Bang und Olufsen heisst die Marke, durchaus bekannt aus Dänemark, relativ viel davon sogar tatsächlich aus Dänemark. Bekannt ist die Marke für ihr Design und die fast legendär hohen Preise bei fast allen. Wieso meine ich nun, dass dies der einzige Hersteller von TVs ist – die Statistiken sprechen eine ganz andere Sprache, B&O ist ein kleiner – wenn auch etablierter – Nischenplayer in einem Massenmarkt.

Vor nun schon weit über 10 Jahren kamen Flachbildschirme so langsam auf – sowohl beim Computer wie auch beim Fernseher. Als ehemaliger (vielleicht ;-)) Techfreak musste als so ein Teil her für das Wohnzimmer. Es gab zwei Probleme – die Teile waren sau teuer (50cm so zwischen 1’500.– und 3’000.– Franken) und recht hässlich. Bei vielen kam noch dazu, dass absolut unbrauchbare Lautsprecher eingebaut waren – klar ein Surround-System musste für den Ton herhalten. Ich wollte kein Surroundsystem und meine Frau keinen hässlichen Fernsehr – dead lock – Projekt wurde verschoben.

Dann kam der Samstag, an dem wir am Rümelinsplatz bei Zihlmann vorbei spazierten und im Schaufenster stand das erste Flachbildschirm Modell von B&O, ein BeoVision 6 – 52cm, für damals unglaubliche Auflösung (1320×900), Hammersound aus den eingebauten Lautsprechern, mega Design. Gekauft – uups, halt – CHF 6’500.– plus Standfuss elektrisch drehbar für CHF 900.– – *hmmnm* – doch gekauft, billigere Ferien müssen es richten.

Ich hielt uns damals für ziemlich verrückt und das Geld eigentlich irgendwie falsch investiert. Was sage ich nun jetzt, etwa 12 Jahre später? Dieser TV läuft weiterhin bei uns im Wohnzimmer zu unserer absoluten Zufriedenheit – klar nicht mit all den Möglichkeiten wie man die heute kennt, aber er hat ein gutes Bild und macht ein gutes Bild und der Sound übertrifft einige günstige Surroundanlagen locker. Ein Problem bleibt – wenn dieser TV mal kaputt geht, ich hätte keine Ahnung was ich kaufen sollte – ausser B&O und dann stehe ich wieder an der Entscheidung TV oder Ferien ;-)!

Nicht alles ist toll, was sich B&O in der Vergangenheit geleistet hat. Das höchst proprietäre Multiroomsystem war seiner Zeit um Meilen voraus – allerdings war es unglaublich teuer und somit nur für wenig erschwinglich. Den Einstieg in digitale Inhalte hat B&O komplett verschlafen, ebenso wie die Öffnung ihrer Steuerungen und Systeme gegenüber anderen. Fast wäre die (….irgendwie heute auch bei Apple zu sehende, so nebenbei ….) Strategie sich vor anderen zu verschliessen dem Unternehmen zum Verhängnis geworden – zumindest zwei CEOs hat es gekostet! Ein Umsatzrückgang um 25% zwischen 2000 und 2011 sind im boomenden Luxusgütermarkt kein gutes Zeichen für die Firma. Ich hoffe, die neue junge Crew kriegt da was hin.

B&O ist alles andere als nur gut verpackte Philips/Panasonic oder was auch immer Elektronik (was grundsätzlich in Teilen schon auch stimmt) sondern es ist Lifestyle und Premium – echtes Premium, nicht nur im Preis, auch bei der Leistung. Ganz nach dem FC Bayern, da wo B&O ist ist oben auf er Bestenliste ;-)!

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