkauft zu haben – was doch schon mal was wäre!

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